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Die Auswirkungen des Internets der Dinge auf Rechenzentren

Keine Frage: Das Trendthema Internet der Dinge, oder auch Internet of Things (IoT), wird zahlreiche Bereiche des Lebens signifikant verändern und erhebliche Auswirkungen auf Rechenzentren haben. Die Menge der weltweit übertragenen Daten wird in den kommenden Jahren weiter stark anwachsen. Der IP-Datenverkehr von Rechenzentren wird laut Global Cloud Index von Cisco zwischen 2015 und 2020 jährlich um 27 Prozent auf 15,3 Zettabytes pro Jahr anwachsen. Bis dahin werden 25 Milliarden Geräte mit dem Internet der Dinge verbunden sein, die 50 Zettabytes Daten generieren.

Die spezifischen Auswirkungen lassen sich hierbei weniger deutlich vorhersagen, da sie von der Art des betroffenen Rechenzentrums (Unternehmen, Cloud, Server-Housing oder Service), der technischen Ausstattung und den Möglichkeiten zum Umgang mit großen und veränderlichen Datenlasten abhängen. Außerdem sind die Auswirkungen abhängig von der Positionierung des Rechenzentrums im Netzwerk, da das Modell, mit dem die erwartete Datenflut aufgefangen werden soll, auch „Edge“-Geräte umfasst, die Daten nahe des Ursprungsorts verwalten und über Netzwerke und Knoten an Kernrechenzentren übertragen. Somit lassen sich beispielsweise auch autonome Fahrzeuge als Rechenzentren betrachten, obwohl diese hinsichtlich bestimmter Aspekte ihres Betriebs und ihrer Programmierung weiterhin mit einem Kontrollrechenzentrum verbunden sind.

 

Digitale Transformation

Digitale Transformation

Für kommerzielle Rechenzentren, die auf das Internet der Dinge ausgerichtet sind, bedeutet dieser Trend eine immense Chance. Denn für die meisten Unternehmen stehen bei der digitalen Transformation die Prozesse des Internets der Dinge und Analysen im Mittelpunkt. Auch für die Rechenzentren selbst liegen durch ihren eigenen Digitalisierungsprozess große Chancen in folgenden Bereichen: Bereitstellung von IoT-Funktionen in Betriebsabläufen, Kundenanalyse und -management, Geschäftsentwicklung, Infrastrukturnutzung, Virtualisierung sowie Kapazitäts- und Systemplanung.

 

Lebenszyklus von Rechenzentren

Unternehmen möchten den Lebenszyklus ihrer Rechenzentren durch Analyse und Optimierung der Infrastruktur überwachen und verbessern. Das Internet der Dinge wirkt sich auf alle Bereiche der Stromversorgung sowie auf Kühlsysteme und zugehörige Untersysteme aus. Außerdem werden Datenkabel, Racks, physische Strukturen, Facility Management-Systeme (einschließlich der für das Unternehmensgebäude), Netzwerke und Infrastrukturen sowie Sicherheits- und Brandschutzsysteme einbezogen.

 

Systeme und Sicherheit

Der Bereitstellungsprozess erfordert die Datenerfassung mithilfe von Sensoren, die erforderliche Technologie für das Management und die Weiterleitung dieser Daten, RFID-Tags, eingebettete Systemtechnologie zur Lenkung der Datenströme, Analysemethoden für die IoT-Daten und Prozesse für datengestützte Entscheidungen durch Menschen und/oder KI, maschinelles Lernen oder kognitive Lösungen. Durch die Integration des Internets der Dinge in Management- und Betriebsfunktionen von Rechenzentren werden außerdem weitere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Denn bei Cyberangriffen kann durch die zahlreichen vernetzten IoT-Geräte die gesamte IT-Infrastruktur gefährdet werden.

IT Sicherheit

Das Internet der Dinge und Analysen

Analysetechnologien sind die Grundvoraussetzung, damit Betreiber und Kunden von Rechenzentren von den Vorteilen des Internets der Dinge profitieren können. Entscheidungen und Maßnahmen des Managements werden mithilfe von statistischen und quantitativen Analysen sowie Prognosemodellen gefördert. Ohne diese Technologien sind die Daten, die durch das Internet der Dinge gesammelt werden können, wertlos. Erst durch Interpretation werden aus Daten Informationen, die dann neue Erkenntnisse liefern. Mithilfe von Analysen lassen sich menschliche Entscheidungen optimieren oder sogar vollständig automatisierte Entscheidungen ermöglichen. Entscheidungen werden aufgrund harter Fakten und nicht mehr „nach Gefühl“ getroffen. So lassen sich Rechenzentren im Rahmen einer langfristigen Strategie kontinuierlich verbessern.

Für die effektive Bereitstellung von Analysen sind möglicherweise mehrere koordinierte Strategieansätze erforderlich: Business Intelligence, Business Analytics und Big Data, beziehungsweise Daten aus dem Internet der Dinge. Die ersten beiden Bereiche gelten als bewährte Strategien auf Basis herkömmlicher Recherchemethoden. Die Analyseansätze für die umfangreichen und komplexen Daten verschiedenster Typen aus dem Internet der Dinge und Big Data sind moderner. Im Rechenzentrum rückt immer mehr die Definition von Parametern in den Vordergrund, die darüber entscheiden, welche der über die zahlreichen Sensoren erfassten Daten nützlich sind. Hierbei ist zu beachten, dass ein „Edge“-Netzwerkgerät weniger als ein Tausendstel Prozent der von ihm gesammelten Daten als sinnvoll einstuft.

Darum müssen die Geschäftsziele, nach denen das Management des Rechenzentrums ausgerichtet wird, im Vorfeld vom Besitzer oder Betreiber eindeutig festgelegt werden. Jedes Unternehmen wird andere Prioritäten setzen, abhängig von seinen jeweiligen Anforderungen und der Beziehung zum Rechenzentrum. Unternehmen müssen in komplexen und variablen Umgebungen aus der Vielzahl der Geschäftsanforderungen diejenigen identifizieren, mit denen sich Chancen nutzen oder Probleme beheben lassen.

 

Neue Kompetenzen erforderlich

Bislang benötigten Rechenzentren lediglich Kompetenzen zum Gebäudeunterhalt und dem Betrieb der Technik. Mit dem IoT ändert sich dies jedoch, da in der Umgebung des Rechenzentrums unter anderem jetzt auch Datenexperten und Analysten sowie Spezialisten für die Cloud, virtualisierte und Hybridumgebungen, Cybersicherheit sowie Netzwerktechnik gebraucht werden.

Der Bedarf an einer besseren Übersicht über das IoT sowie an Analysen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Zahlreiche Unternehmen setzen in Zusammenhang mit Marketing, Finanzen und Betrieb bereits auf datenorientierte Analysen. Viele weitere werden folgen. Die Arbeit im Rahmen einer breiter angelegten Analysestrategie, die das Rechenzentrum einschließt, wird für alle Unternehmen zunehmend wichtig und bedeutet Aufträge für die serviceorientierte Rechenzentrumsbranche.

 

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