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Irischen Unternehmen den Markteintritt in die Eurozone erleichtern: Startschuss des vierten „Enter the Eurozone“-Programms

Am 8. September 2021 hat der irische Vize-Premierminister Leo Varadkar der Bundeshauptstadt einen Besuch abgestattet und den offiziellen Start des vierten „Enter the Eurozone“-Programms verkündet. Adressaten sind etwa 600 bis 700 irische Unternehmen, die Güter von der grünen Insel exportieren und den Markteintritt in die Eurozone planen. Das Ziel: die Vertriebs- und Marketingfähigkeiten sowie die notwendigen Skills vermitteln. Auch während des Lockdowns in der Corona-Pandemie blieb das Interesse bestehen, sodass es als digitales Format weitergeführt wurde. Im Rahmen einer Initiative zur Förderung der Handelsbeziehungen hat Enterprise Ireland „Enter the Eurozone“ gemeinsam mit der Europäischen Schule für Management und Technologie (ESMT) Berlin vorgestellt.

Als im Jahr 2016 das Vereinigte Königreich beschloss die EU zu verlassen, standen die Iren als nächster Nachbar vor der Herausforderung, besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen, denen infolge des Brexits Absatzmöglichkeiten abhanden zu kommen drohten. Irland hat seitdem sein Engagement für Europa und für den Verbleib im Binnenmarkt bekräftig, das sich unter anderem in dem Programm „Enter the Eurozone“ ausdrückt. Es wurde ins Leben gerufen, um irische Firmen, die von Enterprise Ireland betreut werden, nach dem Brexit zu unterstützen und die Differenzierungsstrategie von Enterprise Ireland in der Eurozone zu fördern. Mittlerweile geht das Programm erfolgreich in die vierte Runde.

„Enter the Eurozone“ – Ziele

Hauptziel des Programms ist es, irischen Exporteuren das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, um Skills zu entwickeln, die nötig sind, um in die unterschiedlichen Märkte der Eurozone zu exportieren sowie lukrative Aufträge zum Beispiel in Deutschland zu gewinnen, einem Kernmarkt der Eurozone. Damit das gelingt, umfasst das Programm auch die Themen Unternehmensberatung und Exporthilfe. Die ESMT Berlin gewann ein Ausschreibungsverfahren unter den Top 30 führenden Universitäten der Eurozone. Für die ESMT sprechen insbesondere die Qualität des Teams sowie Erfahrungen als Schulungspartner bei ähnlichen Projekten. Als Partner von Enterprise Ireland war es Aufgabe der Business School, ein einheitliches Konzept zu entwickeln und zu realisieren.

In enger Kooperation konzipierten beide Partner, die zusätzlich von der Unternehmensberatung IMS Marketing verstärkt wurden, einem Experten für Exportwirtschaft, einen viermonatigen Lernplan. Dadurch erhielten die teilnehmenden Unternehmen Beratung von Spezialisten sowie praxisnahes Training zur Steigerung ihrer Exporte. Die erste „Enter the Eurozone“-Kohorte in einem Umfang von 20 Kunden begann 2019 als Pilotprojekt. Aktuell sind zwischen 300 und 400 Personen für das Programm akkreditiert.

Fünf digitale Schritten zum Markteintritt in die Eurozone

Das wichtigste Ergebnis der Kooperation aller Beteiligten war die Entwicklung eines Markteintrittsplans (MEP), der sich über drei Standorte, vier Monate und fünf Phasen erstreckt und sechs Elemente abdeckt. Mit der Phase 1 beginnt das Programm unter Einbindung einiger Market Advisor von Enterprise Ireland und Business Advisor von IMS Marketing sowie einem Training durch die ESMT Berlin. In Phase 2 liegt der Schwerpunkt auf der Marktbeobachtung, um irische Unternehmen bei der Auswahl eines Landes und Entwicklung eines Konzepts zu unterstützen. Phase 3 widmet sich der Vorbereitung, darunter Konkretisierung der Vision des Unternehmens, des Produktportfolios sowie die Schulung der Mitarbeiter als tragende Säule des Erfolgs. In Phase 4, Amsterdam oder Online (TBD), steht die Durchführung auf dem Programm, darunter Vertriebskanäle, Go-to-market und multikulturelle Handelsbeziehungen. Phase 5 markiert den Abschluss bestehend aus Präsentation des Markteintrittsplans und Feedback der Teilnehmer inklusive erster Schritte zur Umsetzung.

Meilensteine schneller erreicht als gedacht

Mehrere Unternehmen haben innerhalb des Programms – teilweise sogar noch vor dem Zeitplan – ihre geschäftlichen Zielsetzungen erreicht, inklusive erster Neukunden und der Unterzeichnung von Verträgen mit neuen Vertriebspartnern. Viele Teilnehmer beschreiben die Wirkungsweise des Programms auf ihr Unternehmen als „beschleunigend“. Nach Abschluss des Programms werden noch existierende Schwachstellen weiter behandelt. Enterprise Ireland setzt die Unterstützung der beratenen Unternehmen auch bei den weiteren Schritten des Markteintrittsplan fort.

Expertise ausbauen: Teilnehmer lernen voneinander

Die bisherige Erfolgsbilanz von „Enter the Eurozone“ kann sich sehen lassen: zwölf teilnehmende Unternehmen konnten durch das Programm bereits einen Eintritt in der Eurozone verbuchen – Enterprise Ireland möchte diese Zahl verdoppeln. 98 Prozent der teilnehmenden Firmen und 75 Prozent jener Firmen, die das Programm vollständig absolviert haben, würden es zudem weiterempfehlen. Auch die European Foundation of Management Development (EFMD) teilt die Meinung: In 2020 gewann das Programm bei den jährlichen EFMD Awards in der Kategorie „Ecosystem Development“. Gelobt wurden vor allem die partnerschaftlichen Aspekte des Programms, sowohl zwischen Enterprise Ireland und seinen Kunden als auch zwischen irischen und europäischen Partnern. Langfristig planen die Partner, Veranstaltungen mit zwei verschiedenen Gruppen von erfolgreich teilnehmenden Unternehmen durchführen, um die Business Expertise weiter zu vertiefen, Verhandlungspraktiken einzuüben und kulturelle Probleme zu überwinden.

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