Irland hat sich von einer auf den Binnen- und britischen Markt ausgerichteten Wirtschaft zu einer offenen Ökonomie entwickelt. Produkte à la „Made in Ireland“ nehmen einen immer größeren Stellenwert in der Europäischen Union und somit in Deutschland ein. Dies bestätigen auch die steigenden Exportzahlen. Enterprise Ireland zufolge erhöhten sich die Exporte nach Deutschland um 16 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro im Jahr 2019. Durch die Diversifizierung von Exportmärkten sowie den Ausbau der Handelsbeziehungen unterstützt Enterprise Ireland irische Unternehmen dabei, ihre Abhängigkeit von Großbritannien weiterhin stark zu verringern und ihren Fokus auf die Europäische Union zu legen.

Das große Wachstum der irischen Exporte nach Deutschland in 2019 kann auf einen 16-prozentigen Anstieg auf 711,26 Millionen Euro in dem Bereich Non-Food zurückgeführt werden. Auch die Exporte in die Eurozone verzeichneten eine rekordverdächtige Steigerung um 15 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Somit ist die EU weiterhin der zweitgrößte Exportmarkt für die von Enterprise Ireland betreuten irischen Firmen. Weltweit erzielten diese einen Anstieg um acht Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, was den höchsten jemals von der Agentur verzeichneten Exportwert darstellt.

Insbesondere in den Branchen Bau, Life Sciences und Digital Tech nimmt Irland eine führende Rolle in Europa ein und konnte somit steigende Exportzahlen nach Deutschland verzeichnen:

Irland als Datenhauptstadt Europas

Irland konnte in den vergangenen Jahren stetig seine Position als Technologie- und Rechenzentrums-Hub ausbauen. Design- und Konstruktionsexpertise sowie betriebliche Erfahrungen haben dazu beigetragen, den Bau von Rechenzentren auf lokaler Ebene in Irland weiter zu verbessern. Zugleich haben sie aber auch dazu geführt, dass sich das Land international einen Namen als Data Center-Bauexperte machen konnte. Viele weltweit agierende Firmen wenden sich daher in Sachen Rechenzentrum an irische Spezialisten auf diesem Gebiet. Dies spiegelt sich auch in den irischen Exporten nach Deutschland wider: Die Baubranche verzeichnete einen Anstieg von 37 Prozent auf 266 Millionen Euro.

Irland an der Spitze der Gesundheitstechnologie

Nicht nur in der Baubranche konnte Irland einen enormen Anstieg der Exporte erzielen, auch in dem Bereich Life Sciences haben sich die Zahlen mit einem Umsatz von 108,4 Millionen Euro gesteigert. Daher überrascht es nicht, dass sich Irland in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten weltweit anerkannten Kompetenzzentren in der Medizintechnik entwickelt hat. Mittlerweile ist das Land Standort für 300 einheimische Medtech-Unternehmen, die von Enterprise Ireland, dem größten Startup-Investor in Europa, unterstützt werden. Prognosen zufolge wird der weltweite Umsatz in der Medizintechnik bis 2024 voraussichtlich 530 Milliarden Euro erreichen. Mit 13.795 beim Europäischen Patentamt angemeldeten Patenten ist dies der innovativste Sektor in Europa.

Irland als Digital Tech Hub in Europa

Mit mehr als 1.000 Technologieunternehmen ist Irland eines der größten Technologiezentren Europas: Irische Tech-Firmen sind weltweit führend in ihrem Bereich und liefern innovative Lösungen an globale Partner. Kaum verwunderlich also, dass die Digital Tech-Branche einen Anstieg der Exporte von 31 Prozent auf 102,9 Millionen Euro verzeichnete. Das Erfolgskonzept hinter den Exportzahlen: Irische Technologieunternehmen erkennen die Anforderungen des globalen Marktes und gehen auf die Bedürfnisse der Kunden ein.

Auswirkungen des Brexits und von Covid-19

Während irische Unternehmen gestärkt durch die Rekordexportwerte in das neue Jahr gestartet sind, stellt die doppelte Bedrohung durch die Nachwirkungen des Brexits und die Folgen von Covid-19 eine große Herausforderung für den internationalen Handel dar. Dennoch zeigen sich die Unternehmen schlagfertig. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben die Iren als Reaktion auf die sich abzeichnenden Marktbedürfnisse agil gehandelt – und das mit Erfolg: Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) befindet sich Irland zusammen mit Deutschland, den USA, der Schweiz und China unter den Top fünf der globalen Exporteure für Covid-19-bezogene Güter. Die Länder machen zusammen 49 Prozent des Handels aus.

Beispiele irischer Innovationen:

Baubranche

Life Sciences

Die irische Firma Technopath Clinical Diagnostics entwickelt und produziert beispielsweise Lösungen für die hochwertige Qualitätskontrolle (QC) in klinischen Labors. Für die Immunchemie der In-vitro-Diagnostik hat Technopath die ersten konsolidierten Qualitätskontrollmaterialien auf den Markt gebracht. Diese ermöglichen es klinischen Labors, die Effizienz und Kostenwirksamkeit von QC-Prozessen erheblich zu verbessern.

Das in Irland ansässige Unternehmen Vitalograph leistet einen wertvollen Beitrag zu einer effektiven medizinischen Versorgung und verbesserten Lebensqualität. Der Anbieter von kardio-respiratorischen Diagnosegeräten, klinischen Versuchen und medizinischem Geräteservice gehört bereits seit über 50 Jahren zu den Marktführern in der Entwicklung und Herstellung von Beatmungsgeräten. 

Digital Tech

Die irische Firma ChannelSight ermöglicht globalen Unternehmen beispielsweise die Konversionsraten zu verbessern, indem es jede Phase des Kaufprozesses von Verbrauchern optimiert. Mithilfe der eCommerce-Intelligence-Lösung verbindet das Unternehmen Marken, Einzelhändler und Verbraucher in einer End-to-End-Plattform. Sie liefert Einblicke in die Art und Weise, wie die Nutzer mit digitalen Inhalten umgehen und wie dies den Absatz bei den Partnerhändlern beeinflusst. Allein auf dem deutschen Markt, einem der Kernmärkte für das Unternehmen, konnte ChannelSight einen Anstieg der Konversionsrate nach dem Lockdown um 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Zudem sind die Markenerträge um 61 Prozent gestiegen.

Einer der irischen Technologieführer Roomex bietet seinen Kunden eine Erleichterung bei der Buchung und Verwaltung von Reisen: die kostenlose B2B-Plattform wird von Reiseexperten unterstützt und bietet vollständige Kontrolle und Transparenz bei den Reiseausgaben von Unternehmen. So können diese effizienter arbeiten und auf der Grundlage von Echtzeit-Daten kosten- und zeitsparende Entscheidungen treffen. Ergänzt wird das weltweit größte Hotel-Netzwerk durch eine optionale Lösung für das Management von Reisekosten auf Mitarbeiter-, Manager- und Buchhaltungs-Ebene.

Beispiele irischer Innovationen zur Bekämpfung von Covid-19

Eine neue Lösung des irischen IoT-Experten Taoglas hilft Organisationen aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor dabei, die Social Distancing Regeln einzuhalten und zu kontrollieren. Die cloudbasierte Analyseplattform CROWD Insights™ von Taoglas misst Verstöße, überwacht Bewegungsdaten, stellt Prognosen und kann Ansammlungen melden – sowohl drinnen als auch draußen. Taoglas arbeitet mit einem der größten irischen Krankenhäuser zusammen und bietet die Technologie bald auch für Gemeinden, Regierungen und Unternehmen sowie Organisationen des Gesundheitswesens an. Die Analyseplattform nutzt vorhandene WLAN-Systeme und erfasst anonymisierte Daten über Smartphones.

Das Dubliner Unternehmen Kastus konnte nun in unabhängig durchgeführten Tests einen Erfolg verbuchen. Die Iren haben eine Beschichtung für unterschiedliche Oberflächen entwickelt, darunter Glas, Keramik und Touchscreens, die auch Coronaviren neutralisiert. Zu diesem Zweck nutzt die neuartige und patentierte Beschichtung Feuchtigkeit und Licht aus der Umgebung als Brennstoffquelle, um Sauerstoffradikale zu erzeugen, die sich an Bakterien und Viren anlagern und diese letztendlich abtöten. Die Beschichtung wird werkseitig aufgetragen, das heißt, sie wird während des Herstellungsprozesses aufgesprüht und bildet so einen extrem haltbaren, immobilisierten dünnen Film.

Das irische Softwareentwicklungsunternehmen NearForm aus Waterford entwickelt aktuell gemeinsam mit der nationalen Gesundheitsbehörde Irlands, dem Health Service Executive (HSE), eine mobile Tracking-App, die Standort- und Infektionsdaten auswertet. Das Ziel: Über die App sollen die Nutzer schnellstmöglich informiert werden, ob Sie mit einer auf das Coronavirus positiv getesteten Person Kontakt hatten. So lässt sich das Virus eindämmen und die Entstehung von neuen regionalen Epizentren verhindern.

Eine produktive, ressourcenschonende und damit nachhaltige Landwirtschaft ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Die wachsende Weltbevölkerung – laut Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) entsteht bis 2050 ein Mehrbedarf an Nahrungsmitteln von 60 Prozent – und die begrenzten natürlichen Ressourcen stehen dabei im Fokus. Eine Antwort auf diese Problematik liefern die beiden irischen AgriTech Unternehmen Terra NutriTECH und MagGrow, die bereits heute deutsche Agrarbetriebe mit modernen, digitalen Lösungen unterstützen.

Der enorme weltweite Ressourcenverbrauch und die immer größere Menge an benötigten Nahrungsmitteln rückt die Thematik rund um nachhaltige Landwirtschaft mehr und mehr in den Vordergrund. Nicht zuletzt die unmittelbaren ökologischen Auswirkungen, wie der erhöhte Wasserverbrauch oder auch die Verunreinigung der Böden durch Dünger oder Pestizide, zeigen, dass jetzt Handlungsbedarf besteht, um die natürlichen Ressourcen für kommende Generationen zu bewahren. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die landwirtschaftliche Produktion der Zukunft gestaltet sein muss, sodass die Ernährung der Weltbevölkerung gesichert ist, ohne ihre eigenen Produktionsgrundlagen zu zerstören. Die Antwort ist: Wir brauchen eine produktive und gleichzeitig ressourcenschonende nachhaltige Landwirtschaft.

Irland nimmt bereits jetzt eine Vorreiterrolle bei dieser Entwicklung ein. Viele landwirtschaftliche Betriebe nutzen innovative Technologien zur Betriebsausstattung und greifen auf Lösungen aus dem Bereich AgriTech zurück. Hierzu erhalten Sie Unterstützung von Herstellern agrartechnologischer Lösungen, die gezielt den Bedarf nach nachhaltigen und prozesseffizienten Lösungen adressieren.

Hocheffiziente Pflanzenschutzlösung

Nachhaltige Lebensmittelproduktion mit modernen AgriTech-LösungenKonventionelle Pestizid-Sprühanwendungen und Pflanzenschutzmittel verfehlen bis zu 70 Prozent der vorgesehenen Zielkultur oder des Unkrauts, gegen die sie eigentlich eingesetzt werden, wenn sie gesprüht werden. Das Unternehmen MagGrow hat daher eine patentierte Technologie entwickelt, mit der sich die Effizienz deutlich steigern lässt. Landwirte, die das System nutzen, können ihre Pflanzendeckung um mehr als 20 Prozent verbessern und die Menge verschwendeter Pflanzenschutzmittel um bis zu 70 Prozent reduzieren. Außerdem können sie ihren Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent verringern und ihre Sprühfenster erweitern.

Präzises Ernährungssystem zur Mineralstoffergänzung für Tierfutter

Nachhaltige Lebensmittelproduktion mit modernen AgriTech-LösungenDas irische Unternehmen Terra NutriTECH stellt mit seinem OPIS Controller Landwirtschaftsbetrieben mit Viehhaltung ein überaus präzises Ernährungssystem zur Verfügung. Basierend auf einer Auswertung der Futter- und Blutmineralanalysen der Tiere wird eine maßgeschneiderte flüssige Mineralstoffmischung hergestellt. Ein elektronisches System appliziert die präzise Tagesdosis dieser Ergänzungen über das Wassersystem oder direkt auf das Futter im Mischwagen. Durch die genauere und konsistentere Abgabe von Mineralstoffen erhalten die Tiere ihren erforderlichen täglichen Mineralienbedarf. Diese Präzision erhöht die Gesundheit der Tiere und hilft den Betrieben, rentabler zu werden, Abfall zu reduzieren, Emissionen zu verringern und den Arbeitsaufwand zu reduzieren

„Die Herstellung von Nahrungsmitteln und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen für kommende Generationen gehören zu den wichtigsten Herausforderungen – und doch steht die Landwirtschaft in jedem einzelnen Land besonders in der Pflicht“, erklärt Manus Rooney, Regional Manager DACH bei Enterprise Ireland. „Irische AgriTech Unternehmen unterstützen deutsche Agrarbetriebe mit wegweisenden Lösungen und langjähriger Expertise im Segment Präzisionslandwirtschaft. Auch wir von der staatlichen Wirtschaftsförderungsagentur Enterprise Ireland setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass der Umstieg zur nachhaltigen Landwirtschaft weltweit gelingt.”

Innerhalb weniger Wochen hat die Corona-Pandemie die Art, wie wir arbeiten, verändert. In Deutschland war das Homeoffice für viele Arbeitnehmer zum ersten Mal überhaupt möglich. Im Wettbewerb um Fachkräfte wird es für Arbeitgeber auch nach Corona immer wichtiger, neue und flexible Arbeitsmodelle anzubieten. Die irischen Experten für Mitarbeiterkommunikation und -beteiligung Poppulo, HireUp und Tandem HR Solutions haben schon vor der aktuellen Pandemie gezeigt, wie dies funktionieren kann.

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern auch künftig Homeoffice und neue Formen der Kollaboration ermöglichen, dürften einen Vorteil haben, wenn sie neue Mitarbeiter rekrutieren und bestehende halten möchten. Denn die nächste Generation von Fachkräften stellt andere Erwartungen an ihren Arbeitsplatz als die, die in den kommenden Jahren in den Ruhestand geht. Vor allem beim Arbeitsort oder der Arbeitszeit sind flexible Modelle gefragt, damit Teams zusammenarbeiten können, auch wenn sie sich an unterschiedlichen Orten aufhalten.

Einen lebendigen Austausch fördern

Menschen im Homeoffice brauchen IT-Systeme, die ihnen den Kontakt zu Kollegen ermöglichen und sowohl den sozialen als auch den fachlichen Austausch über unterschiedliche Kanäle erlauben. Poppulo aus dem irischen Cork hat eine Antwort für diesen Bedarf entwickelt. Herausgekommen ist eine Multi-Channel-Komplettlösung, die bereits Adidas und Nestle überzeugt hat. Die integrierte Plattform für Mitarbeiterkommunikation erlaubt es, interaktive und zielgruppenspezifische Mails zu versenden, Videos zu integrieren, soziale Netzwerke sowie das unternehmenseigene Intranet einzubinden und lässt sich auch mobil oder aus dem Homeoffice anwenden – alles aus einer Hand und geschützt über Poppulo-eigene Server.

Die Zukunft der Arbeitswelt: Homeoffice und neue Formen der Kollaboration

Durch konstruktives Feedback das Engagement steigern

Mitarbeiter brauchen Feedback, um sich weiterzuentwickeln und besser zu werden. In der Praxis finden die Gespräche jedoch nur selten statt. Tandem HR Solutions aus Dublin will das ändern und macht mit seiner App das Feedback am Arbeitsplatz zu einem angenehmen Erlebnis für alle Beteiligten. Über die App kann jeder Mitarbeiter den Kollegen in Echtzeit konstruktives Feedback geben. Die Empfänger lernen durch die Rückmeldung die eigenen Stärken und Schwächen besser kennen und schöpfen daraus neues Selbstbewusstsein für ihre Arbeit. Das macht die App zu einem nützlichen, kontinuierlichen Feedback- und Coaching-Tool.

Die Zukunft der Arbeitswelt: Homeoffice und neue Formen der Kollaboration

Mitarbeiter für sich werben lassen

Das irische Unternehmen HireUp hat sich derweil auf Mitarbeiter-Empfehlungen spezialisiert und ein spezielles Programm entwickelt. Solche Empfehlungen erreichen aus Unternehmenssicht gleich zwei Ziele: Zum einen wirkt die Ausschreibung besonders authentisch und glaubwürdig bei potenziellen Bewerbern, zum anderen stärkt es die Identifikation der eigenen Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber. Mit HireUps Lösung können Unternehmen interne Empfehlungswege implementieren, verwalten und auch automatisieren. Darüber hinaus bietet HireUp Personalabteilungen erstmalig umfassende Analysen zu jedem Teil ihres Empfehlungsprogramms, die ihnen auch dabei helfen, Angebote weiter zu verbessern.

Die Zukunft der Arbeitswelt: Homeoffice und neue Formen der Kollaboration

„Poppulo, HireUp und Tandem HR Solutions haben frühzeitig erkannt, worauf es in der Arbeitswelt von Morgen ankommt“, sagt Jane Greene, Senior Market Advisor Digital Technologies. „Ihre Lösungen richten sich gleichermaßen an Arbeitnehmer und -geber und tragen zu einer verbesserten Atmosphäre innerhalb des Unternehmens bei. Beispielhaft zeigen sie uns damit, wie praxisorientiert irische Unternehmen in diesem Bereich an neuen Lösungen feilen.“

Deutschland und die Eurozone spielen für Irlands Unternehmen in der Post-Brexit-Phase eine entscheidende Rolle. Denn direkt vor Irlands Haustür befindet sich ein bislang weitgehend ungenutzter, riesiger Absatzmarkt für innovative irische Produkte, die auch jenseits des Ärmelkanals Unternehmen konkret helfen können. Um irischen Unternehmen den Schritt nach Europa zu ermöglichen, haben Enterprise Ireland und die European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin gemeinsam das Programm „Enter the Eurozone“ ins Leben gerufen. Dieses wurde nun in der Kategorie „Ecosystem Development“ bei den diesjährigen EFMD Awards ausgezeichnet.

Das „Enter the Eurozone“-Programm richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen aus Irland, die mit Deutschland und der Eurozone handeln und dort zugleich investieren wollen. Ziel ist es, ihnen einen besseren Zugang zu verschaffen und so ihr bislang ungenutztes wirtschaftliches Potenzial auszuschöpfen. Gestartet ist das Programm mit insgesamt 19 irischen Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel Digital Marketing Services, Software-Dienstleistungen oder dem Möbelbau im Oktober 2019. Ein Drittel der Unternehmen möchte dabei in Deutschland aktiv werden.

Mit der Auszeichnung bei den EFMD Awards würdigt die Jury nun insbesondere die partnerschaftlichen Aspekte des Programms – nicht nur zwischen Enterprise Ireland und Kunden, sondern auch zwischen irischen Unternehmen und ihren europäischen Partnern.

Vergeben werden die Preise von der European Foundation for Management Development (EFMD) mit Sitz in Brüssel. Sie befasst sich mit der Akkreditierung von Business Schools und einzelnen Managementausbildungsprogrammen. Die Organisation wurde 1972 gegründet und hat über 760 Mitglieder aus den Bereichen Wirtschaft, Ausbildung und Weiterbildung sowie Consulting in 81 Ländern.

Belohnung für jahrelange harter Arbeit

Der Sieg bei den EFMD Awards ist das Ergebnis von zwei Jahren harter Arbeit vieler Teams, die auf langjähriger Erfahrung und gesammelten „Best Practices“ aufbauen, die Enterprise Ireland bei der Unterstützung von Unternehmen bei der Vermarktung hat. Julie Sinnamon, Chief Executive Officer von Enterprise Ireland, zeigt sich von der Auszeichnung begeistert: „Irische Unternehmen gehören anerkanntermaßen zu den innovativsten und flexibelsten der Welt, und es war noch nie so wichtig wie heute, dies unseren nächsten Nachbarn in der Eurozone zu beweisen. Das ,Enter the Eurozone´-Programm bietet ambitionierten Unternehmen ein strategisches Sprungbrett, um mit dem Export in diese Region zu beginnen, und ich freue mich, dass die EFMD die Errungenschaften dieser Enterprise Ireland-Initiative anerkennt.“

Vorteile und Herausforderungen beim Schritt nach Europa

Durch den Brexit und den damit verbundenen befürchteten Handelsbeschränkungen rücken für irische Unternehmen zunehmend andere Märkte in den Fokus. Um ihnen den Zugang zu diesen Märkten zu erleichtern, haben Enterprise Ireland und die ESMT Berlin das Programm „Enter the Eurozone“ gestartet. Denn den Schritt in die Eurozone zu wagen, bringt viele Vorteile mit sich – stellt für viele insbesondere mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen jedoch eine große Herausforderung dar.

So teilen sich die Länder mit dem Euro eine gemeinsame Währung. Auch die Regulierungen und Standards ähneln sich. Gleichzeitig unterscheiden sich aber Sprachen und Kulturen ebenso wie die gültigen Rechtsrahmen. Genau hier setzt das Programm von Enterprise Ireland und der ESMT Berlin an. Im Mittelpunkt stehen die konkreten Fragen und Probleme der teilnehmenden Unternehmen. Auf dieser Basis wird für jedes von ihnen eine eigene „Learning Journey“ entwickelt.

Ablauf des Programms

Es wird zunächst analysiert mit welchem Produkt oder welcher Dienstleistung das jeweilige Unternehmen auf welchem Markt erfolgreich sein kann. Danach kommen Kurse für das richtige und effiziente „Decision Making“, die Entwicklung einer Geschäftsstrategie und eines -modells sowie Vertrieb- und Verhandlungsmethoden hinzu. Am Ende des Programms haben im Idealfall alle Teilnehmer hinsichtlich des Markteintritts ein klares Konzept für das eigene Geschäft vorliegen und können ihre Ziele klar benennen sowie ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz definieren.

Patrick Stötzner, Senior Market Adviser und Munich Manger bei Enterprise Ireland, zeigt sich im Erfolg des Programms überzeugt: „Die Eurozone mit Deutschland in ihrem Zentrum ist der dynamischste und zugleich stabilste Markt der Welt – und er befindet sich direkt vor Irlands Haustür. Als größte und wichtigste Volkswirtschaft in der Eurozone spielt Deutschland für Irland eine besondere Rolle. Irische Unternehmen bieten innovative Produkte und Dienstleistungen, die auch hierzulande vielen Firmen helfen können. So sind bis heute bereits 15.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen worden und die Zahl soll in Zukunft weiter steigen.“

 

 

 

Digitale Techniken aus Irland helfen weltweit bei der Eindämmung von Covid-19

Innovative Unternehmen aus Irland nehmen den Kampf gegen das Coronavirus auf. Die Dynamik der im Zuge der Pandemie entwickelten Tools und Services ist beispiellos. Eine Reihe vielversprechender Lösungen ist bereits verfügbar, weitere stehen für den kurzfristigen Einsatz bereit.

Technik zum Nachverfolgen warnt und grenzt ein

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Tracking der Bewegungsdaten von Infizierten und ihren Kontaktpersonen ein wirkungsvolles Werkzeug, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen. Das irische Softwareentwicklungsunternehmen NearForm aus Waterford entwickelt aktuell gemeinsam mit der nationalen Gesundheitsbehörde Irlands, dem Health Service Executive (HSE), eine mobile Tracking-App, die Standort- und Infektionsdaten auswertet. Das Ziel: Über die App sollen Personen schnellstmöglich informiert werden, die mit einem positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten Kontakt hatten. So lässt sich das Virus eindämmen und die Entstehung von neuen regionalen Epizentren verhindern.

Außer dem HSE arbeitet NearForm auch mit renommierten internationalen Unternehmen wie der New York Times, Walmart oder Uber zusammen. Zuletzt wurden die NearForm -Experten von IBM zum „Call For Code“ in Genf eingeladen. Die globale Entwicklerinitiative sucht nach technischen Lösungen, die Regionen dabei helfen können, sich vor u.a. Naturkatastrophen zu schützen, auf sie zu reagieren und sich wieder von ihnen zu erholen.

Social Distancing-Regeln einhalten und Pandemie eindämmen

Neben dem digitalen Tracking ist das sogenannte Social Distancing ein effektives Mittel, um Covid-19 einzudämmen. Eine neue Lösung des irischen IoT-Experten Taoglas hilft Organisationen aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor dabei, die Regeln einzuhalten und zu kontrollieren. Die cloudbasierte Analyseplattform CROWD von Taoglas misst Verstöße, überwacht Bewegungsdaten, stellt Prognosen und kann Ansammlungen melden – sowohl drinnen als auch draußen. Taoglas arbeitet mit einem der größten irischen Krankenhäuser zusammen und bietet die Technologie bald auch für Gemeinden, Regierungen und Unternehmen sowie Organisationen des Gesundheitswesens an. Die Analyseplattform nutzt vorhandene WLAN-Systeme und erfasst anonymisierte Daten über Smartphones.

„Wir glauben, dass es in den kommenden Tagen und Monaten besonders wichtig ist, dass sich Menschen überall auf der Welt wieder sicher und ohne Angst vor Ansteckung bewegen können und die Wirtschaft wieder anläuft“, sagt Ronan Quinlan, Co-Chief Executive und Gründer von Taoglas. „Mit einem kostengünstigen Werkzeug zum Messen, Überwachen und Auswerten der Mobilität von Menschen wollen wir dazu beitragen, dass Privatpersonen und Unternehmen schnell wieder in den Alltag zurückkehren können.“

Selbstisolierung muss nicht einsam machen

Zum Alltag gehört es auch, Familie, Freunde und Kollegen zu treffen. Digitale Kommunikationsmittel lindern jetzt die Folgen des Distanzgebots, können ein echtes Zusammensein aber nicht ersetzen. Zudem setzen Videotelefonie, Streams und Messenger eine funktionierende technische Infrastruktur voraus wie eine stabile Internetverbindung, Strom und vielfach auch Telefonguthaben.

Ding, ein Anbieter zum Aufladen von Mobiltelefonen, hilft Menschen, die hier Probleme haben . Drei Viertel der fünf Milliarden Mobiltelefone weltweit sind Prepaid-Modelle, die ohne Guthaben keine Verbindung aufbauen. Ein Viertel dieser Geräte ist nach Schätzungen immer zu irgendeiner Zeit offline, bis es wieder mit Guthaben freigeschaltet wird. Ohne das können viele Menschen nur eingeschränkt mit anderen in Kontakt treten oder digitale Dienste nutzen. Im März hat Ding eine Initiative gestartet, damit Menschen auch ohne Guthaben während einer besonders kritischen Phase der Krankheitsausbreitung in Kontakt bleiben konnten.

Aktuell konzentriert sich Ding auf sein gemeinnütziges Programm „Access For Good“ in Zusammenarbeit mit „Ärzte ohne Grenzen“. Das Unternehmen spendet für jede Nutzung seiner Dienste einen Betrag im Kampf gegen Covid-19 an die NGO.

Hygiene hilft gegen das Virus

Handhygiene ist für die öffentliche Gesundheit wichtig – nicht nur in Zeiten von Covid-19. Das weiß auch das irische MedTech-Unternehmen SureWash und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen das richtige Händewaschen beizubringen. Gute Handhygiene schützt vor krankheitserregenden Keimen. Studien zeigen, dass sie bei der Vermeidung von Infektionen eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent erreichen kann. Entscheidend ist jedoch die richtige Technik. SureWash hat eine eine Augmented-Reality-Händewasch-App entwickelt, die medizinischem Fachpersonal, Patienten und Besuchern von Krankenhäusern weltweit korrekte Handhygiene vermittelt.

Die App erklärt das Händewaschen den WHO-Normen entsprechend spielerisch und anschaulich. Sie trainiert den Nutzer und gibt Feedback in Echtzeit, damit jeder die eigene Handwasch-Technik verbessern kann. Die zugrunde liegende Software stellt zudem die notwendigen Daten bereit, um den Fortschritt bei der Handhygiene zu messen und so positive Effekte zu erreichen.

Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hat SureWash seine App der Öffentlichkeit uneingeschränkt zur Verfügung gestellt.

Fakten statt Fake-News

Die irische Nachrichtenanalyseplattform NewsWhip hat sich zum gefragten Ansprechpartner für Medienorganisationen auf der ganzen Welt entwickelt, die gerade in unübersichtliche Zeiten den Überblick behalten müssen. Bei der Fülle an neuen Informationen und Entwicklungen, die weltweit rund um Covid-19 veröffentlicht werden, ist es auch für Experten eine Herausforderung, Fake-News von echten Nachrichten zu unterscheiden. Hier setzt NewsWhip an: Die Iren analysieren mithilfe spezieller Algorithmen in Echtzeit, welche Inhalte zu bestimmten Themen online kommuniziert werden und wie sie sich verbreiten. Pro Tag sind das mehrere Millionen Datenpunkte. Auf Basis dieser Daten lassen sich Prognosen darüber erstellen, welche Nachrichten zu einem konkreten Anlass wie Covid-19 geteilt und weiterverbreitet werden und welche Reaktionen sie hervorrufen. So lässt sich auch die Verbreitung von Falschmeldungen über das Virus erkennen und aktiv gegensteuern.

Nicht nur Medien, auch Unternehmen setzen auf NewsWhip. Sie müssen in Zeiten einer weltweiten Krise ihre Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen anpassen, um sichtbar zu bleiben und ihre Zielgruppe mit den passenden Botschaften zu erreichen.

Irische Unternehmen nehmen den Kampf gegen Covid-19 auf. Auf der grünen Insel, wo viele der innovativsten Medizintechnik-Unternehmen der Welt ihren Sitz haben, gibt es bereits viele Ideen und Ansätze, um dem Virus zu begegnen und seiner Herr zu werden. Ein Überblick:

Neuer Schnelltest zur Diagnose von Covid-19

Das in Dublin ansässige Unternehmen HiberGene Diagnostics entwickelt und produziert molekulardiagnostische Tests zur Feststellung von Infektionen beim Menschen. Es hat sich auf die Herstellung von höchst präzisen Schnelltestlösungen spezialisiert, die kosteneffizient und einfach zu handhaben sind. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einem neuen Schnelltest für das neuartige Coronavirus, den es nach einer klinischen Bewertung zeitnah in China, Italien und Irland auf den Markt zu bringen hofft.

Die Tests von HiberGene basieren auf nicht invasiven menschlichen Proben wie zum Beispiel Abstrichen. Da es sich bei dem Test für das neuartige Coronavirus um einen sogenannten patientennahen Test („near patient test“) handelt, werden Proben vor Ort entnommen und auch getestet, ohne dass sie an ein externes Labor geschickt werden müssen. Ziel ist es, mithilfe des Tests eine positive Covid-19-Diagnose in ca. 20 Minuten festzustellen – ein Vielfaches schneller als die derzeit schnellsten am Markt verfügbaren molekularen Diagnosetests.

Neues Protein zur Bekämpfung von Covid-19 durch Diagnose, Impfung und Forschung

Das Biotech-Unternehmen Aalto Bio Reagents hat ein neues Protein auf den Markt gebracht, das im Kampf gegen Covid-19 an drei Fronten gleichzeitig nützlich sein kann – nämlich bei der Diagnose, der Entwicklung eines Impfstoffs und der Forschung zu dem neuartigen Virus.

Ein neu rekombinantes SARS-CoV-2-Nukleokapsidprotein (Code CK 6404) von Aalto Bio Reagents steht Herstellern von diagnostischen Tests, Entwicklern von Impfstoffen sowie Forschern weltweit zur Verfügung, um die aktuelle Pandemie schnellstmöglich einzudämmen.

„Derzeit wird bei Patienten ein PCR-Test durchgeführt, um die Viruslast zu bestimmen“, erklärt Philip Noone, CEO von Aalto Bio Reagents. „Doch serologische Tests sind ebenso wichtig, um die leichten oder sogar asymptomatischen Fälle zu erkennen, die ansonsten möglicherweise unentdeckt bleiben. Sero-epidemiologische Untersuchungen, zum Beispiel diejenigen, die uns helfen sollen, die Übertragungseigenschaften und den Schweregrad von Covid-19 besser zu verstehen, sind auch von großer Bedeutung.“

„Die Medizin- und die Diagnostikbranche müssen bei Ausbrüchen wie diesem, wenn schnelle Diagnosen erforderlich sind, auf wissenschaftlich bewährte Rohstoffe zugreifen können“, ergänzt Noone. „Wir hoffen, diesen dringenden Bedarf mit unserem neuen SARS-CoV-2-Nukleokapsidprotein zu decken.

Neuer Vernebler senkt das Risiko der Übertragung von Covid-19 während einer Behandlung

Aerogen aus Galway zeigt neue, innovative Wege auf, um Menschen in Atemnot zu helfen. Über Vernebler werden Medikamente in Aerosolform verabreicht. Bislang haben mehr als neun Millionen Menschen weltweit davon profitiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verneblern verfügen die Geräte von Aerogen über einen Reihenkreislauf, sodass die Beatmung für die Medikamentengabe nicht unterbrochen werden muss. Das Managementteam des Unternehmens ist daher davon überzeugt, dass die Vernebler einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, Patienten mit Covid-19 zu helfen und zugleich die Qualität der Pflege zu gewährleisten.

Gleichzeitig verringern die Vernebler von Aerogen das Risiko für medizinisches Fachpersonal in der Akutpflege, sich bei Patienten mit infektiösen Aerosolen anzustecken. So verfügen etwa die Aerogen Solo-Geräte im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten über einen Reihenkreislauf und sind so konstruiert, dass der Medikamentenbehälter vom Atemkreislauf getrennt ist, wodurch die Verneblung kontaminierter Flüssigkeiten minimiert wird.

Luftreinigungssystem zum Abtöten luftübertragener Viren

Die vom irischen Unternehmen Novaerus entwickelte Plasmatechnologie wird bereits zur Reinigung der Luft in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen eingesetzt – unter anderem in der chinesischen Provinz Wuhan, von wo das Coronavirus seinen Ausgang nahm. Coronaviren breiten sich ähnlich wie Influenza-Keime über Tröpfchen aus, die entstehen, wenn eine infizierte Person hustet oder niest. Mithilfe der patentierten Plasmatechnologie von Novaerus werden luftübertragbare Viren abgetötet. Dazu wird Luft aus einem Raum abgesaugt und durch die patentierten Plasmaspulen geleitet, wo sie dann entkeimt wird. Am Ende dieses Prozesses hat sich das Risiko einer Kreuzinfektion deutlich verringert.

Die neueste Entwicklung in diesem Zusammenhang ist das Modell Defend 1050, eine mobile Lösung zur schnellen Bereinigung großer Bereiche und für Situationen mit hohem Infektionsrisiko. „Luftübertragung ist der am schwierigsten einzudämmende Krankheitsübertragungsweg, da wir beim Atmen wenig Schutz haben“, erklärt Dr. Kevin Devlin, CEO bei WellAir, dem irischen Mutterunternehmen von Novaerus.

Neue Augmented-Reality-App für das Händewaschen

Staatschefs weltweit weisen mit Nachdruck darauf hin, dass das richtige Händewaschen die Hauptwaffe im Kampf gegen Covid-19 ist. Die Eindämmung des Virus hängt davon ab, wie oft und wie gut wir das tun. Viele Menschen auf der ganzen Welt sind sich dessen aber nicht bewusst oder wissen gar nicht, wie wichtig das gründliche Waschen der Hände ist.

SureWash ist eine Augmented-Reality-Händewasch-App, die entwickelt wurde, um medizinisches Fachpersonal, Patienten und Besucher von Gesundheitseinrichtungen weltweit in der Handhygiene zu schulen.

Die App will auf unterhaltsame Weise die Handhygienevorgaben der WHO vermitteln und die Nutzer zum Mitmachen animieren. Durch das Echtzeit-Feedback hilft sie Nutzern dabei, ihr Handwasch-Verhalten nachhaltig zu verbessern. Die dahinterliegende Software stellt geschultem Infektionskontrollpersonal die notwendigen Daten bereit, um den Fortschritt bei der Handhygiene zu überwachen und das Verhalten entsprechend zu verbessern.

Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hat das Unternehmen seine App nun für die Öffentlichkeit bereitgestellt, sodass jeder seinen Beitrag leisten und seine Handhygiene auf den Prüfstand stellen kann.

Neues Covid-19-Online-Portal bietet Hausärzten die Möglichkeit, Patienten aus der Ferne zu behandeln

Wellola aus Dublin, ein Entwickler von Patientenportalen, ist dem Aufruf der nationalen irischen Gesundheitsbehörde HSE zur Eindämmung der Corona-Pandemie gefolgt und hat ein neues sicheres Kommunikationsportal für Ärzte und medizinische Erstversorger entwickelt.

Das HSE Covid-19 Portal ist ein anwenderfreundliches digitales Tool zur Optimierung der Sicherheit von Ärzten und Patienten. Mithilfe der App können Patienten von medizinischem Fachpersonal über größere Distanzen hinweg behandelt werden, sodass sie sich nicht der Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19 aussetzen. Das Portal können Hausärzte und medizinische Erstversorger dafür nutzen, den Patienten eine Vielzahl an Leistungen anzubieten, die die Behandlung auch aus der Ferne sicherstellt, etwa eine Online-Terminvereinbarung, eine Videoberatung, sichere Nachrichtenübertragung und das Ausfüllen von Formularen. Die Covid-19-App basiert auf einer bewährten Technologie, die zuvor von Wellola entwickelt und getestet wurde, sodass sie bereits vier Tage nach dem Aufruf der HSE für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden konnte.

Zudem wurde angesichts des weltweiten Mangels an lebensrettenden Beatmungsgeräten eine internationale Initiative unter dem Namen Open Ventilator Project auf Facebook ins Leben gerufen, um ein Beatmungsgerät mit einem 3D-Drucker zu entwerfen und nachzubauen.

In Irland wurde das Projekt von Colin Keogh von Sapien Innovation angeführt, einem auf angewandte Innovation, Kreativität und Design Thinking-Dienste spezialisierten Unternehmen. Innerhalb einer Woche wurde ein Prototyp erstellt, von dem die Beteiligten hoffen, dass er von den Gesundheitsbehörden Irlands für den Einsatz im Kampf gegen Covid-19 zugelassen wird.

Wie Datenverarbeitung und Personalisierung die Zufriedenheit von Kunden im Reisesektor erhöhen

Die Deutschen reisen viel und gerne. Im internationalen Vergleich fahren nur US-Amerikaner und Chinesen häufiger in den Urlaub. Eine von Enterprise Ireland in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigt nun, dass viele Reisende unzufrieden sind mit der digitalen Infrastruktur, die ihnen bei der Reisebuchung angeboten wird. So sind 73 Prozent der Bundesbürger der Meinung, zu viele Websites und mobile Applikationen nutzen zu müssen, um alle nötigen Informationen zu erhalten. Fluggesellschaften und Hotels sind gefragt, hier die Kundenzufriedenheit zu steigern und sich so einen Vorteil im hart umkämpften Reisemarkt zu sichern.

Reisende wünschen sich einfachere Planung und personalisierte Angebote

Die internationale Umfrage zeigt: Knapp die Hälfte aller Flugreisenden weltweit beklagt den hohen Zeitaufwand, der bei der Buchung von Flügen entsteht. Die Deutschen zeigen sich in dieser Frage besonders unzufrieden. 61 Prozent von ihnen geben an, zu viel Zeit für die Flugbuchung und -planung investieren zu müssen.

Ähnlich problematisch stellt sich die Hotelreservierung für die Befragten dar: 44 Prozent der Deutschen geben an, zu viel Zeit für die Planung und Buchung einer Hotelreservierung zu benötigen.

Luft nach oben gibt es für die Befragten in Deutschland auch beim personalisierten Angebot: Rund 70 Prozent wünschen sich personalisierte Angebote von Reiseanbietern und 75 Prozent wären bereit, ihre persönlichen Daten zu teilen, wenn sie dadurch Geld sparen können oder sich die Qualität der Reisen verbessert.

Obwohl der Reisesektor im Bereich des Ecommerce eine Pionierstellung einnimmt, scheint er die Wünsche seiner Kunden noch nicht in Gänze erkannt zu haben. Lediglich 20 Prozent der Befragten gab in der Befragung an, Reise-Angebote erhalten zu haben, die ihre Interessen, ihr individuelles Reiseverhalten oder ihre derzeitige Lebensphase berücksichtigen.

Innovative TravelTech-Lösungen für gesteigerte Kundenzufriedenheit

Fluggesellschaften und Hotels sind nun gefragt, daraus die richtigen Schlüsse für sich zu ziehen und ihre Chancen zu ergreifen, um sich im Wettbewerb behaupten zu können, zum Beispiel indem sie ihre digitalen Kanäle attraktiver gestalten.

Vorreiter in diesem Bereich sind irische Unternehmen aus dem Bereich TravelTech, auf deren Expertise immer mehr globale Reiseanbieter zurückgreifen – etwa auf die von CarCrawler aus Dublin. Die irische B2B TravelTech-Plattform stellt die Technologie für Fluggesellschaften zur Verfügung, die an mehr als 50.000 Standorten in 174 Ländern Mietwagen, private Flughafen-Transfers und On-Demand-Ride-Hailing-Dienste anbieten. Durch die Zusammenarbeit mit mehr als 100 Fluggesellschaften erweitert CarTrawler das Angebot für Kunden und erhöht so ihre Zufriedenheit. Reiseplanung aus einer Hand lautet das Prinzip. Kundendaten sind das Herzstück dieses Geschäftsmodells: Sie werden effektiv genutzt, um kontinuierlich das Angebot an die veränderten Vorlieben der Kunden anzupassen. Der Erfolg spricht für sich: Im ersten Jahr der Zusammenarbeit von CarTrawler mit den Fluggesellschaften SWISS und Vueling konnten beide ihre Mietwagenkonversion um 151 Prozent bzw. 298 Prozent steigern.

Zwei weitere irische Unternehmen, die mit ihren innovativen Lösungen die internationale Reisebranche auf sich aufmerksam gemacht haben, sind die TravelTech-Pioniere Hostelworld und Boxever. Hostelworld hilft Hostels weltweit mit ihrer Software dabei, Buchungen und Reservierungen zu verwalten und aus den generierten Daten Zusatzangebote für die Nutzer zu erstellen. Unterm Strich lassen sich so die Betriebskosten senken und zugleich die Kundenzufriedenheit erhöhen. Boxever ermöglicht es Fluggesellschaften wie Emirates oder Ryanair mithilfe von künstlicher Intelligenz und Machine Learning  Daten effektiver zu nutzen und daraus personalisierte Angebote für ihre Kunden zu generieren, die ihre Interessen und Vorlieben bestmöglich abdecken.

Die Nachfrage steigt zunehmend

Die Umfrage zeigt, dass innovative und passende Lösungen im Reisesektor gefragt sind. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wird zunehmend auf die TravelTech-Unternehmen aus Irland zurückgegriffen. Dies zeigt sich auch aus den gesteigerten Umsätzen aus diesem Bereich. 2018 erwirtschafteten diese mehr als 500.000 Millionen Euro Jahresumsatz.

Die vollständige Umfrage mit allen Ergbnissen können Sie sich hier in Form des gerade erschienen TravelTech Whitepapers von Enterprise Ireland herunterladen.

Enterprise Ireland, die irische Agentur für Handel und Innovation, ist laut einer neu veröffentlichten Rangliste von PitchBook der weltweit zweitaktivste Investor für Anschubfinanzierung.

In der Rangliste der aktivsten globalen Investoren nach Anzahl der Venture-Capital(VC)-Investitionen belegte Enterprise Ireland mit 200 Investitionen im Jahr 2019 den zweiten Platz weltweit und den ersten Platz in Europa. Der weltweit aktivste Investor, mit 285 Investitionen, war 500 Startups, ein in Kalifornien ansässiger VC- und Anschubinvestor für Unternehmen im Frühstadium.

Engagement für Vorreiter

„Als irische Regierungsbehörde für Handel und Innovation sind wir bestens dafür gerüstet, in irische Startups zu investieren, die zu den innovativsten und dynamischsten in Europa gehören‟, sagt Leo McAdams, Leiter der Investment Services Division von Enterprise Ireland.

„Unser Ziel ist es, Unternehmen auf jeder Etappe ihres Weges zu unterstützen – vom ganz jungen Startup über die Anschubfinanzierung bis hin zur Skalierung – wobei wir Wert darauf legen, sie branchenübergreifend mit internationalen Kunden in Kontakt zu bringen.‟

„Wir investieren nicht nur direkt in Unternehmen, sondern auch in Venture-Capital-Fonds, sodass diese ebenfalls innovative irische Unternehmen mit hoher Wachstumsrate und internationalem Skalierungspotenzial unterstützen können. Zudem unterstützen wir ein Netzwerk, das Verbindungen zwischen Business Angels und jungen irischen Unternehmen fördert und so beträchtliche Investitionsmöglichkeiten schafft‟, erläutert Leo McAdams.

Weltweiter Zugang zum „irischen Vorteil‟

Mit 40 Büros weltweit verfolgt Enterprise Ireland das Ziel, erfolgreiche, langfristige Geschäftsbeziehungen zwischen internationalen Unternehmen und irischen Partnerfirmen aufzubauen, die ausnahmslos international ausgerichtet sind.

Sie alle entstammen dem irischen Unternehmergeist und wachsen gemeinsam mit globalen Schwergewichten in den Bereichen Technologie, Biowissenschaften und Finanzdienstleistungen, die in Irland ansässig sind. Sie entsprechen den Standards dieser globalen Marktführer und profitieren zudem von der Unterstützung einer Forschungs- und Entwicklungslandschaft von Weltklasse. Die Kombination all dieser Eigenschaften ergibt den „irischen Vorteil‟.

Rekordumsätze in verschiedenen Sektoren

Und wir können in mehreren Sektoren beobachten, wie dieser irische Vorteil zum Tragen kommt, indem nämlich irische Unternehmen internationale Rekordumsätze erzielen. Nehmen wir zum Beispiel die Technologie in der Reisebranche. Es mag Ihnen nicht bewusst sein, doch jedes Mal, wenn Sie ins Ausland reisen, treffen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf erstklassige irische Innovationen.

Sie haben eine maßgeschneiderte E-Mail von Ihrer Fluggesellschaft erhalten? Diese stammt wahrscheinlich von Boxever. Das Unternehmen bietet Personalisierung mithilfe von künstlicher Intelligenz an. Sie haben auf der Website der Fluggesellschaft ein Auto gemietet? Die Transaktion wurde ziemlich sicher von CarTrawler, einer führenden Reisetechnologieplattform, bereitgestellt. Und wenn Sie sich ein Top-Mietwagenmodell gönnen, stammen dessen digitale Konnektivitätsmöglichkeiten wahrscheinlich von Cubic Telecom.

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Diese Unternehmen stammen nicht nur alle aus Irland, sie haben auch alle zu kritischen Zeitpunkten von Investitionen oder anderweitiger Unterstützung durch Enterprise Ireland profitiert – genau wie viele andere irische Unternehmen, die mittlerweile weltweite Marktführer sind.

Innovation und Partnerschaft fördern

In vielen Sektoren wie der Medizintechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik und neu entstehenden Technologiebereichen treiben irische Unternehmen Innovationen voran und liefern Kunden rund um den Globus Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik.

Enterprise Ireland hat sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen, die kreative Lösungen benötigen, mit irischen Unternehmen zusammenzubringen, die hochmoderne Produkte und Dienstleistungen anbieten, und somit den internationalen Partnern den Zugang zu irischem Innovationsgeist zu ermöglichen.

Die Deutschen reisen gern und viel. Dabei ist immer häufiger Irland das Ziel. Die grüne Insel erfreut sich unter deutschen Reisenden großer Beliebtheit. So sind im Jahr 2018 die meisten europäischen Touristen in Irland aus Deutschland gekommen. Dazu passt, dass irische Unternehmen den digitalen Wandel im Reisesektor durch innovative Lösungen vorantreiben, die alle eines eint: Urlaubern das Planen und Reisen so angenehm wie möglich zu machen und zugleich Reiseanbietern dabei zu helfen zu verstehen, was ihre Kunden sich wünschen.

Enterprise Ireland hat für 2020 fünf Trends im Bereich TravelTech identifiziert, die das Potenzial haben, die Reisebranche nachhaltig zu verändern.

  1. Tech-Giganten haben den Reisesektor im Blick

Eine Mehrheit der Kunden ist im weltweiten Vergleich mit dem Buchungsprozess von Reisen unzufrieden. Ein Grund dafür: Ihrer Meinung nach müssen sie zu viele Webseiten besuchen, um geeignete Reiseangebote zu finden, die für sie relevant sind. Das haben nun auch Tech-Giganten wie Amazon und Google erkannt, die über viel Erfahrung kundenzentrierten Abläufen und personalisierten Services verfügen.

So testest Amazon im Rahmen einer Partnerschaft mit der indischen Bus-Ticketing-Plattform Redbus einen neuen und eigenen Service für Reisebuchungen. Google arbeitet derweil daran, die Sehnsüchte potenzieller Urlauber und mithilfe von zahlreichen Datensätzen ideale Reiseangebote zu gestalten. Ob sich die Tech-Giganten langfristig im Reisegeschäft halten können, wird die Zukunft zeigen. Eins ist aber bereits jetzt sicher: Da Amazon, Google und Co. viel in den Bereich TravelTech investieren, treiben sie den Fortschritt ihn ihm an.

  1. Airbnb steigt tiefer in den Reisesektor ein

Es gibt keinen Zweifel daran, dass für Airbnb mit seinem geplanten Börsengang im dritten Quartal 2020 ein großes Jahr bevorsteht. An der Börse angekommen, dürfte sich auch die Frage nach zusätzlichen Einnahmequellen stellen. Airbnb dürfte daher seinen Leistungskatalog ausweiten, bspw. durch das Angebot von Flügen und anderen Services. Investoren und Reisende, die von einer einfachen und nahtlosen Urlaubsplanung profitieren werden, werden sich freuen. Spannend wird darüber hinaus sein, wie sich andere Online-Portale, wie etwa Expedia und Booking verhalten und vielleicht sogar neu erfinden werden, um den Anschluss nicht zu verlieren – Fusionen nicht ausgeschlossen.

  1. Deep Tech beschleunigt den Wandel

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Deep Learning wirbeln etablierte Geschäftsmodelle aller Wirtschaftszweige durcheinander. Auch die Reisebranche kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Viele Anbieter nutzen noch veraltete IT-Systeme, die das eigene Wachstum bremsen. Zugleich schrecken viele davor zurück, die notwendigen Investitionen in neue Software zu tätigen – sei es aus Sorge um die vermeintlich hohen Kosten oder weil sich alte und neue Systeme nur schwer integrieren lassen. Mittlerweile gibt es jedoch Anbieter innovativer Lösungen, unter anderem aus Irland, mit deren Hilfe die bestehenden System umgangen werden können und die Unternehmen so doch die Vorteile neuer TravelTech-Technologien zu nutzen, die das Kundenengagement, die Kosteneinsparungen und die Rentabilität vorantreiben.

  1. Zusatzservices lohnen sich

Die irische B2B TravelTech-Plattform CarTrawler hat erst kürzlich dargelegt, wie Zusatzservices, etwa das Vermieten von Autos, die Bilanzen von Fluggesellschaften weltweit aufgebessert haben. Diese Zusatzservices tragen mittlerweile fast elf Prozent zu den Gesamteinnahmen bei. Andere Reiseunternehmen sollten sich daran ein Beispiel nehmen und auch ihren Service um weitere Angebote ergänzen. Ein vergrößertes Produkt- und Serviceangebot ermöglicht potenziellen Kunden erst eine nahtlose Buchung und erhöht so die Kundenzufriedenheit, da sie nicht mehr bei verschiedenen Anbietern die für sich besten Angebote mühsam zusammentragen müssen.

  1. Der Kunde wird endlich König

Aufgrund des großen Wettbewerbs und der zahlreichen und ständig wachsenden Angebote auf dem Markt werden Kunden zukünftig bei Anbietern buchen, die ihnen die beste Kundenerfahrung bieten. Das heißt, dass ihnen ein nahtloser Buchungsprozess mit für sie interessanten Angeboten geboten werden muss. Reine Transaktion war gestern, die Zukunft heißt Interaktion! Customer First-Ansätze sollten für alle Reiseanbieter Standard sein, nur so können Sie die Loyalität ihrer Kunden langfristig gewinnen. Dazu gehören auch Gratisangebote, Rund-um-die-Uhr-Kundenservice sowie personalisierte Dienstleistungen.

Innovationen made in Ireland – mitten in München. Mit der Eröffnung seines zweiten Büros in Deutschland unterstreicht Enterprise Ireland die Schaffenskraft irischer Unternehmen und betont zugleich die Bedeutung der deutsch-irischen Beziehungen in Zeiten des Brexit. Zentral gelegen an der Ludwigstraße 8 und in direkter Nähe zum Hofgarten soll das neue Büro die deutsch-irischen Beziehungen in München und Süddeutschland vertiefen und weiter ausbauen.

Eröffnet wurde die neue Repräsentanz von der irischen Ministerin für Wirtschaft und Innovation, Heather Humphreys, Bayerns stellvertretendem Wirtschaftsminister, Roland Weigert, sowie dem Wirtschaftsreferenten der Stadt München, Clemens Baumgärtner.

In ihrer Eröffnungsrede hob Ministerin Humphreys die Bedeutung der deutsch-irischen Beziehungen in Zeiten des Brexits hervor: „Die Eröffnung des zweiten deutschen Büros von Enterprise Ireland in München spiegelt das Engagement der irischen Regierung wider, unsere Beziehungen noch weiter zu stärken, so dass beide Seiten profitieren.”

Staatssekretär Weigert betonte in seiner Ansprache die Bedeutung irischer Unternehmen für die Region: „15.000 Arbeitsplätze haben irische Unternehmen in den vergangenen Jahren in Deutschland bereits geschaffen, allein 2.500 davon in Bayern. Wir wünschen uns noch mehr irische Innovationen und Investitionen und freuen uns, dass der Grundstein dafür heute gelegt wurde.”

Investitionen irischer Unternehmen in Deutschland steigen

Die Bundesrepublik ist Irlands wichtigster Handelspartner innerhalb der Eurozone. Irische Unternehmen haben schon viel in für die deutsche Wirtschaft wichtige Schlüsselbranchen und Sektoren investiert, wie den High-Tech-Bau, die Agrartechnik, Life Sciences, digitale Technologien, den Bereich Druck und Verpackung und die Automobilindustrie – und wollen dies auch in Zukunft tun. So verkündeten gleich vier Unternehmen von der grünen Insel im Rahmen der Eröffnung neue Investitionen und Kooperationen in Deutschland:

So investiert Perigord Life Science Solutions in die Gründung seines vierten „Global Centre of Creative and Packaging Excellence” in Waldkirch bei Freiburg. Möglich ist dies durch eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen Faller Packaging. Perigord plant, die eigene Mitarbeiterzahl und Präsenz in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen.

Meetingsbooker.com, ein Anbieter von Online-Buchungen von Tagungsräumen, schließt sich mit der dfv Mediengruppe zusammen. Im Januar 2020 startet die neue Buchungsplattform für Tagungen und Konferenzen in Deutschland.

Der weltweit führende Hersteller von Melk- und Stalleinrichtungen, Dairymaster aus Causeway, kündigte den Ausbau seines bayerischen Händlernetzes an, der durch eine Partnerschaft mit der Probst Agrartechnik GmbH und der Peter Schuster Melktechnik GmbH realisiert wird.

Das Unternehmen Dennison Trailers, Hersteller von hochwertigen Nutzfahrzeugen aus dem ostirischen Naas, gab bekannt, dass es 21 Spezialfahrgestelle an das Leutkircher Logistikunternehmen Thiedmann verkauft hat.

Irische Unternehmen zeigen, was sie können

Neben den Ankündigungen über neue Investitionen konnten sich die Gäste bei der Eröffnung vor Ort auch über die Erfolge bereits bestehender deutsch-irischer Kooperationen informieren.

So arbeitet Cubic Telecom seit diesem Jahr mit dem deutschen Elektrofahrzeughersteller e.GO zusammen. Der führende irische Anbieter von Connectivity Management-Systemen für die Automobil- und IoT-Industrie betreut auch mehrere andere deutsche Automobilkunden, wie Audi, Porsche und Volkswagen. Mit der Konnektivität auf Basis der PACE-Plattform von Cubic Telecom versorgt die Lösung weltweit über 2,5 Millionen vernetzte Fahrzeuge. Das Kernnetz von Cubic Telecom umfasst mehr als 180 Länder und Partnerschaften mit über 75 Mobilfunkbetreiber.

Taoglas ist ein führender Entwickler und Hersteller von Kommunikationsantennen für den globalen IoT-Markt. Die Antennen kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz, wie etwa Automotive, Smart Energy, Smart Cities, Präzisionslandwirtschaft oder Healthcare. Das Unternehmen aus Dublin hat sich vom Komponentenlieferanten zum Komplettanbieter für das IoT der nächsten Generation entwickelt und verfügt über ein voll ausgestattetes Design-, Support- und Testzentrum in München.

Als Irlands größter Personaldienstleister vermittelt Cpl seit 28 Jahren Spezialisten in allen Bereichen – von der Pharma- bis zur Fondsbranche. Auch für die vom Fachkräftemangel betroffene deutsche Wirtschaft liefert Cpl erfolgreich Talente.

Außerdem bietet DX Compliance Solutions eine Software zur Überwachung von Geldwäschetransaktionen für B2B-Zahlungsunternehmen und Banken. In Deutschland betreiben die Iren Büros in Hamburg und München, von wo aus sie Kunden in ganz Deutschland betreuen. Im kommenden Jahr soll das Geschäft in Deutschland weiter ausgebaut werden. DX Compliance ist das einzige Unternehmen, das eine Schnittstelle zwischen dem System und dem Suspicious Activity Reporting Tool (GoAML) anbietet. Dies reduziert das Risiko von menschlichen Fehlern und einem SAR Backlog deutlich.

Deutsch-Irische Erfolgsgeschichte geht weiter

Die Bedeutung und der Umfang der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Irland werden in Zukunft zunehmen. Der Brexit und ungelöste globale Handelskonflikte machen Investitionen und den Warenaustausch zwischen den beiden Ländern besonders attraktiv. Dies unterstrich auch Eddie Goowdin, Manager Deutschland, Schweiz und Österreich bei Enterprise Ireland, in seinem Eröffnungs-Statement: „Deutschland ist unser wichtigster Handelspartner in der Eurozone und in der Zeit nach dem Brexit wird dies weiter an Bedeutung gewinnen, da wir irische Unternehmen vermehrt ermutigen, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren und zu expandieren, um mehr zusammenzuarbeiten und Beschäftigung nach Deutschland zu bringen.”

„Mein Herz schlägt für Irland“ – oder besser: „Mein Herz schlägt dank Irland“. Denn 80 Prozent aller Stents stammen mittlerweile von der grünen Insel. Irland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der führenden Medtech-Standorte weltweit gemausert. Heute befinden sich dort 18 der 25 weltweit führenden Hersteller von Medizintechnik. Aber nicht nur Herz- und Gefäßkranke können sich auf die Erfahrung und Innovationskraft irischer Medtech-Experten verlassen: Mittlerweile kommen auch 75 Prozent der orthopädischen Knieprodukte und 50 Prozent der Beatmungsgeräte aus Irland. Kein Wunder also, dass die grüne Insel heute der zweitgrößte europäische Exporteur von Medizintechnik ist und komplexe Technologien, Produkte und Dienstleistungen für den Gesundheitssektor auch deutschen Unternehmen anbietet.

Doch was macht Medizintechnik made in Ireland so erfolgreich? Das Geheimrezept besteht aus der Kombination von Erfolgsgeschichte und Zukunftsdenken. Irlands Entwicklung zu einem der wichtigsten und weltweit anerkannten Kompetenzzentren der Medizintechnik basiert auf einer erfolgreichen Kollaboration: Industrie, Wissenschaft und staatlich geförderte Forschungszentren arbeiten wirksam zusammen und garantieren so höchste Qualitätsstandards.

Vom 18. bis 21. November kann sich jeder selbst davon überzeugen: Auf der Medica in Düsseldorf, der weltweit führenden Fachmesse für Gesundheitsthemen, präsentieren erfolgreiche irische Anbieter ihre neuen Entwicklungen. Zu finden sind sie in Halle 16 am Gemeinschaftstand A48 von Enterprise Ireland. Die Unternehmen zeigen vor Ort, wie Medtech-Hersteller und -Anwender von verlässlichen und agilen Partnern mit hochwertigen Services, fundiertem Knowhow sowie umfassender Erfahrung bei der Entwicklung komplexer Produkte profitieren.

Hohe Produktqualität und umfassende Services

Key Plastics, aus dem irischen County Wicklow, produziert individuelle Spritzgusslösungen im Metall- und Kunststoff-Bereich, unter anderem für Kunden aus der Medizintechnikbranche. Auf der Messe stellt der Medtech-Experte erstmals in Deutschland den Umbifunnel vor – ein neuartiges Gerät zur Entnahme von Nabelschnurblut. Ohne den Einsatz von Nadeln oder Spritzen wird das Blut gesammelt und etwa zur Bestimmung der Blutgruppe, für Gentests oder für Screenings auf eine mögliche Gerinnungsstörung genutzt. Der Umbifunnel ist deutlich verlässlicher als herkömmliche Methoden und senkt zudem die Gefahr von Infektionen durch Nadelstichverletzungen.

Advant Medical ist ein globaler Anbieter für Lösungen zur Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten der Klassen I, II und III. Das Kerngeschäft des Unternehmens umfasst die Segmente Additive Manufacturing (3D-Druck), Spritzguss- sowie Verpackungslösungen für Medizinprodukte. Ein fortschrittlicher Ansatz für Produktdesign, -entwicklung und -vermarktung gepaart mit integrierten Services rund um Fertigung und Qualitätsmanagement charakterisieren das Portfolio des Unternehmen.

Das erste und einzige wissenschaftlich geprüfte System zur luftbasierten Infektionskontrolle wurde von Novaerus entwickelt. Durch das klinisch getestete und patentierte „Air Plasma Field“ vernichten die Geräte des Herstellers unverzüglich Viren, Bakterien, flüchtige organische Verbindungen sowie Gerüche in der Luft. Die nicht-chemischen Luftdesinfektionseinheiten sind für die schnelle Beseitigung von Erregern an Orten mit hohem Infektionsrisiko konzipiert – dazu zählen Operationssäle, Intensivstationen und Notaufnahmen.

Fleming Medical bietet ein breites Sortiment an medizinischen Geräten, Diagnostikhilfen und medizinischem Verbrauchsmaterial für Krankenhäuser, Pflegeheime, Hausarztpraxen, Notfalldienste sowie Einrichtungen der Grund- und Gemeindepflege. Das Unternehmen ist damit ein idealer Partner hinsichtlich der Patientenversorgung. Darüber hinaus liefert der irische Hersteller eine umfangreiche Auswahl an OTC-Waren an Apotheken und Großhändler im In- und Ausland. Neben der hochwertigen Produktpalette umfasst das Leistungspaket auch Schulungen für Apothekenmitarbeite sowie Services und Wartungen.

Lösungen mit Anwenderbezug und dem Blick für Details

Profilo Smart unterstützt Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, mit Lösungen, die einem Grundgedanken folgen: Die Umwelt sollte sich an den Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Die Produkte des Herstellers werden im Bad-, Waschbecken-, Dusch- und Toilettenbereich angewendet.

Habitus Posture präsentiert den ersten klinisch getesteten Haltungssensor auf dem Markt. Die Mobile App und das Corporate Dashboard ermöglichen es, eine schlechte Körperhaltung aufseiten der Nutzer zu korrigieren und die damit verbundenen Gesundheitsbeschwerden zu verringern.

Eine Einführung in den irischen Medtech-Sektor erhalten Sie hier.

Irische Unternehmen der Branche zeigen sich auf der weltgrößten Pharmamesse

Klein, aber oho: Irland hat mit einer Bevölkerung von 4,5 Millionen nur wenig mehr Einwohner als Rom; die grüne Insel hat sich nichtsdestotrotz zu einem der führenden Standorte für die Pharmaindustrie weltweit entwickelt. Zehn der Zehn weltweit größten Pharmakonzerne verfügen über eine Produktionsstätte in Irland. Auch in Sachen Exporte stehen die Iren anderen Ländern in nichts nach: Auf den größten Nettoexporteur von Arzneimitteln in der EU entfallen 50 Prozent aller Exporte. Ein Erfolg, der sich sehen lassen kann! –auf der weltweit größten Pharmamesse, der CPhI Worldwide 2019, die vom 5. bis 7. November in Frankfurt am Main stattfindet, präsentieren sich am „Irland-Pavillion“ 80N80 von Enterprise Ireland irische Firmen mit ihren Produkt- und Dienstleistungsangeboten.

An dem Stand können sich Pharma- und Chemieunternehmen zum Beispiel über e-ConnX von EviView informieren. Mit der Software lässt sich das Lean Management von Firmen optimieren. Die Technologie wird kontinuierlich weiterentwickelt und lässt nun auch das Management der Gesamtanlagen-effektivität und Ressourcenplanung sowie ‑terminierung zu. EviView hat bereits eine starke Präsenz in Polen und konzentriert sich aktuell auf die Märkte Deutschland, Tschechien und Schweiz.

Außerdem vertreten ist FivePharma, ein internationaler Dienstleister für die Pharmaindustrie und das Gesundheitswesen. Die Kerndienstleistungen liegen in den Bereichen Auditing, Training, Beratung und Regulierung. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Leistungen in der EU an, wie beispielsweise den Qualified Person Service und unterstützt seine Kunden beim Import von Prüfpräperaten und zugelassenen Medikamenten.

Irische Zulieferer von Medizinprodukten

Der globale Zulieferer A&C produziert Arzneiträgerstoffe, Puffer, Prozesslösungen und ausgewählte Arzneistoffe für die Pharmaindustrie. A&C bietet seinen Kunden aus den Segmenten Pharmazie und Biopharmazie eine Reihe von Dienstleistungen und individuellen Services. So entwickelt das Unternehmen zum Beispiel Inhaltsstoffe, stellt Produkte her und verpackt diese anschließend. Aus dem neuen und hochmodernen Werk in Irland kommen unter anderem Reinigungslösungen und Wasser für Injektionen.

Micro-Bio ist ein GMP-Hersteller von hochreinen, multikompendialen Natriumhydroxid- und Salzsäurelösungen. Als Primärhersteller, der Membranzellenelektrolyse einsetzt, hat das Unternehmen mit Sitz in Fermoy die volle Transparenz der Lieferkette bis zu seinen Kunden. Der Qualitätsanspruch und Kundenservice der Firma sowie das erweiterte Angebot, das seit kurzem auch Lösungen in der Konzentration von bis zu 50 Prozent umfasst, macht die Firma zu einem geschätzten Partner in der Biopharmaindustrie in Irland und international.

TopChem Pharmaceuticals hat sich auf die Herstellung des Arzneimittels Bretylium Tosylate spezialisiert und ist dessen exklusiver Lieferant. Das Medikament ist für die Behandlung von lebensbedrohlichen ventrikulären Arrhythmien gedacht, die auf eine Erstbehandlung nicht ansprechen. Bretylium Tosylate hat jüngst die US-Zulassung erhalten.

Optimiertes Supply Chain Management

Die National Chemical Company hat über 50 Jahre Erfahrung bei der Beschaffung und Lieferung von pharmazeutischen Rohstoffen. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Lieferkette hinsichtlich der Entwicklung von Arzneistoffen und Medikamenten zu optimieren. Die National Chemical Company ist Mitglied von PlusChem, einem internationalen Netzwerk von Distributoren, die sich insbesondere auf Spezial- und Feinchemikalien spezialisiert haben.

Durch die Digitalisierung der Lieferkette will Perigord die Unternehmen seiner weltweiten Kunden transformieren. Von den Standorten in Europa (Irland und Deutschland), Nordamerika, Asien und Neuseeland aus unterstützt Perigord Life Science-Unternehmen bei der Konzeption, Verwaltung und Bereitstellung ihrer Verpackungen, Marketingkommunikation und digitaler Assets.

Pflegeprodukte aus Irland

In einer vollintegrierten Produktionsstätte in Dundalk im nördlichen Irland stellt Ovelle Pharmaceuticals spezielle dermatologische Hautpflegeprodukte her. Der führende Anbieter in dem Segment ist unter anderem durch seine Marken Ovelle und Elave bekannt. Das Portfolio umfasst Pflegeprodukte für Babyhaut und Gesicht, Sonnenschutz-Produkte und Emollientia sowie pharmazeutische Präparate.

Neueste Technologie, höchste Qualität und irische Geselligkeit

Besuchen Sie den „Irland-Pavillon“ 80N80 während der CPhI Worldwide 2019. Dort erfahren Sie wie Sie von der Expertise irischer Pharmaunternehmen profitieren können. Sie erhalten außerdem eine Einladung zu einem irischen Abend inklusive landestypischer Getränke und Musik.