„Mein Herz schlägt für Irland“ – oder besser: „Mein Herz schlägt dank Irland“. Denn 80 Prozent aller Stents stammen mittlerweile von der grünen Insel. Irland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der führenden Medtech-Standorte weltweit gemausert. Heute befinden sich dort 18 der 25 weltweit führenden Hersteller von Medizintechnik. Aber nicht nur Herz- und Gefäßkranke können sich auf die Erfahrung und Innovationskraft irischer Medtech-Experten verlassen: Mittlerweile kommen auch 75 Prozent der orthopädischen Knieprodukte und 50 Prozent der Beatmungsgeräte aus Irland. Kein Wunder also, dass die grüne Insel heute der zweitgrößte europäische Exporteur von Medizintechnik ist und komplexe Technologien, Produkte und Dienstleistungen für den Gesundheitssektor auch deutschen Unternehmen anbietet.

Doch was macht Medizintechnik made in Ireland so erfolgreich? Das Geheimrezept besteht aus der Kombination von Erfolgsgeschichte und Zukunftsdenken. Irlands Entwicklung zu einem der wichtigsten und weltweit anerkannten Kompetenzzentren der Medizintechnik basiert auf einer erfolgreichen Kollaboration: Industrie, Wissenschaft und staatlich geförderte Forschungszentren arbeiten wirksam zusammen und garantieren so höchste Qualitätsstandards.

Vom 18. bis 21. November kann sich jeder selbst davon überzeugen: Auf der Medica in Düsseldorf, der weltweit führenden Fachmesse für Gesundheitsthemen, präsentieren erfolgreiche irische Anbieter ihre neuen Entwicklungen. Zu finden sind sie in Halle 16 am Gemeinschaftstand A48 von Enterprise Ireland. Die Unternehmen zeigen vor Ort, wie Medtech-Hersteller und -Anwender von verlässlichen und agilen Partnern mit hochwertigen Services, fundiertem Knowhow sowie umfassender Erfahrung bei der Entwicklung komplexer Produkte profitieren.

Hohe Produktqualität und umfassende Services

Key Plastics, aus dem irischen County Wicklow, produziert individuelle Spritzgusslösungen im Metall- und Kunststoff-Bereich, unter anderem für Kunden aus der Medizintechnikbranche. Auf der Messe stellt der Medtech-Experte erstmals in Deutschland den Umbifunnel vor – ein neuartiges Gerät zur Entnahme von Nabelschnurblut. Ohne den Einsatz von Nadeln oder Spritzen wird das Blut gesammelt und etwa zur Bestimmung der Blutgruppe, für Gentests oder für Screenings auf eine mögliche Gerinnungsstörung genutzt. Der Umbifunnel ist deutlich verlässlicher als herkömmliche Methoden und senkt zudem die Gefahr von Infektionen durch Nadelstichverletzungen.

Advant Medical ist ein globaler Anbieter für Lösungen zur Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten der Klassen I, II und III. Das Kerngeschäft des Unternehmens umfasst die Segmente Additive Manufacturing (3D-Druck), Spritzguss- sowie Verpackungslösungen für Medizinprodukte. Ein fortschrittlicher Ansatz für Produktdesign, -entwicklung und -vermarktung gepaart mit integrierten Services rund um Fertigung und Qualitätsmanagement charakterisieren das Portfolio des Unternehmen.

Das erste und einzige wissenschaftlich geprüfte System zur luftbasierten Infektionskontrolle wurde von Novaerus entwickelt. Durch das klinisch getestete und patentierte „Air Plasma Field“ vernichten die Geräte des Herstellers unverzüglich Viren, Bakterien, flüchtige organische Verbindungen sowie Gerüche in der Luft. Die nicht-chemischen Luftdesinfektionseinheiten sind für die schnelle Beseitigung von Erregern an Orten mit hohem Infektionsrisiko konzipiert – dazu zählen Operationssäle, Intensivstationen und Notaufnahmen.

Fleming Medical bietet ein breites Sortiment an medizinischen Geräten, Diagnostikhilfen und medizinischem Verbrauchsmaterial für Krankenhäuser, Pflegeheime, Hausarztpraxen, Notfalldienste sowie Einrichtungen der Grund- und Gemeindepflege. Das Unternehmen ist damit ein idealer Partner hinsichtlich der Patientenversorgung. Darüber hinaus liefert der irische Hersteller eine umfangreiche Auswahl an OTC-Waren an Apotheken und Großhändler im In- und Ausland. Neben der hochwertigen Produktpalette umfasst das Leistungspaket auch Schulungen für Apothekenmitarbeite sowie Services und Wartungen.

Lösungen mit Anwenderbezug und dem Blick für Details

Profilo Smart unterstützt Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, mit Lösungen, die einem Grundgedanken folgen: Die Umwelt sollte sich an den Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Die Produkte des Herstellers werden im Bad-, Waschbecken-, Dusch- und Toilettenbereich angewendet.

Habitus Posture präsentiert den ersten klinisch getesteten Haltungssensor auf dem Markt. Die Mobile App und das Corporate Dashboard ermöglichen es, eine schlechte Körperhaltung aufseiten der Nutzer zu korrigieren und die damit verbundenen Gesundheitsbeschwerden zu verringern.

Eine Einführung in den irischen Medtech-Sektor erhalten Sie hier.

Irische Unternehmen der Branche zeigen sich auf der weltgrößten Pharmamesse

Klein, aber oho: Irland hat mit einer Bevölkerung von 4,5 Millionen nur wenig mehr Einwohner als Rom; die grüne Insel hat sich nichtsdestotrotz zu einem der führenden Standorte für die Pharmaindustrie weltweit entwickelt. Zehn der Zehn weltweit größten Pharmakonzerne verfügen über eine Produktionsstätte in Irland. Auch in Sachen Exporte stehen die Iren anderen Ländern in nichts nach: Auf den größten Nettoexporteur von Arzneimitteln in der EU entfallen 50 Prozent aller Exporte. Ein Erfolg, der sich sehen lassen kann! –auf der weltweit größten Pharmamesse, der CPhI Worldwide 2019, die vom 5. bis 7. November in Frankfurt am Main stattfindet, präsentieren sich am „Irland-Pavillion“ 80N80 von Enterprise Ireland irische Firmen mit ihren Produkt- und Dienstleistungsangeboten.

An dem Stand können sich Pharma- und Chemieunternehmen zum Beispiel über e-ConnX von EviView informieren. Mit der Software lässt sich das Lean Management von Firmen optimieren. Die Technologie wird kontinuierlich weiterentwickelt und lässt nun auch das Management der Gesamtanlagen-effektivität und Ressourcenplanung sowie ‑terminierung zu. EviView hat bereits eine starke Präsenz in Polen und konzentriert sich aktuell auf die Märkte Deutschland, Tschechien und Schweiz.

Außerdem vertreten ist FivePharma, ein internationaler Dienstleister für die Pharmaindustrie und das Gesundheitswesen. Die Kerndienstleistungen liegen in den Bereichen Auditing, Training, Beratung und Regulierung. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Leistungen in der EU an, wie beispielsweise den Qualified Person Service und unterstützt seine Kunden beim Import von Prüfpräperaten und zugelassenen Medikamenten.

Irische Zulieferer von Medizinprodukten

Der globale Zulieferer A&C produziert Arzneiträgerstoffe, Puffer, Prozesslösungen und ausgewählte Arzneistoffe für die Pharmaindustrie. A&C bietet seinen Kunden aus den Segmenten Pharmazie und Biopharmazie eine Reihe von Dienstleistungen und individuellen Services. So entwickelt das Unternehmen zum Beispiel Inhaltsstoffe, stellt Produkte her und verpackt diese anschließend. Aus dem neuen und hochmodernen Werk in Irland kommen unter anderem Reinigungslösungen und Wasser für Injektionen.

Micro-Bio ist ein GMP-Hersteller von hochreinen, multikompendialen Natriumhydroxid- und Salzsäurelösungen. Als Primärhersteller, der Membranzellenelektrolyse einsetzt, hat das Unternehmen mit Sitz in Fermoy die volle Transparenz der Lieferkette bis zu seinen Kunden. Der Qualitätsanspruch und Kundenservice der Firma sowie das erweiterte Angebot, das seit kurzem auch Lösungen in der Konzentration von bis zu 50 Prozent umfasst, macht die Firma zu einem geschätzten Partner in der Biopharmaindustrie in Irland und international.

TopChem Pharmaceuticals hat sich auf die Herstellung des Arzneimittels Bretylium Tosylate spezialisiert und ist dessen exklusiver Lieferant. Das Medikament ist für die Behandlung von lebensbedrohlichen ventrikulären Arrhythmien gedacht, die auf eine Erstbehandlung nicht ansprechen. Bretylium Tosylate hat jüngst die US-Zulassung erhalten.

Optimiertes Supply Chain Management

Die National Chemical Company hat über 50 Jahre Erfahrung bei der Beschaffung und Lieferung von pharmazeutischen Rohstoffen. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Lieferkette hinsichtlich der Entwicklung von Arzneistoffen und Medikamenten zu optimieren. Die National Chemical Company ist Mitglied von PlusChem, einem internationalen Netzwerk von Distributoren, die sich insbesondere auf Spezial- und Feinchemikalien spezialisiert haben.

Durch die Digitalisierung der Lieferkette will Perigord die Unternehmen seiner weltweiten Kunden transformieren. Von den Standorten in Europa (Irland und Deutschland), Nordamerika, Asien und Neuseeland aus unterstützt Perigord Life Science-Unternehmen bei der Konzeption, Verwaltung und Bereitstellung ihrer Verpackungen, Marketingkommunikation und digitaler Assets.

Pflegeprodukte aus Irland

In einer vollintegrierten Produktionsstätte in Dundalk im nördlichen Irland stellt Ovelle Pharmaceuticals spezielle dermatologische Hautpflegeprodukte her. Der führende Anbieter in dem Segment ist unter anderem durch seine Marken Ovelle und Elave bekannt. Das Portfolio umfasst Pflegeprodukte für Babyhaut und Gesicht, Sonnenschutz-Produkte und Emollientia sowie pharmazeutische Präparate.

Neueste Technologie, höchste Qualität und irische Geselligkeit

Besuchen Sie den „Irland-Pavillon“ 80N80 während der CPhI Worldwide 2019. Dort erfahren Sie wie Sie von der Expertise irischer Pharmaunternehmen profitieren können. Sie erhalten außerdem eine Einladung zu einem irischen Abend inklusive landestypischer Getränke und Musik.

 

 

Enterprise Ireland präsentiert auf der Agritechnica 2019 Innovationen der Agrartechnik made in Ireland

Cloud-Technologie bei der Nutztierfütterung sowie intelligente Düngemittel- und Kalkstreuung: Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben längst Einzug in die Landwirtschaft gehalten und revolutionieren auch hier Prozesse und Maschinen. Und Irland, die grüne Insel im Nordwesten Europas, ist ganz vorne mit dabei, wenn es um Innovationen im Agrartechniksektor geht. Das Land steht heute für ökonomische Kraft und Innovationen aus verschiedenen Branchen, unter anderem aus der Landwirtschaft.

Irische Agrartechnik und -erzeugnisse finden weltweit Interessenten und Abnehmer. Das zeigt ein Blick auf die nüchternen Zahlen: Während die Landwirtschaft nur zwei Prozent zum irischen Bruttoinlandsprodukt beiträgt, liegt ihr Anteil an Irlands Exporten bei über zehn Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland trägt der Agrarsektor weniger als sechs Prozent zu den Exporten bei.

Irische Agrartechnik-Unternehmen zeigen einen ausgeprägten Ideenreichtum, wenn es darum geht Motorleistungen und Arbeitsgeschwindigkeiten zu erhöhen, Prozesse in der Landwirtschaft zu vereinfachen und Erträge zu steigern – und diese Innovationen auch weltweit zu vermarkten. Was die Unternehmen zu bieten haben, erfahren interessierte Besucher vom 10. bis 16. November auf der Agritechnica 2019 in Hannover. Dort sind sie in Halle 25 am Gemeinschaftsstand E05 von Enterprise Ireland zu finden.

Breitgefächertes Produktsortiment für die Landwirtschaft

Bei KEENAN erfahren interessierte Besucher, wie eine Cloud dabei hilft, das Füttern von Kühen und Schweinen zu optimieren. Mithilfe des InTouch werden Mischwagen per Telematik mit einem Rechenzentrum im irischen County Carlow verbunden. Durch den ständigen Datenaustausch können Futtermischungen ferneingestellt werden, was zur Optimierung der Milchproduktion und des Ertrags beiträgt. Das InTouch-Angebot beinhaltet außerdem qualifizierte Berater, die Landwirte vor Ort unterstützen.

Beim Thema Heuwenden hat ein irisches Familienunternehmen großen Erfindergeist bewiesen. Der vielfach unter widrigen Bedingungen getestete Supercrop1 von Acres Machinery spart Zeit und Kosten beim Heuwenden, indem er mehrere Funktionen vereint. Der Schwader des preisgekrönten Landmaschinenproduzenten aus Roscommon ist modular zusammenstellbar und lässt sich so problemlos an die individuellen Wünsche der Kunden anpassen.

Auch die Ausstreuung von Saatgut auf dem Feld bot nach Ansicht der Agrartechniker bei Samco Optimierungspotenzial. Daher entwickelten die Experten aus Limerick eine neue Sämaschine, die über mehrere Jahre hinweg auf verschiedenen Bodenarten in ganz Europa getestet und optimiert wurde. Das Besondere: Nachdem die Maschine die Höhenunterschiede des Bodens mit einer Vorderwalze ausgeglichen hat, sät sie das Saatgut aus und besprüht dann den Boden mit einem Vorauflaufherbizid. Anschließend legt die Sämaschine eine dünne Schicht aus biologisch abbaubaren Kunststofffilm aus eigener Produktion über das Saatbett. So werden die Jungpflanzen vor Spätfrost geschützt, die Bodentemperatur erhöht und infolgedessen der Ertrag pro Hektar maximiert.

Nachhaltigkeit und Effizienz bei der Feldbestellung

Auch die Verteilung von Dünger und Kalk auf dem Feld wird durch eine Entwicklung made in Ireland in Zukunft effizienter und leichter. Der Isocan Mengenregler von Agri-Spread International hat die Streumengenregelungstechnologie weit nach vorne gebracht. Mit über 50 Jahren Erfahrung in der Agrartechnikbranche arbeitet das Unternehmen aus Ballyhaunis stetig an der Verbesserung der eigenen und der Entwicklung neuer Produkte. Das Ziel dabei ist klar: die Marktführerschaft im Bereich der Düngemittel- und Kalkstreuung.

Ein weiteres Beispiel für den Ideenreichtum und die Innovationskraft irischer Agrartechnik-Experten ist Granning Axles. Der Betrieb stellt seit mehr als 30 Jahren Trommel-, Scheibenbrems- und Lenkachsen für Land- und andere Maschinen her und verfügt über ein großes Knowhow im Bereich Engineering. Die neue hydropneumatische Federung hält mithilfe eines Steuersystems eine konstante Fahrhöhe unabhängig von der Fahrzeuglast aufrecht. Die Vorteile sind mehr Stabilität in unebenem Gelände und verbesserte Kontrolle über das Fahrzeug bei verschiedenen Geschwindigkeiten und Kurvenfahrten. Die Produkte sind modular aufgebaut und können so entsprechend steigender Anforderungen des Kunden wachsen.

Beim Thema Nachhaltigkeit präsentiert Bridgeway unter anderem mit den so genannten Weed Lickers einen umweltfreundlichen Weg, Unkraut zu bekämpfen. Mit dem Concrete Washout hat der Agrartechnik-Anbieter aus Shannonbridge außerdem eine Lösung für die Behandlung von schädlichem Abwasser im Portfolio. Bridgeway stellt darüber hinaus Gerätschaften für unterschiedliche landwirtschaftliche Zwecke bereit, darunter Rasenlüfter, Konditionierer, Rundballenabwickler, Ballentransporter, Anhänger, Pflüge, Düngestreuer, Rübenhäcksler und Technologien für die Steigerung des Tierwohls.

Innovationen aus Irland für die Welt

Irlands Innovationskraft ist noch lange nicht erschöpft. Die Erfahrung und der Erfindergeist irischer Agrartechnik-Experten sind in Zeiten großer Herausforderungen in der Landwirtschaft weltweit von großer Bedeutung, denn sie helfen dabei, die Produktion von Lebensmitteln nachhaltiger und effizienter zu machen und so die Lebensmittelversorgung für eine wachsende Weltbevölkerung zu gewährleisten.

 

Enterprise Ireland lädt internationale Top-Führungskräfte und Experten zum Austausch ein

Am 10. Oktober findet die zweijährliche Med in Ireland in Dublin statt. Einen Tag lang diskutieren über 800 Teilnehmer, darunter irische und internationale Unternehmen aus 40 Ländern im Bereich Medizintechnik und Gesundheitswesen, wie Irland die Zukunft des Gesundheitswesens verändert. Durch das Ökosystem aus Industrie, Wissenschaft, staatlich geförderten Forschungszentren und Behörden hat die Insel eine enorme Innovationskraft entwickelt und sich den Ruf eines weltweit anerkannten Standortes für Medizintechnik erarbeitet. Aktuelle Zahlen untermauern diese Entwicklung: Irland ist der zweitgrößte Exporteur von Medizinprodukten in Europa und führt jedes Jahr Waren im Wert von 12,6 Milliarden Euro in hundert Länder aus. Die irischen Unternehmen Aerogen, Critical Healthcare und Vitalograph, die bereits auf dem deutschen Markt vertreten sind, verdeutlichen diese Innovationskraft. Ihr gemeinsames Ziel: Sie wollen weltweit das Wohl der Patienten verbessern.

Sanfte Medikamentengabe dank Verneblungstechnologie von Aerogen

Viele Jahre wurden Medikamente wie Antibiotika oder bronchenerweiternde Substanzen auf der Intensivstation und im OP mithilfe von Beatmungsgeräten und Ultraschallverneblern verabreicht. Der Nachteil von Beatmungsgeräten: Die Tröpfchen sind oft sehr groß und werden vom Patienten als unangenehm empfunden. Zudem beschlägt der Beatmungsschlauch, und das Gerät ist sehr laut. Ultraschallvernebler dagegen bringen den Nachteil, dass sie kompliziert in der Anwendung sind und der Zusammenbau zeitaufwändig.

Der Vorteil der Vibronic-Technologie des irischen Unternehmens Aerogen: Die vibrierende Membran verwandelt flüssige Medikamente in einen feinen Nebel, so dass sie sich schonend und effizient in die Lunge der Patienten verabreichen lassen. Das bedeutet, dass Patienten weniger lange beatmet werden müssen. Zudem ist das Aerogen-Gerät klein, handlich und innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Weitere Vorteile sind die schnellere Wirkung der Medikamente sowie die deutlich kleinere Tröpfchengröße im Vergleich zu anderen Geräten und Technologien. Produkte von Aerogen spielen bereits in 75 Ländern weltweit eine wichtige Rolle in Notaufnahmen und auf Intensivstationen. 2017 wurde im nordrhein-westfälischen Ratingen der erste Standort in Deutschland eröffnet, um neben dem deutschen Markt das Europageschäft voranzutreiben.

Critical Healthcare erleichtert die umfassende Notfallversorgung

Critical Healthcare stattet Krankenhäuser, Kliniken und Rettungsdienste wie die Feuerwehr und Krankenwagen mit einem hochwertigen Sortiment für die medizinische Notfallbehandlung von Patienten aus. Zudem werden Patienten, beispielsweise in Notaufnahmen, mit vom Arzt verschriebenen medizinischen Produkten versorgt, ohne dass ein weiterer Anbieter einbezogen werden muss. Zudem soll die Bereitstellung der hochwertigsten verfügbaren Produkte dazu beitragen, die Genesungszeit der Patienten zu verkürzen. Unter dem Namen DuraMedic hat Critical Healthcare auch ein eigenes Sortiment auf den Markt gebracht. Darunter MediQuilt, eine patentierte und wiederverwendbare Decke mit Einwegbezug. Somit kann sie sowohl als Sichtschutz für den Patienten, als auch im Krankenwagen verwendet werden. Seit Januar 2019 ist Critical Healthcare auf dem deutschen Markt vertreten.

Hustenaufzeichnungssystem von Vitalograph verkürzt Medikamentenstudien

Husten ist eines der häufigsten Symptome, mit denen Patienten zum Arzt gehen. Damit Pharmaunternehmen feststellen können, wie ihre Medikamente wirken, müssen sie die Hustenfrequenz innerhalb eines bestimmten Zeitraumes objektiv erfassen. Dauerte die Analyse und Auswertung einer 24-stündigen Aufzeichnung bislang eine Woche, verkürzt der VitaloJAK von Vitalograph diese auf rund eine Stunde. Pharmaunternehmen können ihre Medikamente somit schneller auf den Markt bringen. Neben dem VitaloJAK stellt das Unternehmen Geräte für Lungenfunktionstests und EKGs her.

Vitalograph hat bereits mit vielen großen Pharmaunternehmen in der Allgemein-, Arbeits- und Sportmedizin, in Krankenhäusern, in der Notfallversorgung, beim Asthma- und COPD-Management sowie in klinischen Studien im Zusammenhang mit der Zulassung von neuen Medikamenten zusammengearbeitet. Durch autorisierte Vertriebspartner ist Vitalograph bereits in 113 Ländern vertreten, darunter mit einer eigenen Gesellschaft in Hamburg.

Irische Unternehmen präsentieren Produkte für effiziente Arbeitsvorgänge und mehr Tierwohl 

Jedes Jahr im September wird Irland zur Bühne von über 1.700 Ausstellern aus der Agrartechnik, wenn diese ihre etablierten sowie neuen Lösungen für die moderne Landtechnik und Viehhaltung bei den National Ploughing Championships vorstellen. Dieses Jahr findet das große Spektakel vom 17. bis 19. September auf über 185.000 Quadratmetern in Ballintrane und Fenagh im County Carlow statt. Rund 250.000 Besucher aus der ganzen Welt werden anreisen. Ein Ausblick auf einige der ausstellenden Unternehmen zeigt, was Besucher dieses Jahr erwartet:

Smarte Fütterungstechnologien von KEENAN

Gestiegene Futterkosten stellen für viele Betriebe den größten Kostenfaktor und somit ein Problem dar. Das irische Unternehmen KEENAN hat sich die Maximierung der Futtereffizienz auf die Fahne geschrieben und ist Innovationsführer im Segment Futtermittelwagen. Im Jahr 2016 wurde das Unternehmen von Alltech übernommen, einem Hersteller von Dosieranalgen. Diese neue Allianz war unterstützend bei der Einführung neuer und innovativer Angebote. Dazu gehört zum Beispiel InTouch. Dieser Supportservice sorgt mit qualifizierten Beratern auf dem eigenen Bauernhof und einfachen Technologien dafür, dass Tiere jeden Tag genau das für sie beste Futter bekommen. Der InTouch-Service von KEENAN verbindet die Mischwagen vor Ort per Telematik mit einem Rechenzentrum im irischen County Carlow und ermöglicht so die Ferneinstellung von Futtermischungen zur Optimierung der Milchproduktion und des Ertrags.

 

Tanco liefert hochwertige Ballenwickler

Die Entwicklung und Produktion von Ballenwicklern ist seit über 25 Jahren das Kerngeschäft von Tanco. Hier ist insbesondere das Wickelsystem VariWrap zu erwähnen. Es handelt sich dabei um den fortschrittlisten Rundballenwickler auf dem Markt, da er als einziger mit bis zu drei Wickelarmen ausgestattet werden kann. Das proportional gesteuerte Hydrauliksystem erlaubt, zum Beispiel, eine stufenlose Geschwindigkeitseinstellung und schaltet die Funktionen blitzschnell automatisch hintereinander, wodurch ein geschmeidiger Wickelablauf garantiert ist. Mit dem patentierten Faltsystem der Arme können zudem die Ballen nach dem Wickeln sofort optimal am Lagerplatz platziert werden. Maschinen von Tanco wurden bereits in über 39 Länder exportiert.

Lösungen von Dairymaster für die nachhaltige Milchwirtschaft

Steigende Milcherträge, verkürzte Melkzeiten, reduzierte Energiekosten, sinkende Arbeitsbelastung und die Verbesserung der Gesundheit von Herden: Das sind die Ziele von Dairymaster. Dazu tragen unter anderem das Mission Control System sowie der MooMonitor+ bei. Die Melktechnologie Mission Control beinhaltet eine fortschrittliche digitale Schnittstelle, die erstmals künstliche Intelligenz beim Rotations-Melken einführt. Dieser innovative Durchbruch verkürzt die Melkzeit um bis zu 30 Prozent, verbessert den Tierschutz und maximiert die Energieeffizienz. Der MooMonitor+ überwacht rund um die Uhr die Halsbewegungen von Kühen auf brunstbezogenes Verhalten, Wiederkäuen, Ruhephasen, Futteraufnahme, Kopfposition und Unruhe. Das System sendet Nachrichten mit den aktuellen Informationen an das Telefon des Bauern. Dadurch weiß er zu jeder Zeit, wie es um die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Fertilität seiner Kühe steht.

 

Stapler von Combilift ermöglichen sanften Geflügeltransport

Combilift ist der weltweit größte Anbieter von multidirektionalen Gabelstaplern, Gelenkstaplern, handgeführten Deichselstaplern und Straddle Carriers für containerisierte Ladungen. In der Agrartechnik findet vorrangig der Combi-RT Geflügel- und Agrarstapler Anwendung: Dank seiner robusten Bauart und seines leistungsstarken Handlings eignet er sich für die rauen Anforderungen des Geflügelsektors und von Agraranwendungen. Die große Bereifung auf einem 3-Rad Chassis mit Allradtraktion und Differentialsperre sorgen zudem für einen kompakten Wendekreis und optimale Griffigkeit selbst auf unebenen Geländen. Damit eignet sich der Stapler sowohl für den Betrieb in Ställen als auch in eingeschlossenen Höfen. Hier trägt die Bodenfreiheit mit einer Höhe von 300 Millimetern zu einer geringen Störung der Einstreu bei und trägt in Kombination mit der sanften Bedienung und dem ruhigen Getriebe zum Wohlergehen des Geflügels bei.

Künstliche Intelligenz prägt immer mehr Bereiche unseres Lebens. Anwendungsbeispiele in unserem Alltag sind die Sprach- und intelligente Bilderkennung unserer Smartphones, aber auch integrierte Chatbots auf Webseiten. In Unternehmen dient die neuartige Technologie unter anderem der Prozessoptimierung, vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance), Datenanalyse und intelligenten Einsatzplanung im Kundenservice. Sie erleichtert somit den täglichen Betrieb. Obwohl die Vorteile von künstlicher Intelligenz klar auf der Hand liegen, hat die deutsche Bundesregierung das Thema bislang eher zurückhaltend behandelt. Der Wendepunkt war die Ende 2018 veröffentlichte Strategie zur Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz. Vor diesem Hintergrund betont Enterprise Ireland, die irische Organisation zur Wirtschaftsförderung, wie wichtig der Einsatz von KI und die Unterstützung irischer Akteure für deutsche Unternehmen ist.

Wo steht Deutschland in Sachen KI?

Laut einer Studie von PwC Deutschland nutzen erst sechs Prozent der deutschen Unternehmen künstliche Intelligenz. 70 Prozent dieser Anwender ziehen die Technologie im Bereich Big Data Analytics zur Entscheidungsfindung hinzu. Um den technologischen Anschluss nicht zu verlieren und einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen, muss noch viel investiert werden, sowohl von Unternehmen als auch vom Staat. Bis 2025 will die Bundesregierung daher Investitionen von bis zu drei Milliarden Euro aufbringen. Hiermit sollen im Bereich der KI die Menge an nutzbaren und qualitativ hochwertigen Daten erhöht und die Infrastruktur der Unternehmen ausgebaut werden. Das Endergebnis kann sich sehen lassen. Laut Prognosen von PwC kann das deutsche Bruttoinlandsprodukt allein durch die deutlichere Unterstützung von KI bis zum Jahr 2030 um 11,3 Prozent steigen.

Welche Pläne verfolgt die EU?

Im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 erhöht die EU-Kommission ihre jährlichen Investitionen in KI um 70 Prozent. Das Projekt befasst sich mit technologischen, rechtlichen und sozioökonomischen sowie ethischen Aspekten. Insgesamt sollen die Forschungs- und Industriekapazitäten der Europäischen Union vorangetrieben werden. Diese Investitionen werden im Zeitraum 2018 bis 2020 eine Höhe von 1,5 Milliarden Euro erreichen. Das Programm verfolgt die folgenden Ziele: die Vernetzung und Stärkung von KI-Forschungszentren in ganz Europa, die Entwicklung einer „AI-on-Demand-Plattform“, die allen Nutzern Zugang zu relevanten KI-Ressourcen in der EU bietet, und Unterstützung bei der Entwicklung von KI-Anwendungen in Schlüsselsektoren.

Und wo steht Irland in Sachen künstliche Intelligenz?

Eine Studie von ASGARD, Human Venture Capital für künstliche Intelligenz, zeigt, dass Irland bereits 2017 eine überproportionale Anzahl an KI-Firmen hatte. Dublin zählt zu den Top 10 der europäischen Startup-Hubs für künstliche Intelligenz. Zahlreiche Branchen profitieren bereits von den auf der grünen Insel entwickelten Innovationen. Ein Beispiel für modernes Farming 4.0 ist das irische Unternehmen HerdInsights. Das intelligente Halsband dieses Anbieters überwacht kontinuierlich das Verhalten von Kühen. Die Daten werden gesammelt und an ein Rechenzentrum übertragen. Anschließend erhält der Landwirt Informationen zur Gesundheit und Fruchtbarkeit seiner Tiere direkt auf sein Handy und kann so deutlich schneller und proaktiver als zuvor agieren.

Künstliche Intelligenz in der Finanz- und Medizintechnik

In der Finanzbranche trifft Tradition auf Moderne: Künstliche Intelligenz erobert den hochregulierten Finanzmarkt mit Chatbots im digitalen Kundencenter und selbstlernenden Algorithmen für hochkomplexe Anlagestrategien. Mithilfe der zukunftsweisenden Technologie können Datenberge schneller, effizienter und kostengünstiger aufbereitet und bearbeitet werden, um die Daten sinnvoll zu nutzen – so auch das Datenmanagementsystem von DataChemist: Durch optimierte Informationsrecherche und ein verbessertes Handling von Daten im Finanzumfeld unterstützt der irische Anbieter Banken dabei, chaotische und unstrukturierte Datensätze KI-gestützt in konsistente, saubere und integrierte Informationen zu transformieren. „Daten sind das Gold des digitalen Zeitalters –Managementsysteme wie von DataChemist leisten der Finanzbranche wertvolle Unterstützung bei der datenbasierten Entscheidungsfindung und ermöglichen, Kosten zu senken und Erträge somit zu steigern“, erklärt Jane Greene, Senior Market Advisor Software & Services bei Enterprise Ireland. Zudem verbessert eine effiziente Datenverwaltung die „Know-Your-Customer“-Performance signifikant, denn Finanzunternehmen lernen ihre Kunden und deren Bedürfnisse deutlich besser kennen.

Ein Beispiel für die Medizintechnik liefert das irische Unternehmen Nuritas. Durch die Kombination von künstlicher Intelligenz und Genomik kann der Anbieter natürliche bioaktive Peptide mit außergewöhnlichen gesundheitlichen Vorteilen entdecken und freisetzen. Diese bieten eine Reihe von Vorteilen, die das Leben von unzähligen Menschen verbessern könnten. Auch die Arbeit von CeADAR, Irlands nationalem Zentrum für angewandte Datenanalyse und KI, konzentriert sich auf die Entwicklung von Werkzeugen, Techniken und Technologien, die es mehr Menschen, Organisationen und Branchen ermöglichen, Analytik und künstliche Intelligenz zur besseren Entscheidungsfindung und zum nachhaltigen Wettbewerbsvorteil einzusetzen.

Seit dem Beschluss des britischen Referendums, die EU im Jahr 2016 zu verlassen, arbeitet Enterprise Ireland eng mit irischen Unternehmen zusammen, um sie auf einen harten Brexit vorzubereiten, indem sie wettbewerbsfähiger, innovativer und marktdiversifizierter sind. Zudem arbeitet die Organisation mit deutschen Unternehmen zusammen und hilft ihnen, vom „Irish Advantage“ zu profitieren. Die von Enterprise Ireland veröffentlichten Statistiken zeigen, dass diese Bemühungen schon Früchte tragen. Anlässlich des Staatsbesuchs von Präsident Michael D. Higgins lud Enterprise Ireland zu einem Wirtschaftsevent ein, bei der die zunehmende Zahl irischer Unternehmen in Deutschland und ihre große Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt hierzulande im Mittelpunkt standen.

 

Laut dem Central Statistics Office entfallen 51 Prozent der irischen Ausfuhren auf den europäischen Markt. Deutschland ist hierbei Irlands drittgrößter Exportmarkt sowie einer der wichtigsten Handelspartner. Auch die Klienten von Enterprise Ireland konnten 2018 eine Exportsteigerung von sechs Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro nach Deutschland verzeichnen. Der Hauptgrund? Deutschlands Wirtschaft wächst. Im Jahr 2020 soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent zulegen – eine große Chance für irische Unternehmen, sich hierzulande nieder zu lassen und lokale Arbeitsplätze zu schaffen: Mehr als 15.000 Mitarbeiter sind bereits für Klienten von Enterprise Ireland in Deutschland tätig.

 

Brexit als Motor für Exportbemühungen

Die von Enterprise Ireland veröffentlichten Ergebnisse ergaben zudem, dass die IKT-Exporte nach Deutschland, einschließlich Software, Elektronik und Fintech, im Jahre 2018 um 26 Prozent wuchsen. Auch die Exporte der Klienten aus den Bereichen Maschinenbau, Agrartechnik und Life Sciences nahmen um 18 Prozent zu. Als Reaktion auf den Brexit konzentriert sich Enterprise Ireland weiterhin darauf, Klienten dabei zu unterstützen, ihre Exportabhängigkeit vom Vereinigten Königreich zu verringern. Ziel ist es, die Exporte in den europäischen Markt bis 2020 um 50 Prozent zu steigern. Allein im vergangenen Jahr hat Enterprise Ireland mit mehr als 1.000 irischen Unternehmen zusammengearbeitet, die vom Brexit betroffen sein dürften. Die Organisation genehmigte Mittel in Höhe von 74 Millionen.

Euro für mehr als 500 der am stärksten vom Austritt Großbritanniens betroffenen Firmen. Im Jahr 2018 haben sich die Exporte in die Eurozone bereits um 8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro erhöht. Somit ist die EU Irlands zweitgrößter Exportmarkt nach dem Vereinigten Königreich.

 

Zusammenhalt ist essenziell

Ein harter Brexit würde auch die Wirtschaft der Bundesrepublik treffen, weiß Eddie Goodwin, Manager Germany, Switzerland and Austria bei Enterprise Ireland: „Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ist nicht nur eine Herausforderung für Irland, sondern für alle unsere europäischen Nachbarn. Aus diesem Grunde arbeiten wir immer enger beispielsweise mit der deutschen Industrie zusammen, um die Herausforderungen, vor die der Brexit die Beschaffungs- und Lieferketten stellt, zu lösen. Deutsche Unternehmen suchen gerade im Hinblick auf den Brexit zunehmend nach innovativen Lösungen und Partnern in Irland, was sich in dem Exportwachstum unserer Klienten nach Deutschland widerspiegelt.“

 

Rückblick auf lange Handelsfreundschaft

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Irland und der Bundesrepublik haben eine lange Tradition: Das erste Büro von Coras Trachtala Teo (CTT), die irische Außendienststelle in Frankfurt, wurde 1962 eröffnet. Heute ist sie unter dem Namen Enterprise Ireland bekannt, und feierte 2012 ihr 50-jähriges Bestehen. Ein weiterer Indikator für die enge, wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit: Im November 2018 verabschiedeten beide Länder einen gemeinsamen Aktionsplan. Dieser umfasste unter anderem die Förderung von Forschung, Innovation, kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Finanzthemen.

Der dreitägige Staatsbesuch des irischen Präsidenten in Deutschland wurde zudem von einem wirtschaftlichen Aspekt begleitet: Präsident Higgins nahm an einer Veranstaltung zu Ehren der deutsch-irischen Geschäftsbeziehungen von Enterprise Ireland teil. Unter dem Motto „Celebrating the Irish Industry’s Presence in the German Market“ haben Geschäftspartner beider Länder die gemeinsamen Erfolge gefeiert und Möglichkeiten zur weiteren Expansion auf dem deutschen Markt diskutiert.

„Enterprise Ireland befindet sich derzeit mitten in der Umsetzung der Strategie 2017 – 2020, in der Deutschland, als größter Markt innerhalb der EU, von höchster Priorität ist“, erklärte Präsident Higgins. „Daher ist es zeitlich passend, dass Enterprise Ireland im Rahmen der Regierungsinitiative „Global Footprint to 2025“ ein zweites Büro in Deutschland eröffnet. Die Eröffnung des neuen Büros mit Sitz in München ist ein wichtiger Schritt, der dazu dient, der irischen Industrie im Bundesland Bayern die Türen zu öffnen. Zusammen mit dem neuen irischen Generalkonsul in Frankfurt wird dies die Präsenz Irlands in Deutschland deutlich stärken.“

 

Zu den anwesenden Unternehmen gehören beispielsweise CupPrint und das deutsche Unternehmen FLYERALARM, die gemeinsam den ersten, vollständig recyclebaren Pappbecher re|UUSI auf den Markt gebracht haben. Dieser ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich – das Resultat einer erfolgreichen irisch-deutschen Zusammenarbeit, die bereits seit 2013 besteht. Die gemeinsam von CupPrint und FLYERALARM herausgebrachten Becher sind die weltweit ersten Papierbecher, die als normales, gemischtes Altpapier wiederverwertbar sind. Die Recyclingfähigkeit wurde von cyclos – HTP, dem Partnerinstitut des Grünen Punktes, getestet und mit einer AAA Zertifizierung bestätigt.

Darüber hinaus gibt der irische Anbieter einer ERP-Software Keelings Knowledge seine jüngst geschlossene Partnerschaft mit dem deutschen IT-Dienstleister RI-Solution bekannt. Der Softwarezweig des Frischwarenunternehmens Keelings Knowledge hat eine branchenspezifische ERP-Softwarelösung entwickelt. Die Partnerschaft zwischen Keelings Knowledge und RI-Solution ist ein Meilenstein für das Unternehmen, um im umkämpften Marktumfeld wichtige Marktanteile zu gewinnen. Die Zusammenarbeit stellt sicher, dass künftige deutsche Kunden von lokalen Branchenexperten die bestmögliche Unterstützung bei der Implementierung der ERP-Software erhalten.

Cubic Telecom, der führende Anbieter von Connectivity Management für die Automobil- und IoT-Industrie mit Sitz in Irland und München, hat jüngst außerdem die Zusammenarbeit mit dem Elektrofahrzeughersteller e.GO in Deutschland bekannt gegeben. Cubic Telecom betreut weitere deutsche Automobilkunden wie Audi, Porsche und Volkswagen. Mit der Konnektivität auf Basis der PACE-Plattform von Cubic Telecom bietet die Lösung das ultimative, vernetzte Fahrerlebnis und versorgt weltweit über zwei Millionen vernetzte Autos. Fahrer haben Zugriff auf stets verfügbare via LTE-verbundene Dienste, selbst wenn sie in andere Regionen reisen. Das Kernnetz von Cubic Telecom umfasst mehr als 180 Länder mit über 75 Mobilfunkbetreiber-Partnerschaften.

Zusammenarbeit mit Mehrwert: Der irische Arzneimittelhersteller Solvotrin Therapeutics hat sich für die Zusammenarbeit mit der roha apothekendienste GmbH aus Deutschland entschieden. Ziel der Partnerschaft ist es, das neuartige Präparat Active Iron auf dem deutschen Markt verfügbar zu machen. Dadurch erhalten Menschen, die an Eisenmangel leiden, Zugang zu einer besser verträglichen Behandlungsoption. Enterprise Ireland hat im Rahmen seiner Initiative zur Diversifizierung irischer Firmen seinen Beitrag zur Anbahnung der Kooperation geleistet.

Eisenmangel ist ein Volksleiden von globalem Ausmaß – nicht weniger als zwei Milliarden Betroffene schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Vor allem Schwangere, Sportler, Frauen während der Menstruation und Vegetarier werden zu den Gruppen gezählt, die einen erhöhten Bedarf an Eisen haben und diesen oftmals durch spezielle Eisenpräparate decken. Das Problem daran: Bei vielen der etablierten Arzneimittel in diesem Segment wird der Wirkstoff direkt im Magen freigesetzt. Häufige Folgen davon sind eine Reizung der Magenschleimhaut und anschließende Magenbeschwerden.

 

Spitzenforschung mit Weitblick

Die Experten von Solvotrin Therapeutics haben eine andere patentgeschützte Methode entwickelt: Im Fall von Active Iron sorgt ein völlig neuartiger Eisen-Molke-Proteinkomplex dafür, dass das Eisen im Dünndarm freigesetzt wird, wo sich das Transportprotein DMT1 befindet. Dadurch lassen sich die Absorptionsrate von Eisensulfat signifikant steigern und Nebenwirkungen vermeiden, wie sie von herkömmlichen Eisentherapien bekannt sind.

Zum Kerngeschäft von Solvotrin Therapeutics mit Haupsitz im irischen Cork zählen die Entwicklung von Arzneimitteln und Medizinprodukten in den Bereichen Vitamin- und Mineraltherapie sowie die Optimierung etablierter Verfahren auf Basis innovativer Forschungsansätze. Die Mission des Unternehmens besteht darin, Produkte zu entwickeln, die einen medizinischen Bedarf decken.

Solvotrin betreibt ein klinisches Entwicklungsprogramm, das die Wirksamkeit und Verträglichkeit von aktivem Eisen bei Menschen mit einer Intoleranz gegenüber oralem Eisen untersucht. In Zusammenarbeit mit multinationalen Partnern werden diese Studien fortgesetzt und auf Patientengruppen mit Anämie bei chronischen Erkrankungen beispielsweise der Nieren ausgedehnt. Kontinuierliche Forschung im Labor unterstützt diese Aktivitäten und liefert neue Erkenntnisse über das günstige Verträglichkeitsprofil von Active Iron.

 

Auf zu neuen Absatzmärkten!

Auch in Deutschland besteht ein hoher Bedarf an einem derart leicht verträglichen Präparat, das kaum Nebenwirkungen hat. Mit der roha apothekendienste GmbH wurde der größte unabhängige Apothekenvertrieb in Deutschland ins Boot geholt, um Active Iron nun auch hierzulande anzubieten. Als Partner im Apothekenaußendienst unterstützt roha Solvotrin Therapeutics mit umfassendem Know-how – so kann das Unternehmen Active Iron am Point of Sale sichtbar und flächendeckend verfügbar machen.

Die Referenzen sind überzeugend: Für zahlreiche nationale und internationale Unternehmen vertritt das Unternehmen seit Jahren erfolgreich renommierte Produkte und Sortimente. Zudem unterstützt roha Produktneueinführungen mit einem Rundum-Service, der von der Schulung der Außendienstmitarbeiter über die Erstellung schlagkräftiger Sales-Materialien bis hin zur Platzierung in der Apotheke reicht.

 

Wer die Branche kennt, ist klar im Vorteil

Der Schritt auf den deutschen Markt war für Solvotrin Therapeutics dank der wertvollen Unterstützung von Nicol Hoppe, Market Adviser Life Sciences, Cleantech and Aerospace bei Enterprise Ireland, erfolgreich verlaufen. „Die Zusammenarbeit mit einem etablierten lokalen Partner ist für unseren künftigen Erfolg essenziell“, erklärt Ronan McClafferty, Global Commercial Director bei Solvotrin Therapeutics. „Der Kontakt zu Nicol Hoppe im Rahmen des Pathfinder-Programms von Enterprise Ireland war für uns der Schlüssel, um in roha einen Partner zu finden, der unser Engagement teilt, die Bedürfnisse von Patienten und Verbrauchern gezielt zu bedienen.“

Elektrofahrzeuge, autonomes Fahren und Shared Driving – Erstes Transatlantic Forum in Dublin widmet sich den Zukunftsfragen der Mobilität

Connected, Autonomous, Shared und Electrified – kurz CASE – sind die disruptiven Top-Trends im Bereich Mobilität. Wir von Enterprise Ireland sorgen dafür, dass diese in der Automobilbranche ganz oben auf der Agenda stehen. Vom 23. bis 24. Oktober bringen wir die führenden globalen Automobilhersteller, Zulieferer, Branchenexperten und Meinungsführer in Dublin zusammen. Anlass ist das erste Transatlantic Forum, bei dem sich Führungskräfte und Entscheidungsträger aus der Industrie aus den wichtigsten US-amerikanischen und deutschen Unternehmen zum Expertenaustausch treffen.

Gute Vorbereitung ist ein entscheidender Faktor für zukünftigen Erfolg – gerade im Hinblick auf die Mobilitätskonzepte von morgen. Angesichts des aktuellen Wandels in Segment Mobilität kommt es insbesondere darauf an, wie vorausschauend Unternehmen der Automobilbranche ihr Geschäftsmodell auf die Themen vernetztes und autonomes Fahren, E-Mobilität sowie Carsharing abstimmen. Hier setzt das Transatlantic Forum als Ort für länderübergreifende Kooperation und Kommunikation an.

We like to move it!

Immer mehr Branchenunternehmen bringen Bewegung in ihre veralteten Philosophien und Herangehensweisen, um sich den neuen globalen Herausforderungen zu stellen. Das gilt für Deutschland und die USA mit ihrer jeweils traditionell starken Automobilbranche als Schlüsselindustrie ebenso wie für irische Akteure. Ein anschauliches Beispiel dafür liefert das neue Kompetenzzentrum für vernetzte und autonome Fahrzeuge, das Jaguar Land Rover April 2019 im irischen Shannon eröffnet hat. Das umfassende Programm des Transatlantic Forums bietet die Möglichkeit eines Besuchs vor Ort.

Vorgestellt wird außerdem die Arbeit des irischen Software-Forschungszentrums Lero. Dieses vereint Forschungsteams von Universitäten und Technischen Hochschulen in einem koordinierten Kompetenzzentrum mit starkem Branchenfokus. Lero hat das Niveau und den Bekanntheitsgrad der irischen Softwareforschung signifikant verbessert und ist eine Kollaboration mit Valeo, dem französischen Spezialisten für Fahrzeugkomponenten und -technologien eingegangen.

Beteiligt ist Lero auch an CAV Ireland, einem Forum für vernetzte und autonome Fahrzeuge. Als zentrale Plattform in Irland dient es dazu, den Austausch zwischen Interessenvertretern aus den Bereichen Industrie, Wissenschaft und Forschung sowie aus Verkehrsbetrieben und Fördereinrichtungen zu fördern und die irische Expertise auf diesem Gebiet strategisch zu stärken.

Top-Programm für agile Entscheider

Führende irische Unternehmen steuern ihren Erfahrungsschatz zu dem Event bei und zeigen, welche Strategien sie anwenden, um sich optimal auf die Zukunft der Automobilindustrie einzustellen. Alle Teilnehmer profitieren von der Möglichkeit, ihr Netzwerk zu erweitern und Branchenführer aus den USA und Deutschland vor Ort zu treffen.

Zudem eröffnen sich durch den Einsatz branchenspezifischer Technologien neue Perspektiven für die wichtigsten Herausforderungen, denen sich die gesamte Branche stellen muss. Das ist unter anderem Gegenstand von Breakout-Sitzungen mit internationalen Peers im Rahmenprogramm des Forums.

Branchenexperten und globale Führungskräfte werden in Keynote-Reden von ihren Erfahrungen mit den neuesten Technologien aus dem CASE-Segment berichten. Direkte Gespräche mit führenden irischen Technologieunternehmen, die als Lieferanten innovativer Lösungen für das Mobilitätssegment aktiv sind, sowie eine Reihe von Demos runden das Event-Programm ab.

Irische Innovationen in der Automotive-Branche

Die irische Automobilindustrie blickt auf eine lange Geschichte zurück. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die grüne Insel ein verlockender Standort für Entwickler von Automobiltechnik ist – so auch für das irische Unternehmen Decawave, das sich auf Ultra-Breitband-Technologie (UWB) spezialisiert hat. Der UWB-Chip, den das Unternehmen entwickelt hat, ermöglicht durch präzise Messung eines Funksignals die zentimetergenaue Entfernungs- und Ortungsbestimmung unter anderem von Autos. Die Lösung zeichnet sich durch geringen Stromverbrauch und niedrige Kosten aus. Dadurch eignet sie sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsszenarien.

Das Unternehmen Cubic Telecom mit Hauptsitz in Dublin ist Entwickler einer globalen Konnektivitätsplattform. Die End-to-End-Lösung für die Automotive-Branche ermöglicht es Autoherstellern, ihre Fahrzeuge zu vernetzen. Automobilkunden erlangen dadurch vollständige Kostenkontrolle, während sie von ihrem Fahrzeug aus im Internet surfen. Cubic Telecom setzt auf innovative Technologien, um leistungsfähige Lösungen für die Bereiche Hardware, SIM-Software, Fertigung und Bereitstellung zu entwickeln. Das versetzt Automobilhersteller in die Lage, Daten über die Leistung der Fahrzeuge zu sammeln und die Software aus der Ferne zu aktualisieren.

Taoglas, das irische Unternehmen für M2M-Antennen, bietet ein breites Portfolio an Antennenlösungen unter anderem für Autos. Kraftfahrzeughersteller können ihre Fahrzeuge damit beispielsweise via Mobilfunk, Wi-Fi, GNSS für Navigation, Notrufsysteme, Satellitenfunk und Bluetooth mit der Außenwelt vernetzen.

Der Softwarehersteller Emdalo Technologies hat sich auf die Entwicklung von Lösungen in den Schlüsseltechnologien Machine Learning und künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert – so auch im Automobilbereich. Die auf KI basierende Objekt- und Gestenerkennung kann im Bereich von autonomen Fahrzeugen und Fahrerassistenzsystemen Anwendung finden.

Wenn Sie an einer Teilnahme am Transatlantic Forum vom 23. bis 24. Oktober 2019 in Dublin interessiert sind, kontaktieren Sie Jens Altmann (Market Adviser Mobility & Electronics) unter Jens.Altmann@enterprise-ireland.com oder Roisin Greening (Market Executive Germany, Austria & Switzerland) unter Roisin.Greening@enterprise-ireland.com.

„Welche Zukunft wünschen wir uns für uns – und für unseren Planeten? Wie können wir die Lebensqualität aller Menschen verbessern? Das ist genau die Art zukunftsgerichteter Fragen, die innovative irische Unternehmen derzeit beantworten wollen“, sagt Julie Sinnamon, CEO von Enterprise Ireland, der Agentur für Handel und Innovation.

„Es sind schwerwiegende, wichtige Fragen. Sie sind herausfordernd und verwirren uns alle, aber sie bringen uns auch voran, um schwerwiegende, wichtige Antworten zu finden. Diese Antworten werden uns dabei helfen, für jeden eine bessere Zukunft zu schaffen.“

Da das Tempo der Veränderung immer schneller wird, wächst die Notwendigkeit, Dinge zu hinterfragen. „Die Leute suchen zunehmend nach Möglichkeiten, aus Änderungen Kapital zu schlagen und dabei gleichzeitig sicherzustellen, dass es die richtige Art von Änderung ist – eine Veränderung, die Menschen und Umwelt hilft, die Vielfalt fördert oder Bedingungen für Menschen in Not verbessert“, sagt Sinnamon.

Derart existentielle Fragen erfordern Visionen von Innovatoren, die in die Zukunft blicken und das große Allgemeine sehen, sich aber gleichzeitig auch hier und jetzt um Angelegenheiten kümmern.

„Irische Unternehmen befinden sich im Zentrum technologischer Innovation und werden von wirtschaftlichen Notwendigkeiten und dem Wunsch getrieben, eine gerechtere Zukunft zu schaffen“, berichtet Sinnamon.

„Dies ist nicht nur ein Bestreben. Es ist das, was irische Unternehmen jetzt gerade erreichen. Das ist der Grund, warum Irland der zweitgrößte Exporteur von Medizintechnik in Europa und ein Marktführer im Bereich der Finanztechnik bei Zahlungen, Regtech und Fonds ist. Irland ist zudem ein globales Zentrum für Agritech-Innovation und verfügt über eine erstklassige Erfolgsbilanz bei der Fertigstellung großer und komplexer High-Tech-Bauvorhaben in aller Welt“, erklärt Sinnamon.

„Egal, in welcher Branche – Irische Unternehmen sind aktuell dabei, Lösungen zu entwickeln, um die größten Herausforderungen bewältigen zu können, denen sie gegenüberstehen, um den Geschäftspartnern in aller Welt den „irischen Vorteil“ zu verschaffen.”

Irische Unternehmen erzielen derzeit internationale Umsätze auf Rekordniveau. „Das gelingt ihnen, indem sie Innovation voranbringen“, erklärt Carol Gibbons, Department Manager Digital Technology and Director ICT Commercialisation bei Enterprise Ireland.

„Innovation ist das essentielle Kriterium für die Fähigkeit eines Unternehmens, wettbewerbsfähig zu sein. Im Europäischen Innovationsanzeiger 2017 wurde Irland für seine Innovationskraft auf Platz eins eingestuft. Das ist es, was uns unterscheidet und uns dabei hilft, uns auf globalen Märkten zu behaupten.“

Das sagt nicht nur Enterprise Ireland. „Wir sind mit Niederlassungen und Mitarbeitern vor Ort weltweit vertreten. Wir verbringen viel Zeit mit Gesprächen mit den internationalen Klienten unserer Kundenunternehmen. Hierbei erhalten wir stets das Feedback, dass irische Unternehmen immer einen Schritt weiter gehen“, sagt Gibbons.

„Wir hören auch immer wieder, dass irische Unternehmen als vertrauenswürdige Partner auftreten. Sie haben stets die Bedürfnisse ihrer Kunden im Blick, reden mit ihnen über die Märkte, in denen sie tätig sind, und die Produkte, die sie benötigen, und entwickeln dann maßgeschneiderte neue Produkte und Dienstleistungen. So agieren irische Unternehmen weltweit und deshalb sind so viele von ihnen Marktführer in ihrem Bereich, wobei Technologie eine zentrale Rolle einnimmt.“

 

Wie wollen wir nun die Lebensqualität aller Menschen verbessern?

Innovatoren wie Aerogen, das weltweit führende Medizintechnik-Unternehmen, das sich auf Systeme für die Aerosol-Medikamentengabe spezialisiert hat, und Nuritas, das künstliche Intelligenz mit Genomforschung kombiniert, um natürliche bioaktive Peptide zu entdecken und freizusetzen, verändern das Leben von Milliarden Menschen auf der ganzen Welt.

 

Wie wollen wir unsere wachsende Weltbevölkerung versorgen?

Mithilfe von Unternehmen wie Moocall, ein Spezialist für sensorbasierte Herdenmanagement-Software, und TerraNutriTECH, das die Tierernährung automatisiert, um so die Gesundheit der Herde zu verbessern.

 

Wie können wir wachsen und gleichzeitig die Umwelt für die nächste Generation bewahren?

Dank Unternehmen wie NVP Energy, dessen intelligente Geschäftslösungen Abwässer von Produktionsanlagen in eine Energiequelle umwandeln.

 

Können wir das Optimum aus Maschinen herausholen, ohne dabei die Essenz unserer Menschlichkeit zu verlieren?

Absolut – das ist möglich mit Unternehmen wie Aylien, einem Entwickler KI-gestützter Lösungen zur Inhaltsanalyse, die dabei helfen, große Mengen menschlichen Textes zu verstehen, indem sie Deep Learning und eine fortschrittliche Verarbeitung natürlicher Sprachen nutzen; Artomatix, Erfinder der weltweit ersten 3D-ArtEngine; und Pointy, ein revolutionäres neues System, das automatisch die Produkte eines Einzelhändlers online anzeigt, indem es Algorithmen und maschinelles Lernen einsetzt, um Lagerbestände zu schätzen und herkömmlichen Einzelhändlern dabei zu helfen, mit E-Commerce-Unternehmen konkurrieren zu können.

 

Wie kann unsere physische Welt mit unserer digitalen Welt verschmelzen?

Mit der Hilfe von Innovatoren wie etwa Soapbox Labs, das Spracherkennungslösungen speziell für Kinderstimmen entwickelt, um die höchstmögliche Genauigkeit zu gewährleisten; RecommenderX, das maschinelles Lernen einsetzt, um Unternehmensteams zu besseren datengestützten Entscheidungsfindungen zu verhelfen; und VR Education, dessen virtuelle erweiterte Software die Art und Weise verändert, wie Bildung und Schulungen durchgeführt werden.

 

Ist es möglich, Menschen für eine einfachere, sicherere und fairere Interaktion zu vernetzen?

Ja, das haben Pioniere erreicht wie AID:Tech, das Blockchain-Technologie einsetzt, um die Art und Weise zu revolutionieren, wie Regierungen, Unternehmen und Hilfsorganisationen weltweit wohltätige Hilfen und Zuwendungen bereitstellen; und Sysnet Global Solutions, ein Entwickler von Compliance-Sicherheitslösungen, die uns online schützen.

Und es gibt noch viele weitere dieser innovativen irischen Unternehmen. Dieser Umstand ist der Tatsache ihres einmaligen Umfelds geschuldet. „Irland hat eine starke unternehmerische Ausrichtung. Es sucht sehr proaktiv und agil nach internationalen Gelegenheiten und verfügt über sehr gut ausgebildete, flexible und zukunftsorientierte Arbeitskräfte“, sagt Gibbons.

„Sie werden von Initiativen – wie beispielsweise Technology Centres – unterstützt, die Wirtschafts-Know-how mit akademischer Forschung verbinden und sicherstellen, dass irische Unternehmen für künftige Entwicklungen gerüstet sind, insbesondere in den Bereichen künstlicher Intelligenz und maschinelles Lernen.“

Irlands Geschäftswelt wird von einem erstklassigen System in Bezug auf Forschung und Entwicklung unterstützt und arbeitet mit einigen der weltweit größten Namen in den Bereichen Technologie, Biowissenschaften und Finanzdienstleistungen zusammen. Für all diese Fachgebiete ist Irland ein wichtiger globaler Knotenpunkt. Als Ergebnis können irische Unternehmen kontinuierlich wachsen und die Standards der globalen Marktführer erfüllen.

Irland ist ein Land, in dem Unternehmer ein hohes Ansehen genießen und ambitioniert sind, auch im Ausland Erfolge einzufahren.

Sie sind nicht erfolgreich, auch wenn sie nur von einer kleinen Insel im Atlantik kommen, sondern gerade weil sie von dieser kleinen Insel kommen. „Wir haben uns schon immer nach außen orientiert“, meint Gibbons. „Wir sind von Natur aus Netzwerker und profitieren von unseren Verbindungen. Das bedeutet, dass wir schnell und einfach einen neuen Markt betreten können, wenn wir das beabsichtigen. Das ist ein großer Vorteil.“

Irland beeinflusst weltweit die unterschiedlichsten Bereiche des Lebens, von Kunst und Literatur bis hin zu humanitären Aspekten. Daher überrascht es nicht, dass Irland auch die internationale Wirtschaft beeinflusst. „Wir sind ein kleines Land, haben aber große Ideen – von weltweitem Ausmaß“, sagt Gibbons.

„Lassen Sie sich nicht von unserer Größe täuschen“, rät auch Sinnamon: „Wir sind ein kleines Land mit großer Wirkung.“

Veränderung am globalen Finanzmarkt: Disruptive Technologien sorgen in der Finanzbranche für ein neudefiniertes Kundenerlebnis. Großen Wert legen die Kunden vor allem auf einen reibungslosen Ablauf ihrer Bankgeschäfte. Dabei gilt dem bargeldlosen Zahlungsverkehr besondere Aufmerksamkeit. Die Folge: ein Wettlauf aller Branchenakteure um die Einführung innovativer Zahlungsprodukte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Dies belegt auch die aktuelle Studie Paytech: Neuerfindung der Finanztransaktion von Frost & Sullivan und Enterprise Ireland. Der rasche Wandel und die fortschreitende Digitalisierung drängen etablierte Banken und Fintechs dazu, ihr Know-how zusammenzuführen und eine erfolgreiche Partnerschaft zum Wohle des Kunden einzugehen – eine wertvolle Chance für beide Seiten.

Für Banken lohnt es sich, voll auf die Trends der Digitalisierung zu setzen: Eine Studie von BLC zeigt, dass rund 40 Prozent der Teilnehmer offen für innovative, digitale Bankenservices sind. Zusätzlich gaben 51,7 Prozent der Befragten im World Retail Banking Report 2018 an, positive Erfahrungen beim Online-Banking gemacht zu haben – eine gute Basis für neue Geschäftsmodelle: Kundenwünsche können erfüllt und -erlebnisse verbessert werden. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen traditionellen Finanzhäusern und Fintechs unerlässlich. Kunden erwarten Zahlungslösungen, die rund um die Uhr auf verschiedenen Kanälen verfügbar sind. Mit der passenden Verbindung von Know-how und Agilität können Banken den Übergang zu transparenteren und sichereren Methoden für grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen reibungslos bewältigen.

Neue Technologien revolutionieren den Zahlungsverkehr

Um im Wettbewerb zu bestehen, ist es dringend notwendig, dass etablierte Banken ihr Geschäftsmodell an die Kundennachfrage anpassen und disruptive Technologien integrieren. Unterstützung leisten hierbei innovative Zahlungsdienstleister: Fintechs entwickeln digitale Zahlungslösungen und bieten traditionellen Banken dadurch dynamische, skalierbare und technologieunabhängige Prozesse. Laut der Studie im Auftrag von Enterprise Ireland wird besonders durch die Einführung neuer Vorgaben und Bestimmungen wie der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Nutzung von modernen Transformationstechnologien wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz vorangetrieben. Kunden können damit Zahlungen deutlich flexibler abwickeln, unter anderem mithilfe von E-Wallets oder Social Media.

 

Kundenfreundliche Zahlungslösungen für effiziente Abwicklung

Durch die Zusammenarbeit von multinationalen und irischen Zahlungsunternehmen trägt Irland dazu bei, sämtliche Zahlungsarten weltweit zu vereinfachen, und wird somit zur treibenden Kraft für den globalen Wandel der Branche.

Ein anschauliches Beispiel ist Realex Payments mit Hauptsitz in Irland: Das Unternehmen bietet Online-Firmen Anwendungen, Services und Cloud-Lösungen, die die Annahme von Kundenzahlungen und die Abläufe für kundenfreundliches Bezahlen erleichtern. In die Software sind weitere Zahlungsdienstleister integriert. Dadurch werden Kunden in die Lage versetzt, ihre Bezahlungen auf mehr als 140 Wege online abzuwickeln. Zu den zahlreichen Zahlungsmethoden gehören auch E-Wallets und physische sowie virtuelle Prepaid-Karten.

Digitales Zahlen mit Bargeld möglich machen – das ist die Devise des irischen Dienstleisters PiP iT. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine private Online-Zahlungsplattform für Firmen und deren Kunden eingerichtet. Damit können insbesondere Personen Geld versenden, die in verschiedenen Ländern leben und arbeiten und möglicherweise keinen uneingeschränkten Zugang zu Bankeinrichtungen haben. Die Plattform ermöglicht es den Kunden, ihre Rechnungen grenzüberschreitend sicher zu begleichen, ohne dass ein Bankkonto erforderlich ist.

Auch MiFinity bietet eine Reihe von Services an, die den Kunden Zugang zu kosteneffizienten Zahlungslösungen wie zum Beispiel E-Wallets und virtuellen Prepaid-Karten verschafft. Das Unternehmen legt Wert auf globale Beziehungen, um in bestehenden und neuen Branchen zu wachsen und seine sichere und regulierte Technologieplattform weiter auszubauen.

 

Das vollständige Whitepaper „Paytech: Neuerfindung der Finanztransaktion“ jetzt kostenlos downloaden. 

Kooperieren statt konkurrieren lautet die neue Devise bei Fintechs und etablierten Banken – doch daran müssen sich die Banken erst noch gewöhnen. Nichtsdestotrotz steht fest, dass sowohl Fintech Start-ups als auch Banken den Mehrwert einer Zusammenarbeit bereits erkannt haben und eine gelungene Partnerschaft zum Wohle des Kunden anstreben. Dies geht auch aus dem World Fintech Report 2018 hervor: Mehr als 75 Prozent der Fintechs gaben an, ihr primäres Geschäftsziel in der Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzdienstleistern zu sehen. Durch das Zusammenlegen der Geschäftsmodelle von Fintechs und etablierten Banken können Innovationen gemeinsam vorangetrieben und den Kunden ein reibungsloser Rundum-Service sowie neue Zahlungslösungen geboten werden.

Doch welche Technologien gilt es hierbei besonders im Auge zu behalten? Außer Frage steht: Es geht um weitaus mehr als um clevere mobile Bezahllösungen wie die Funktion für kontaktloses Zahlen oder Mobile Payment. Enterprise Ireland verschafft einen Überblick über jene Trends, mit denen sich zukunftsorientierte Banken und Finanzdienstleister schnellstmöglich beschäftigen sollten.

 

  1. Intelligente Datenmanagementsysteme

Für die Fintech-Branche sind Daten unerlässlich: Jede noch so kleine Geldbewegung wird aufgezeichnet und abgespeichert. Allerdings führen zu große Datenberge dazu, dass Daten nicht effektiv analysiert werden können und für die Kundenbindung bedeutende Informationen untergehen. Die in Dublin entwickelte Lösung von DataChemist schafft Abhilfe: Durch optimierte Informationsrecherche und ein verbessertes Datenmanagement im Finanzumfeld unterstützt sie Banken dabei, chaotische und unstrukturierte Datensätze in konsistente, saubere und integrierte Informationen zu transformieren. Die intelligente Datenmanagementlösung durchsucht Daten aus unterschiedlichen Quellen und hilft, Zusammenhänge aufzudecken, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Dadurch können die Entscheidungsfindung optimiert und Kosten gesenkt werden. Zudem verbessert eine effiziente Datenverwaltung die „Know-Your-Customer“-Performance signifikant, denn Finanzunternehmen lernen ihre Kunden und deren Bedürfnisse deutlich besser kennen.

 

  1. Cloud Computing-Technologien

Kunden genießen die Vorteile eines schnellen Service – ist der jedoch nicht gegeben, kann dies dazu führen, dass Finanzdienstleister Kunden verlieren. Mithilfe von cloudbasierten Technologien können Finanzhäuser rasch auf Kunden- und Marktanforderungen reagieren und neue Finanzdienstleistungen und -angebote schneller als zuvor auf den Markt bringen. Anfangs wurde eine Auslagerung relevanter Daten in die Cloud skeptisch betrachtet. Inzwischen setzt sich allerdings die Erkenntnis immer weiter durch, dass durchdachte Sicherheitsmaßnahmen sowie die Kooperation mit einem verlässlichen Partner eventuelle Risiken oder Sicherheitsbedenken nichtig machen.

Die digitale Lösung zur Autofinanzierung von Peeled Finance ist ein Beispiel dafür, wie sich mithilfe smarter Finanztechnologien neue Wege der Kundenansprache finden lassen. Das Online-Finanzierungstool zieht Vorteile aus der PSD2 und innovativen Technologien, um Autokäufern unkompliziert einen Kredit zu ermöglichen. So können auch interessierte Unternehmen den Einstieg in den Kfz-Finanzierungsmarkt bewältigen, ohne Kosten oder Barrieren als Kreditgeber tragen zu müssen.

 

  1. Biometrische Authentifizierung

Laut einer Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken nutzen bereits über 60 Prozent der befragten Kunden das Online-Banking mehrmals im Monat. Dabei ist eine benutzerfreundliche Oberfläche zwingend erforderlich. So können Kunden bereits mithilfe von Fingerabdrücken oder Gesichtserkennung auf ihre Konten zugreifen. Doch neue Technologien wie biometrische Authentifizierungslösungen erhöhen nicht nur die Qualität des Benutzererlebnisses, sondern gewinnen auch immer mehr an Bedeutung in der Betrugsbekämpfung und Absicherung von Finanzprozessen.

 

Das Human-Authentifizierungsunternehmen Daon zeigt, wie wichtig Innovationsstärke und Weitsicht zum Schutz der Identität im heutigen Finanzumfeld sind. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem irischen Unternehmen und einer britischen Bank nutzen bereits über eine Million Menschen täglich biometrische Authentifizierung für ihre mobilen Bankgeschäfte. Mithilfe der Online-Verifizierung können Kunden schnell auf ihre Konten zugreifen, Geld im Handumdrehen überweisen und Transaktionen unkompliziert durchführen.

  1. Dynamische Währungsumrechnung

Ein besonderer Zusatzservice beim bargeldlosen Bezahlen ist die dynamische Währungsumrechnung DCC (Dynamic Currency Conversion). Diese Technologie erlaubt ausländischen Käufern, ganz bequem in ihrer Heimatwährung zu bezahlen. Der Zahlbetrag wird zum jeweils aktuellen Zeitpunkt in die entsprechende Währung umgewandelt. So sorgt DCC für mehr Transparenz beim Kauf im Ausland, denn der Kunde erfährt nicht erst mit der monatlichen Abrechnung, wie teuer das Shopping war.

 

Der irische DCC-Dienstleister Fexco ermöglicht Kunden einen direkten Überblick, wie viel sie in ihrer Landeswährung ausgeben. Doch auch Händler erhalten durch die schnelle Währungsumwandlung einen Mehrwert. Die vollständige End-to-End DCC-Lösung bietet neben Finanzmittel- und Kassendisposition auch die Kartenprüfung und Bereitstellung der Wechselkursinformationen in Echtzeit.

 

  1. Betrugserkennungs-Software

Um Kunden ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten, spielt die Erkennung und Prävention von Cyberkriminalität eine wichtige Rolle. Die rasanten Fortschritte von künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und dem Internet of Things werden tiefgreifende Auswirkungen auf die Themen Betrugserkennung und -absicherung haben – vor allem bei der Bekämpfung von Geldwäsche. Das irische Fintech-Unternehmen Kyckr hilft Banken und Finanzdienstleistern, sich gegen diese Gefahr zu rüsten. Durch die Echtzeit-Kundenprüfung in weltweiten Handelsregistern reduziert die Kyckr-Lösung das Risiko in der Handelsfinanzierung für Geschäftspartner, steigert die Transparenz im Know Your Customer-Prüfprozess und bietet Vorteile bei der Lieferkettenanalyse. So können die immer strengeren Vorschriften eingehalten und Kosten gesenkt werden.

 

Die Devise lautet: Bloß keine Zeit verlieren

Die fünf genannten Trends zeigen, mit welchen Fintech-Innovationen und Themen sich Banken und Finanzdienstleister in den kommenden Monaten beschäftigen sollten, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und den Kundenerwartungen gerecht zu werden. Im hart umkämpften und von vielen Veränderungen betroffenen Fintech-Sektor ist es für Finanzdienstleister unumgänglich, auf die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden einzugehen, bevor diese zur Konkurrenz zu wechseln. Daher wird eine Kooperation mit interessanten Fintech-Anbietern zur wertvollen Option für zukunftsorientierte Banken.