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Frische Ideen für die Landwirtschaft: Voneinander lernen und miteinander wachsen

Enterprise Ireland hat deutsche Lohnunternehmer für einen Austausch nach Irland eingeladen. Dort konnten sie irische Agrartechnik im Einsatz erleben.

Gute Produktqualität, Tierwohl und schonender Umgang mit Ressourcen sind nur einige von vielen Erwartungen an die Zukunft der Landwirtschaft. Der Druck, den wachsenden Verbraucheranforderungen gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben, erfordert einen Blick über den Tellerrand. Um ins Gespräch mit erfolgreichen irischen Herstellern zu kommen, hat Enterprise Ireland daher ein Dutzend deutsche Lohnunternehmer aus NRW im Juni nach Irland eingeladen. Zentrales Ziel der Reise: Wissensaustausch und persönliche Begegnungen lassen neue Ideen entstehen. So können beispielsweise Kooperationen zwischen irischen und deutschen Unternehmen wegweisende Weichen für anhaltenden Geschäftserfolg stellen.

Sensorgesteuerter Pflanzenschutz und Landmaschinen

Die Tour führte die deutschen Besucher zunächst in den Nordwesten Irlands nach County Mayo. Dort wo flaches Ackerland auf eine hohe Bergkette trifft, hat sich der Unkrautsprühservice für Milchviehhalter DeadDock niedergelassen. Der Erfinder Padraic Walsh erklärte seine zukunftsweisende Agrarentwicklung, eine sensorgesteuerte Technologie, mit der sich Pflanzenschutzmittel gezielt und sparsam ausbringen lässt. DeadDock setzt innovative Methoden zur Bekämpfung von breitblättrigen Unkräutern ein. Denn fressen Kühe mehr Gras und weniger Unkraut, wirkt sich das positiv auf ihre Milchleistung aus.

Der zweite Tag der Irlandreise begann mit einer Besichtigung der Produktion und einer Produktpräsentation des Landmaschinenherstellers Malone: Mähwerke, Heuwender, Silowagen, Ballensammler, Mulcher, Holzspalter und Pfahlrammen konnten betrachtet werden. Danach zeigte Acres Machinery spezielle Schwadlüftern, die auch große Erntemengen verarbeiten. Außerdem konnten die Besucher hier mehr über den optimalen Schnittzeitpunkt und den Zuckergehalt von Gräsern erfahren.

Beim staatlichen Versuchsgut Teagasc erhielten die deutschen Besucher Einblicke in die irische Milchproduktion. Für den Biosektor in Deutschland wird ein Weidegang von mindestens 120 Tagen empfohlen. Irlands Kühe verweilen rund 300 Tage auf der Weide. Bei höchstens 120 Stalltagen im Jahr liegen die Produktionskosten für Milch bei lediglich 19 Cent Euro pro Liter, was deutlich günstiger als in Deutschland ist.

Innovative Agrartechnologien für Gülleverarbeitung, Torfabbau und maximalen Maisertrag

Als nächstes stand ein Besuch der Firma Mastek auf dem Programm. Der Spezialist für Gülletechnik und Staplermastbau führte seinen neuen Cutter vor, der großes Interesse weckte. Bei dieser Maschine sitzt der Cutter vor den Gülleverteilsystemen und arbeitet auch bei großen Strohmengen nahezu störungsfrei und verschleißarm. Wie die Gülleverschlauchung funktioniert, führte das Unternehmen bei Peatbed vor, einem der größten Torfabbauer Irlands. Zum Familienbesitz dieses Unternehmens gehört eine rund 600 Hektar große Moorfläche mit einer Bodentiefe von vier Metern. Hier produziert Peatbed Erde für Champignons sowie Einstreumaterial für Kühe, Mastrinder und Hühner. Das Unternehmen exportiert weltweit Torf und zählt zu den größten Torfexporteuren Irlands.

Besonders beeindruckt waren die deutschen Besucher auf einem Maisacker in Nord-Ost Irland, nördlich von Dublin. „Wir haben den Lohnunternehmer Tony Bell besucht, der auf 180 Hektar Mais unter Folie anbaut. Er überraschte uns mit perfekten Deutschkenntnissen und erklärte uns die Technologie von Samco“, berichtet Reiseteilnehmer Stephan kleine Kalvelage. Hierbei sät die Maschine das Saatgut, besprüht den Boden mit einem Vorauflaufherbizid und legt eine dünne Schicht aus biologisch abbaubaren Kunststofffilm über das Saatbett. Dieser Vorgang schützt die Jungpflanzen vor Spätfrost, erhöht die Bodentemperatur und maximiert so den Maisertrag pro Hektar.

Anschließend führte Abbey Machinery ein Güllefass mit 7,5 Metern Schleppschuhverteiler vor, bei dem besonders die einfach aufgebauten Verteiler mit relativ geringer Arbeitsbreite interessant sind. Die Reise endete beim Hersteller von Ballenwicklern und landwirtschaftlichen Anbausystemen Tanco. Hier konnten die Besucher einen Rundballenwickler am Teleskoplader in Aktion sehen.

„Wir konnten viele neue Eindrücke und Ideen mitnehmen“, erklärt kleine Kalvelage. „Die Vorführung der Firma Abbey Machinery fand auf dem Gelände einer Gin-Destillierie statt, die wir auch besichtigt haben. Es war also eine sehr schöne und vielseitige Tour.“

Enterprise Ireland veranstaltet für Lohnunternehmer, Landwirte und Händler von Landmaschinen regelmäßig Reisen nach Irland. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte hierzu Heike John, Senior Market Adviser für den Agrarsektor bei Enterprise Ireland, unter heike.john@enterprise-ireland.com.

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