Aktuelle Zahlen zeigen: Irische Exporte nach Deutschland steigen um 16 Prozent Neuigkeiten

Aktuelle Zahlen zeigen: Irische Exporte nach Deutschland steigen um 16 Prozent

Irland hat sich von einer auf den Binnen- und britischen Markt ausgerichteten Wirtschaft zu einer offenen Ökonomie entwickelt. Produkte à la „Made in Ireland“ nehmen einen immer größeren Stellenwert in der Europäischen Union und somit in Deutschland ein. Dies bestätigen auch die steigenden Exportzahlen. Enterprise Ireland zufolge erhöhten sich die Exporte nach Deutschland um 16 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro im Jahr 2019. Durch die Diversifizierung von Exportmärkten sowie den Ausbau der Handelsbeziehungen unterstützt Enterprise Ireland irische Unternehmen dabei, ihre Abhängigkeit von Großbritannien weiterhin stark zu verringern und ihren Fokus auf die Europäische Union zu legen.

Das große Wachstum der irischen Exporte nach Deutschland in 2019 kann auf einen 16-prozentigen Anstieg auf 711,26 Millionen Euro in dem Bereich Non-Food zurückgeführt werden. Auch die Exporte in die Eurozone verzeichneten eine rekordverdächtige Steigerung um 15 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Somit ist die EU weiterhin der zweitgrößte Exportmarkt für die von Enterprise Ireland betreuten irischen Firmen. Weltweit erzielten diese einen Anstieg um acht Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, was den höchsten jemals von der Agentur verzeichneten Exportwert darstellt.

Insbesondere in den Branchen Bau, Life Sciences und Digital Tech nimmt Irland eine führende Rolle in Europa ein und konnte somit steigende Exportzahlen nach Deutschland verzeichnen:

Irland als Datenhauptstadt Europas

Irland konnte in den vergangenen Jahren stetig seine Position als Technologie- und Rechenzentrums-Hub ausbauen. Design- und Konstruktionsexpertise sowie betriebliche Erfahrungen haben dazu beigetragen, den Bau von Rechenzentren auf lokaler Ebene in Irland weiter zu verbessern. Zugleich haben sie aber auch dazu geführt, dass sich das Land international einen Namen als Data Center-Bauexperte machen konnte. Viele weltweit agierende Firmen wenden sich daher in Sachen Rechenzentrum an irische Spezialisten auf diesem Gebiet. Dies spiegelt sich auch in den irischen Exporten nach Deutschland wider: Die Baubranche verzeichnete einen Anstieg von 37 Prozent auf 266 Millionen Euro.

Irland an der Spitze der Gesundheitstechnologie

Nicht nur in der Baubranche konnte Irland einen enormen Anstieg der Exporte erzielen, auch in dem Bereich Life Sciences haben sich die Zahlen mit einem Umsatz von 108,4 Millionen Euro gesteigert. Daher überrascht es nicht, dass sich Irland in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten weltweit anerkannten Kompetenzzentren in der Medizintechnik entwickelt hat. Mittlerweile ist das Land Standort für 300 einheimische Medtech-Unternehmen, die von Enterprise Ireland, dem größten Startup-Investor in Europa, unterstützt werden. Prognosen zufolge wird der weltweite Umsatz in der Medizintechnik bis 2024 voraussichtlich 530 Milliarden Euro erreichen. Mit 13.795 beim Europäischen Patentamt angemeldeten Patenten ist dies der innovativste Sektor in Europa.

Irland als Digital Tech Hub in Europa

Mit mehr als 1.000 Technologieunternehmen ist Irland eines der größten Technologiezentren Europas: Irische Tech-Firmen sind weltweit führend in ihrem Bereich und liefern innovative Lösungen an globale Partner. Kaum verwunderlich also, dass die Digital Tech-Branche einen Anstieg der Exporte von 31 Prozent auf 102,9 Millionen Euro verzeichnete. Das Erfolgskonzept hinter den Exportzahlen: Irische Technologieunternehmen erkennen die Anforderungen des globalen Marktes und gehen auf die Bedürfnisse der Kunden ein.

Auswirkungen des Brexits und von Covid-19

Während irische Unternehmen gestärkt durch die Rekordexportwerte in das neue Jahr gestartet sind, stellt die doppelte Bedrohung durch die Nachwirkungen des Brexits und die Folgen von Covid-19 eine große Herausforderung für den internationalen Handel dar. Dennoch zeigen sich die Unternehmen schlagfertig. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben die Iren als Reaktion auf die sich abzeichnenden Marktbedürfnisse agil gehandelt – und das mit Erfolg: Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) befindet sich Irland zusammen mit Deutschland, den USA, der Schweiz und China unter den Top fünf der globalen Exporteure für Covid-19-bezogene Güter. Die Länder machen zusammen 49 Prozent des Handels aus.

Beispiele irischer Innovationen:

Baubranche

Life Sciences

Die irische Firma Technopath Clinical Diagnostics entwickelt und produziert beispielsweise Lösungen für die hochwertige Qualitätskontrolle (QC) in klinischen Labors. Für die Immunchemie der In-vitro-Diagnostik hat Technopath die ersten konsolidierten Qualitätskontrollmaterialien auf den Markt gebracht. Diese ermöglichen es klinischen Labors, die Effizienz und Kostenwirksamkeit von QC-Prozessen erheblich zu verbessern.

Das in Irland ansässige Unternehmen Vitalograph leistet einen wertvollen Beitrag zu einer effektiven medizinischen Versorgung und verbesserten Lebensqualität. Der Anbieter von kardio-respiratorischen Diagnosegeräten, klinischen Versuchen und medizinischem Geräteservice gehört bereits seit über 50 Jahren zu den Marktführern in der Entwicklung und Herstellung von Beatmungsgeräten. 

Digital Tech

Die irische Firma ChannelSight ermöglicht globalen Unternehmen beispielsweise die Konversionsraten zu verbessern, indem es jede Phase des Kaufprozesses von Verbrauchern optimiert. Mithilfe der eCommerce-Intelligence-Lösung verbindet das Unternehmen Marken, Einzelhändler und Verbraucher in einer End-to-End-Plattform. Sie liefert Einblicke in die Art und Weise, wie die Nutzer mit digitalen Inhalten umgehen und wie dies den Absatz bei den Partnerhändlern beeinflusst. Allein auf dem deutschen Markt, einem der Kernmärkte für das Unternehmen, konnte ChannelSight einen Anstieg der Konversionsrate nach dem Lockdown um 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Zudem sind die Markenerträge um 61 Prozent gestiegen.

Einer der irischen Technologieführer Roomex bietet seinen Kunden eine Erleichterung bei der Buchung und Verwaltung von Reisen: die kostenlose B2B-Plattform wird von Reiseexperten unterstützt und bietet vollständige Kontrolle und Transparenz bei den Reiseausgaben von Unternehmen. So können diese effizienter arbeiten und auf der Grundlage von Echtzeit-Daten kosten- und zeitsparende Entscheidungen treffen. Ergänzt wird das weltweit größte Hotel-Netzwerk durch eine optionale Lösung für das Management von Reisekosten auf Mitarbeiter-, Manager- und Buchhaltungs-Ebene.

Beispiele irischer Innovationen zur Bekämpfung von Covid-19

Eine neue Lösung des irischen IoT-Experten Taoglas hilft Organisationen aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor dabei, die Social Distancing Regeln einzuhalten und zu kontrollieren. Die cloudbasierte Analyseplattform CROWD Insights™ von Taoglas misst Verstöße, überwacht Bewegungsdaten, stellt Prognosen und kann Ansammlungen melden – sowohl drinnen als auch draußen. Taoglas arbeitet mit einem der größten irischen Krankenhäuser zusammen und bietet die Technologie bald auch für Gemeinden, Regierungen und Unternehmen sowie Organisationen des Gesundheitswesens an. Die Analyseplattform nutzt vorhandene WLAN-Systeme und erfasst anonymisierte Daten über Smartphones.

Das Dubliner Unternehmen Kastus konnte nun in unabhängig durchgeführten Tests einen Erfolg verbuchen. Die Iren haben eine Beschichtung für unterschiedliche Oberflächen entwickelt, darunter Glas, Keramik und Touchscreens, die auch Coronaviren neutralisiert. Zu diesem Zweck nutzt die neuartige und patentierte Beschichtung Feuchtigkeit und Licht aus der Umgebung als Brennstoffquelle, um Sauerstoffradikale zu erzeugen, die sich an Bakterien und Viren anlagern und diese letztendlich abtöten. Die Beschichtung wird werkseitig aufgetragen, das heißt, sie wird während des Herstellungsprozesses aufgesprüht und bildet so einen extrem haltbaren, immobilisierten dünnen Film.

Das irische Softwareentwicklungsunternehmen NearForm aus Waterford entwickelt aktuell gemeinsam mit der nationalen Gesundheitsbehörde Irlands, dem Health Service Executive (HSE), eine mobile Tracking-App, die Standort- und Infektionsdaten auswertet. Das Ziel: Über die App sollen die Nutzer schnellstmöglich informiert werden, ob Sie mit einer auf das Coronavirus positiv getesteten Person Kontakt hatten. So lässt sich das Virus eindämmen und die Entstehung von neuen regionalen Epizentren verhindern.

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