Seit dem Beschluss des britischen Referendums, die EU im Jahr 2016 zu verlassen, arbeitet Enterprise Ireland eng mit irischen Unternehmen zusammen, um sie auf einen harten Brexit vorzubereiten, indem sie wettbewerbsfähiger, innovativer und marktdiversifizierter sind. Zudem arbeitet die Organisation mit deutschen Unternehmen zusammen und hilft ihnen, vom „Irish Advantage“ zu profitieren. Die von Enterprise Ireland veröffentlichten Statistiken zeigen, dass diese Bemühungen schon Früchte tragen. Anlässlich des Staatsbesuchs von Präsident Michael D. Higgins lud Enterprise Ireland zu einem Wirtschaftsevent ein, bei der die zunehmende Zahl irischer Unternehmen in Deutschland und ihre große Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt hierzulande im Mittelpunkt standen.

 

Laut dem Central Statistics Office entfallen 51 Prozent der irischen Ausfuhren auf den europäischen Markt. Deutschland ist hierbei Irlands drittgrößter Exportmarkt sowie einer der wichtigsten Handelspartner. Auch die Klienten von Enterprise Ireland konnten 2018 eine Exportsteigerung von sechs Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro nach Deutschland verzeichnen. Der Hauptgrund? Deutschlands Wirtschaft wächst. Im Jahr 2020 soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent zulegen – eine große Chance für irische Unternehmen, sich hierzulande nieder zu lassen und lokale Arbeitsplätze zu schaffen: Mehr als 15.000 Mitarbeiter sind bereits für Klienten von Enterprise Ireland in Deutschland tätig.

 

Brexit als Motor für Exportbemühungen

Die von Enterprise Ireland veröffentlichten Ergebnisse ergaben zudem, dass die IKT-Exporte nach Deutschland, einschließlich Software, Elektronik und Fintech, im Jahre 2018 um 26 Prozent wuchsen. Auch die Exporte der Klienten aus den Bereichen Maschinenbau, Agrartechnik und Life Sciences nahmen um 18 Prozent zu. Als Reaktion auf den Brexit konzentriert sich Enterprise Ireland weiterhin darauf, Klienten dabei zu unterstützen, ihre Exportabhängigkeit vom Vereinigten Königreich zu verringern. Ziel ist es, die Exporte in den europäischen Markt bis 2020 um 50 Prozent zu steigern. Allein im vergangenen Jahr hat Enterprise Ireland mit mehr als 1.000 irischen Unternehmen zusammengearbeitet, die vom Brexit betroffen sein dürften. Die Organisation genehmigte Mittel in Höhe von 74 Millionen.

Euro für mehr als 500 der am stärksten vom Austritt Großbritanniens betroffenen Firmen. Im Jahr 2018 haben sich die Exporte in die Eurozone bereits um 8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro erhöht. Somit ist die EU Irlands zweitgrößter Exportmarkt nach dem Vereinigten Königreich.

 

Zusammenhalt ist essenziell

Ein harter Brexit würde auch die Wirtschaft der Bundesrepublik treffen, weiß Eddie Goodwin, Manager Germany, Switzerland and Austria bei Enterprise Ireland: „Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ist nicht nur eine Herausforderung für Irland, sondern für alle unsere europäischen Nachbarn. Aus diesem Grunde arbeiten wir immer enger beispielsweise mit der deutschen Industrie zusammen, um die Herausforderungen, vor die der Brexit die Beschaffungs- und Lieferketten stellt, zu lösen. Deutsche Unternehmen suchen gerade im Hinblick auf den Brexit zunehmend nach innovativen Lösungen und Partnern in Irland, was sich in dem Exportwachstum unserer Klienten nach Deutschland widerspiegelt.“

 

Rückblick auf lange Handelsfreundschaft

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Irland und der Bundesrepublik haben eine lange Tradition: Das erste Büro von Coras Trachtala Teo (CTT), die irische Außendienststelle in Frankfurt, wurde 1962 eröffnet. Heute ist sie unter dem Namen Enterprise Ireland bekannt, und feierte 2012 ihr 50-jähriges Bestehen. Ein weiterer Indikator für die enge, wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit: Im November 2018 verabschiedeten beide Länder einen gemeinsamen Aktionsplan. Dieser umfasste unter anderem die Förderung von Forschung, Innovation, kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Finanzthemen.

Der dreitägige Staatsbesuch des irischen Präsidenten in Deutschland wurde zudem von einem wirtschaftlichen Aspekt begleitet: Präsident Higgins nahm an einer Veranstaltung zu Ehren der deutsch-irischen Geschäftsbeziehungen von Enterprise Ireland teil. Unter dem Motto „Celebrating the Irish Industry’s Presence in the German Market“ haben Geschäftspartner beider Länder die gemeinsamen Erfolge gefeiert und Möglichkeiten zur weiteren Expansion auf dem deutschen Markt diskutiert.

„Enterprise Ireland befindet sich derzeit mitten in der Umsetzung der Strategie 2017 – 2020, in der Deutschland, als größter Markt innerhalb der EU, von höchster Priorität ist“, erklärte Präsident Higgins. „Daher ist es zeitlich passend, dass Enterprise Ireland im Rahmen der Regierungsinitiative „Global Footprint to 2025“ ein zweites Büro in Deutschland eröffnet. Die Eröffnung des neuen Büros mit Sitz in München ist ein wichtiger Schritt, der dazu dient, der irischen Industrie im Bundesland Bayern die Türen zu öffnen. Zusammen mit dem neuen irischen Generalkonsul in Frankfurt wird dies die Präsenz Irlands in Deutschland deutlich stärken.“

 

Zu den anwesenden Unternehmen gehören beispielsweise CupPrint und das deutsche Unternehmen FLYERALARM, die gemeinsam den ersten, vollständig recyclebaren Pappbecher re|UUSI auf den Markt gebracht haben. Dieser ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich – das Resultat einer erfolgreichen irisch-deutschen Zusammenarbeit, die bereits seit 2013 besteht. Die gemeinsam von CupPrint und FLYERALARM herausgebrachten Becher sind die weltweit ersten Papierbecher, die als normales, gemischtes Altpapier wiederverwertbar sind. Die Recyclingfähigkeit wurde von cyclos – HTP, dem Partnerinstitut des Grünen Punktes, getestet und mit einer AAA Zertifizierung bestätigt.

Darüber hinaus gibt der irische Anbieter einer ERP-Software Keelings Knowledge seine jüngst geschlossene Partnerschaft mit dem deutschen IT-Dienstleister RI-Solution bekannt. Der Softwarezweig des Frischwarenunternehmens Keelings Knowledge hat eine branchenspezifische ERP-Softwarelösung entwickelt. Die Partnerschaft zwischen Keelings Knowledge und RI-Solution ist ein Meilenstein für das Unternehmen, um im umkämpften Marktumfeld wichtige Marktanteile zu gewinnen. Die Zusammenarbeit stellt sicher, dass künftige deutsche Kunden von lokalen Branchenexperten die bestmögliche Unterstützung bei der Implementierung der ERP-Software erhalten.

Cubic Telecom, der führende Anbieter von Connectivity Management für die Automobil- und IoT-Industrie mit Sitz in Irland und München, hat jüngst außerdem die Zusammenarbeit mit dem Elektrofahrzeughersteller e.GO in Deutschland bekannt gegeben. Cubic Telecom betreut weitere deutsche Automobilkunden wie Audi, Porsche und Volkswagen. Mit der Konnektivität auf Basis der PACE-Plattform von Cubic Telecom bietet die Lösung das ultimative, vernetzte Fahrerlebnis und versorgt weltweit über zwei Millionen vernetzte Autos. Fahrer haben Zugriff auf stets verfügbare via LTE-verbundene Dienste, selbst wenn sie in andere Regionen reisen. Das Kernnetz von Cubic Telecom umfasst mehr als 180 Länder mit über 75 Mobilfunkbetreiber-Partnerschaften.

Zusammenarbeit mit Mehrwert: Der irische Arzneimittelhersteller Solvotrin Therapeutics hat sich für die Zusammenarbeit mit der roha apothekendienste GmbH aus Deutschland entschieden. Ziel der Partnerschaft ist es, das neuartige Präparat Active Iron auf dem deutschen Markt verfügbar zu machen. Dadurch erhalten Menschen, die an Eisenmangel leiden, Zugang zu einer besser verträglichen Behandlungsoption. Enterprise Ireland hat im Rahmen seiner Initiative zur Diversifizierung irischer Firmen seinen Beitrag zur Anbahnung der Kooperation geleistet.

Eisenmangel ist ein Volksleiden von globalem Ausmaß – nicht weniger als zwei Milliarden Betroffene schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Vor allem Schwangere, Sportler, Frauen während der Menstruation und Vegetarier werden zu den Gruppen gezählt, die einen erhöhten Bedarf an Eisen haben und diesen oftmals durch spezielle Eisenpräparate decken. Das Problem daran: Bei vielen der etablierten Arzneimittel in diesem Segment wird der Wirkstoff direkt im Magen freigesetzt. Häufige Folgen davon sind eine Reizung der Magenschleimhaut und anschließende Magenbeschwerden.

 

Spitzenforschung mit Weitblick

Die Experten von Solvotrin Therapeutics haben eine andere patentgeschützte Methode entwickelt: Im Fall von Active Iron sorgt ein völlig neuartiger Eisen-Molke-Proteinkomplex dafür, dass das Eisen im Dünndarm freigesetzt wird, wo sich das Transportprotein DMT1 befindet. Dadurch lassen sich die Absorptionsrate von Eisensulfat signifikant steigern und Nebenwirkungen vermeiden, wie sie von herkömmlichen Eisentherapien bekannt sind.

Zum Kerngeschäft von Solvotrin Therapeutics mit Haupsitz im irischen Cork zählen die Entwicklung von Arzneimitteln und Medizinprodukten in den Bereichen Vitamin- und Mineraltherapie sowie die Optimierung etablierter Verfahren auf Basis innovativer Forschungsansätze. Die Mission des Unternehmens besteht darin, Produkte zu entwickeln, die einen medizinischen Bedarf decken.

Solvotrin betreibt ein klinisches Entwicklungsprogramm, das die Wirksamkeit und Verträglichkeit von aktivem Eisen bei Menschen mit einer Intoleranz gegenüber oralem Eisen untersucht. In Zusammenarbeit mit multinationalen Partnern werden diese Studien fortgesetzt und auf Patientengruppen mit Anämie bei chronischen Erkrankungen beispielsweise der Nieren ausgedehnt. Kontinuierliche Forschung im Labor unterstützt diese Aktivitäten und liefert neue Erkenntnisse über das günstige Verträglichkeitsprofil von Active Iron.

 

Auf zu neuen Absatzmärkten!

Auch in Deutschland besteht ein hoher Bedarf an einem derart leicht verträglichen Präparat, das kaum Nebenwirkungen hat. Mit der roha apothekendienste GmbH wurde der größte unabhängige Apothekenvertrieb in Deutschland ins Boot geholt, um Active Iron nun auch hierzulande anzubieten. Als Partner im Apothekenaußendienst unterstützt roha Solvotrin Therapeutics mit umfassendem Know-how – so kann das Unternehmen Active Iron am Point of Sale sichtbar und flächendeckend verfügbar machen.

Die Referenzen sind überzeugend: Für zahlreiche nationale und internationale Unternehmen vertritt das Unternehmen seit Jahren erfolgreich renommierte Produkte und Sortimente. Zudem unterstützt roha Produktneueinführungen mit einem Rundum-Service, der von der Schulung der Außendienstmitarbeiter über die Erstellung schlagkräftiger Sales-Materialien bis hin zur Platzierung in der Apotheke reicht.

 

Wer die Branche kennt, ist klar im Vorteil

Der Schritt auf den deutschen Markt war für Solvotrin Therapeutics dank der wertvollen Unterstützung von Nicol Hoppe, Market Adviser Life Sciences, Cleantech and Aerospace bei Enterprise Ireland, erfolgreich verlaufen. „Die Zusammenarbeit mit einem etablierten lokalen Partner ist für unseren künftigen Erfolg essenziell“, erklärt Ronan McClafferty, Global Commercial Director bei Solvotrin Therapeutics. „Der Kontakt zu Nicol Hoppe im Rahmen des Pathfinder-Programms von Enterprise Ireland war für uns der Schlüssel, um in roha einen Partner zu finden, der unser Engagement teilt, die Bedürfnisse von Patienten und Verbrauchern gezielt zu bedienen.“

Elektrofahrzeuge, autonomes Fahren und Shared Driving – Erstes Transatlantic Forum in Dublin widmet sich den Zukunftsfragen der Mobilität

Connected, Autonomous, Shared und Electrified – kurz CASE – sind die disruptiven Top-Trends im Bereich Mobilität. Wir von Enterprise Ireland sorgen dafür, dass diese in der Automobilbranche ganz oben auf der Agenda stehen. Vom 23. bis 24. Oktober bringen wir die führenden globalen Automobilhersteller, Zulieferer, Branchenexperten und Meinungsführer in Dublin zusammen. Anlass ist das erste Transatlantic Forum, bei dem sich Führungskräfte und Entscheidungsträger aus der Industrie aus den wichtigsten US-amerikanischen und deutschen Unternehmen zum Expertenaustausch treffen.

Gute Vorbereitung ist ein entscheidender Faktor für zukünftigen Erfolg – gerade im Hinblick auf die Mobilitätskonzepte von morgen. Angesichts des aktuellen Wandels in Segment Mobilität kommt es insbesondere darauf an, wie vorausschauend Unternehmen der Automobilbranche ihr Geschäftsmodell auf die Themen vernetztes und autonomes Fahren, E-Mobilität sowie Carsharing abstimmen. Hier setzt das Transatlantic Forum als Ort für länderübergreifende Kooperation und Kommunikation an.

We like to move it!

Immer mehr Branchenunternehmen bringen Bewegung in ihre veralteten Philosophien und Herangehensweisen, um sich den neuen globalen Herausforderungen zu stellen. Das gilt für Deutschland und die USA mit ihrer jeweils traditionell starken Automobilbranche als Schlüsselindustrie ebenso wie für irische Akteure. Ein anschauliches Beispiel dafür liefert das neue Kompetenzzentrum für vernetzte und autonome Fahrzeuge, das Jaguar Land Rover April 2019 im irischen Shannon eröffnet hat. Das umfassende Programm des Transatlantic Forums bietet die Möglichkeit eines Besuchs vor Ort.

Vorgestellt wird außerdem die Arbeit des irischen Software-Forschungszentrums Lero. Dieses vereint Forschungsteams von Universitäten und Technischen Hochschulen in einem koordinierten Kompetenzzentrum mit starkem Branchenfokus. Lero hat das Niveau und den Bekanntheitsgrad der irischen Softwareforschung signifikant verbessert und ist eine Kollaboration mit Valeo, dem französischen Spezialisten für Fahrzeugkomponenten und -technologien eingegangen.

Beteiligt ist Lero auch an CAV Ireland, einem Forum für vernetzte und autonome Fahrzeuge. Als zentrale Plattform in Irland dient es dazu, den Austausch zwischen Interessenvertretern aus den Bereichen Industrie, Wissenschaft und Forschung sowie aus Verkehrsbetrieben und Fördereinrichtungen zu fördern und die irische Expertise auf diesem Gebiet strategisch zu stärken.

Top-Programm für agile Entscheider

Führende irische Unternehmen steuern ihren Erfahrungsschatz zu dem Event bei und zeigen, welche Strategien sie anwenden, um sich optimal auf die Zukunft der Automobilindustrie einzustellen. Alle Teilnehmer profitieren von der Möglichkeit, ihr Netzwerk zu erweitern und Branchenführer aus den USA und Deutschland vor Ort zu treffen.

Zudem eröffnen sich durch den Einsatz branchenspezifischer Technologien neue Perspektiven für die wichtigsten Herausforderungen, denen sich die gesamte Branche stellen muss. Das ist unter anderem Gegenstand von Breakout-Sitzungen mit internationalen Peers im Rahmenprogramm des Forums.

Branchenexperten und globale Führungskräfte werden in Keynote-Reden von ihren Erfahrungen mit den neuesten Technologien aus dem CASE-Segment berichten. Direkte Gespräche mit führenden irischen Technologieunternehmen, die als Lieferanten innovativer Lösungen für das Mobilitätssegment aktiv sind, sowie eine Reihe von Demos runden das Event-Programm ab.

Irische Innovationen in der Automotive-Branche

Die irische Automobilindustrie blickt auf eine lange Geschichte zurück. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die grüne Insel ein verlockender Standort für Entwickler von Automobiltechnik ist – so auch für das irische Unternehmen Decawave, das sich auf Ultra-Breitband-Technologie (UWB) spezialisiert hat. Der UWB-Chip, den das Unternehmen entwickelt hat, ermöglicht durch präzise Messung eines Funksignals die zentimetergenaue Entfernungs- und Ortungsbestimmung unter anderem von Autos. Die Lösung zeichnet sich durch geringen Stromverbrauch und niedrige Kosten aus. Dadurch eignet sie sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsszenarien.

Das Unternehmen Cubic Telecom mit Hauptsitz in Dublin ist Entwickler einer globalen Konnektivitätsplattform. Die End-to-End-Lösung für die Automotive-Branche ermöglicht es Autoherstellern, ihre Fahrzeuge zu vernetzen. Automobilkunden erlangen dadurch vollständige Kostenkontrolle, während sie von ihrem Fahrzeug aus im Internet surfen. Cubic Telecom setzt auf innovative Technologien, um leistungsfähige Lösungen für die Bereiche Hardware, SIM-Software, Fertigung und Bereitstellung zu entwickeln. Das versetzt Automobilhersteller in die Lage, Daten über die Leistung der Fahrzeuge zu sammeln und die Software aus der Ferne zu aktualisieren.

Taoglas, das irische Unternehmen für M2M-Antennen, bietet ein breites Portfolio an Antennenlösungen unter anderem für Autos. Kraftfahrzeughersteller können ihre Fahrzeuge damit beispielsweise via Mobilfunk, Wi-Fi, GNSS für Navigation, Notrufsysteme, Satellitenfunk und Bluetooth mit der Außenwelt vernetzen.

Der Softwarehersteller Emdalo Technologies hat sich auf die Entwicklung von Lösungen in den Schlüsseltechnologien Machine Learning und künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert – so auch im Automobilbereich. Die auf KI basierende Objekt- und Gestenerkennung kann im Bereich von autonomen Fahrzeugen und Fahrerassistenzsystemen Anwendung finden.

Wenn Sie an einer Teilnahme am Transatlantic Forum vom 23. bis 24. Oktober 2019 in Dublin interessiert sind, kontaktieren Sie Jens Altmann (Market Adviser Mobility & Electronics) unter Jens.Altmann@enterprise-ireland.com oder Roisin Greening (Market Executive Germany, Austria & Switzerland) unter Roisin.Greening@enterprise-ireland.com.

„Welche Zukunft wünschen wir uns für uns – und für unseren Planeten? Wie können wir die Lebensqualität aller Menschen verbessern? Das ist genau die Art zukunftsgerichteter Fragen, die innovative irische Unternehmen derzeit beantworten wollen“, sagt Julie Sinnamon, CEO von Enterprise Ireland, der Agentur für Handel und Innovation.

„Es sind schwerwiegende, wichtige Fragen. Sie sind herausfordernd und verwirren uns alle, aber sie bringen uns auch voran, um schwerwiegende, wichtige Antworten zu finden. Diese Antworten werden uns dabei helfen, für jeden eine bessere Zukunft zu schaffen.“

Da das Tempo der Veränderung immer schneller wird, wächst die Notwendigkeit, Dinge zu hinterfragen. „Die Leute suchen zunehmend nach Möglichkeiten, aus Änderungen Kapital zu schlagen und dabei gleichzeitig sicherzustellen, dass es die richtige Art von Änderung ist – eine Veränderung, die Menschen und Umwelt hilft, die Vielfalt fördert oder Bedingungen für Menschen in Not verbessert“, sagt Sinnamon.

Derart existentielle Fragen erfordern Visionen von Innovatoren, die in die Zukunft blicken und das große Allgemeine sehen, sich aber gleichzeitig auch hier und jetzt um Angelegenheiten kümmern.

„Irische Unternehmen befinden sich im Zentrum technologischer Innovation und werden von wirtschaftlichen Notwendigkeiten und dem Wunsch getrieben, eine gerechtere Zukunft zu schaffen“, berichtet Sinnamon.

„Dies ist nicht nur ein Bestreben. Es ist das, was irische Unternehmen jetzt gerade erreichen. Das ist der Grund, warum Irland der zweitgrößte Exporteur von Medizintechnik in Europa und ein Marktführer im Bereich der Finanztechnik bei Zahlungen, Regtech und Fonds ist. Irland ist zudem ein globales Zentrum für Agritech-Innovation und verfügt über eine erstklassige Erfolgsbilanz bei der Fertigstellung großer und komplexer High-Tech-Bauvorhaben in aller Welt“, erklärt Sinnamon.

„Egal, in welcher Branche – Irische Unternehmen sind aktuell dabei, Lösungen zu entwickeln, um die größten Herausforderungen bewältigen zu können, denen sie gegenüberstehen, um den Geschäftspartnern in aller Welt den „irischen Vorteil“ zu verschaffen.”

Irische Unternehmen erzielen derzeit internationale Umsätze auf Rekordniveau. „Das gelingt ihnen, indem sie Innovation voranbringen“, erklärt Carol Gibbons, Department Manager Digital Technology and Director ICT Commercialisation bei Enterprise Ireland.

„Innovation ist das essentielle Kriterium für die Fähigkeit eines Unternehmens, wettbewerbsfähig zu sein. Im Europäischen Innovationsanzeiger 2017 wurde Irland für seine Innovationskraft auf Platz eins eingestuft. Das ist es, was uns unterscheidet und uns dabei hilft, uns auf globalen Märkten zu behaupten.“

Das sagt nicht nur Enterprise Ireland. „Wir sind mit Niederlassungen und Mitarbeitern vor Ort weltweit vertreten. Wir verbringen viel Zeit mit Gesprächen mit den internationalen Klienten unserer Kundenunternehmen. Hierbei erhalten wir stets das Feedback, dass irische Unternehmen immer einen Schritt weiter gehen“, sagt Gibbons.

„Wir hören auch immer wieder, dass irische Unternehmen als vertrauenswürdige Partner auftreten. Sie haben stets die Bedürfnisse ihrer Kunden im Blick, reden mit ihnen über die Märkte, in denen sie tätig sind, und die Produkte, die sie benötigen, und entwickeln dann maßgeschneiderte neue Produkte und Dienstleistungen. So agieren irische Unternehmen weltweit und deshalb sind so viele von ihnen Marktführer in ihrem Bereich, wobei Technologie eine zentrale Rolle einnimmt.“

 

Wie wollen wir nun die Lebensqualität aller Menschen verbessern?

Innovatoren wie Aerogen, das weltweit führende Medizintechnik-Unternehmen, das sich auf Systeme für die Aerosol-Medikamentengabe spezialisiert hat, und Nuritas, das künstliche Intelligenz mit Genomforschung kombiniert, um natürliche bioaktive Peptide zu entdecken und freizusetzen, verändern das Leben von Milliarden Menschen auf der ganzen Welt.

 

Wie wollen wir unsere wachsende Weltbevölkerung versorgen?

Mithilfe von Unternehmen wie Moocall, ein Spezialist für sensorbasierte Herdenmanagement-Software, und TerraNutriTECH, das die Tierernährung automatisiert, um so die Gesundheit der Herde zu verbessern.

 

Wie können wir wachsen und gleichzeitig die Umwelt für die nächste Generation bewahren?

Dank Unternehmen wie NVP Energy, dessen intelligente Geschäftslösungen Abwässer von Produktionsanlagen in eine Energiequelle umwandeln.

 

Können wir das Optimum aus Maschinen herausholen, ohne dabei die Essenz unserer Menschlichkeit zu verlieren?

Absolut – das ist möglich mit Unternehmen wie Aylien, einem Entwickler KI-gestützter Lösungen zur Inhaltsanalyse, die dabei helfen, große Mengen menschlichen Textes zu verstehen, indem sie Deep Learning und eine fortschrittliche Verarbeitung natürlicher Sprachen nutzen; Artomatix, Erfinder der weltweit ersten 3D-ArtEngine; und Pointy, ein revolutionäres neues System, das automatisch die Produkte eines Einzelhändlers online anzeigt, indem es Algorithmen und maschinelles Lernen einsetzt, um Lagerbestände zu schätzen und herkömmlichen Einzelhändlern dabei zu helfen, mit E-Commerce-Unternehmen konkurrieren zu können.

 

Wie kann unsere physische Welt mit unserer digitalen Welt verschmelzen?

Mit der Hilfe von Innovatoren wie etwa Soapbox Labs, das Spracherkennungslösungen speziell für Kinderstimmen entwickelt, um die höchstmögliche Genauigkeit zu gewährleisten; RecommenderX, das maschinelles Lernen einsetzt, um Unternehmensteams zu besseren datengestützten Entscheidungsfindungen zu verhelfen; und VR Education, dessen virtuelle erweiterte Software die Art und Weise verändert, wie Bildung und Schulungen durchgeführt werden.

 

Ist es möglich, Menschen für eine einfachere, sicherere und fairere Interaktion zu vernetzen?

Ja, das haben Pioniere erreicht wie AID:Tech, das Blockchain-Technologie einsetzt, um die Art und Weise zu revolutionieren, wie Regierungen, Unternehmen und Hilfsorganisationen weltweit wohltätige Hilfen und Zuwendungen bereitstellen; und Sysnet Global Solutions, ein Entwickler von Compliance-Sicherheitslösungen, die uns online schützen.

Und es gibt noch viele weitere dieser innovativen irischen Unternehmen. Dieser Umstand ist der Tatsache ihres einmaligen Umfelds geschuldet. „Irland hat eine starke unternehmerische Ausrichtung. Es sucht sehr proaktiv und agil nach internationalen Gelegenheiten und verfügt über sehr gut ausgebildete, flexible und zukunftsorientierte Arbeitskräfte“, sagt Gibbons.

„Sie werden von Initiativen – wie beispielsweise Technology Centres – unterstützt, die Wirtschafts-Know-how mit akademischer Forschung verbinden und sicherstellen, dass irische Unternehmen für künftige Entwicklungen gerüstet sind, insbesondere in den Bereichen künstlicher Intelligenz und maschinelles Lernen.“

Irlands Geschäftswelt wird von einem erstklassigen System in Bezug auf Forschung und Entwicklung unterstützt und arbeitet mit einigen der weltweit größten Namen in den Bereichen Technologie, Biowissenschaften und Finanzdienstleistungen zusammen. Für all diese Fachgebiete ist Irland ein wichtiger globaler Knotenpunkt. Als Ergebnis können irische Unternehmen kontinuierlich wachsen und die Standards der globalen Marktführer erfüllen.

Irland ist ein Land, in dem Unternehmer ein hohes Ansehen genießen und ambitioniert sind, auch im Ausland Erfolge einzufahren.

Sie sind nicht erfolgreich, auch wenn sie nur von einer kleinen Insel im Atlantik kommen, sondern gerade weil sie von dieser kleinen Insel kommen. „Wir haben uns schon immer nach außen orientiert“, meint Gibbons. „Wir sind von Natur aus Netzwerker und profitieren von unseren Verbindungen. Das bedeutet, dass wir schnell und einfach einen neuen Markt betreten können, wenn wir das beabsichtigen. Das ist ein großer Vorteil.“

Irland beeinflusst weltweit die unterschiedlichsten Bereiche des Lebens, von Kunst und Literatur bis hin zu humanitären Aspekten. Daher überrascht es nicht, dass Irland auch die internationale Wirtschaft beeinflusst. „Wir sind ein kleines Land, haben aber große Ideen – von weltweitem Ausmaß“, sagt Gibbons.

„Lassen Sie sich nicht von unserer Größe täuschen“, rät auch Sinnamon: „Wir sind ein kleines Land mit großer Wirkung.“

Veränderung am globalen Finanzmarkt: Disruptive Technologien sorgen in der Finanzbranche für ein neudefiniertes Kundenerlebnis. Großen Wert legen die Kunden vor allem auf einen reibungslosen Ablauf ihrer Bankgeschäfte. Dabei gilt dem bargeldlosen Zahlungsverkehr besondere Aufmerksamkeit. Die Folge: ein Wettlauf aller Branchenakteure um die Einführung innovativer Zahlungsprodukte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Dies belegt auch die aktuelle Studie Paytech: Neuerfindung der Finanztransaktion von Frost & Sullivan und Enterprise Ireland. Der rasche Wandel und die fortschreitende Digitalisierung drängen etablierte Banken und Fintechs dazu, ihr Know-how zusammenzuführen und eine erfolgreiche Partnerschaft zum Wohle des Kunden einzugehen – eine wertvolle Chance für beide Seiten.

Für Banken lohnt es sich, voll auf die Trends der Digitalisierung zu setzen: Eine Studie von BLC zeigt, dass rund 40 Prozent der Teilnehmer offen für innovative, digitale Bankenservices sind. Zusätzlich gaben 51,7 Prozent der Befragten im World Retail Banking Report 2018 an, positive Erfahrungen beim Online-Banking gemacht zu haben – eine gute Basis für neue Geschäftsmodelle: Kundenwünsche können erfüllt und -erlebnisse verbessert werden. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen traditionellen Finanzhäusern und Fintechs unerlässlich. Kunden erwarten Zahlungslösungen, die rund um die Uhr auf verschiedenen Kanälen verfügbar sind. Mit der passenden Verbindung von Know-how und Agilität können Banken den Übergang zu transparenteren und sichereren Methoden für grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen reibungslos bewältigen.

Neue Technologien revolutionieren den Zahlungsverkehr

Um im Wettbewerb zu bestehen, ist es dringend notwendig, dass etablierte Banken ihr Geschäftsmodell an die Kundennachfrage anpassen und disruptive Technologien integrieren. Unterstützung leisten hierbei innovative Zahlungsdienstleister: Fintechs entwickeln digitale Zahlungslösungen und bieten traditionellen Banken dadurch dynamische, skalierbare und technologieunabhängige Prozesse. Laut der Studie im Auftrag von Enterprise Ireland wird besonders durch die Einführung neuer Vorgaben und Bestimmungen wie der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Nutzung von modernen Transformationstechnologien wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz vorangetrieben. Kunden können damit Zahlungen deutlich flexibler abwickeln, unter anderem mithilfe von E-Wallets oder Social Media.

 

Kundenfreundliche Zahlungslösungen für effiziente Abwicklung

Durch die Zusammenarbeit von multinationalen und irischen Zahlungsunternehmen trägt Irland dazu bei, sämtliche Zahlungsarten weltweit zu vereinfachen, und wird somit zur treibenden Kraft für den globalen Wandel der Branche.

Ein anschauliches Beispiel ist Realex Payments mit Hauptsitz in Irland: Das Unternehmen bietet Online-Firmen Anwendungen, Services und Cloud-Lösungen, die die Annahme von Kundenzahlungen und die Abläufe für kundenfreundliches Bezahlen erleichtern. In die Software sind weitere Zahlungsdienstleister integriert. Dadurch werden Kunden in die Lage versetzt, ihre Bezahlungen auf mehr als 140 Wege online abzuwickeln. Zu den zahlreichen Zahlungsmethoden gehören auch E-Wallets und physische sowie virtuelle Prepaid-Karten.

Digitales Zahlen mit Bargeld möglich machen – das ist die Devise des irischen Dienstleisters PiP iT. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine private Online-Zahlungsplattform für Firmen und deren Kunden eingerichtet. Damit können insbesondere Personen Geld versenden, die in verschiedenen Ländern leben und arbeiten und möglicherweise keinen uneingeschränkten Zugang zu Bankeinrichtungen haben. Die Plattform ermöglicht es den Kunden, ihre Rechnungen grenzüberschreitend sicher zu begleichen, ohne dass ein Bankkonto erforderlich ist.

Auch MiFinity bietet eine Reihe von Services an, die den Kunden Zugang zu kosteneffizienten Zahlungslösungen wie zum Beispiel E-Wallets und virtuellen Prepaid-Karten verschafft. Das Unternehmen legt Wert auf globale Beziehungen, um in bestehenden und neuen Branchen zu wachsen und seine sichere und regulierte Technologieplattform weiter auszubauen.

 

Das vollständige Whitepaper „Paytech: Neuerfindung der Finanztransaktion“ jetzt kostenlos downloaden. 

Kooperieren statt konkurrieren lautet die neue Devise bei Fintechs und etablierten Banken – doch daran müssen sich die Banken erst noch gewöhnen. Nichtsdestotrotz steht fest, dass sowohl Fintech Start-ups als auch Banken den Mehrwert einer Zusammenarbeit bereits erkannt haben und eine gelungene Partnerschaft zum Wohle des Kunden anstreben. Dies geht auch aus dem World Fintech Report 2018 hervor: Mehr als 75 Prozent der Fintechs gaben an, ihr primäres Geschäftsziel in der Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzdienstleistern zu sehen. Durch das Zusammenlegen der Geschäftsmodelle von Fintechs und etablierten Banken können Innovationen gemeinsam vorangetrieben und den Kunden ein reibungsloser Rundum-Service sowie neue Zahlungslösungen geboten werden.

Doch welche Technologien gilt es hierbei besonders im Auge zu behalten? Außer Frage steht: Es geht um weitaus mehr als um clevere mobile Bezahllösungen wie die Funktion für kontaktloses Zahlen oder Mobile Payment. Enterprise Ireland verschafft einen Überblick über jene Trends, mit denen sich zukunftsorientierte Banken und Finanzdienstleister schnellstmöglich beschäftigen sollten.

 

  1. Intelligente Datenmanagementsysteme

Für die Fintech-Branche sind Daten unerlässlich: Jede noch so kleine Geldbewegung wird aufgezeichnet und abgespeichert. Allerdings führen zu große Datenberge dazu, dass Daten nicht effektiv analysiert werden können und für die Kundenbindung bedeutende Informationen untergehen. Die in Dublin entwickelte Lösung von DataChemist schafft Abhilfe: Durch optimierte Informationsrecherche und ein verbessertes Datenmanagement im Finanzumfeld unterstützt sie Banken dabei, chaotische und unstrukturierte Datensätze in konsistente, saubere und integrierte Informationen zu transformieren. Die intelligente Datenmanagementlösung durchsucht Daten aus unterschiedlichen Quellen und hilft, Zusammenhänge aufzudecken, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Dadurch können die Entscheidungsfindung optimiert und Kosten gesenkt werden. Zudem verbessert eine effiziente Datenverwaltung die „Know-Your-Customer“-Performance signifikant, denn Finanzunternehmen lernen ihre Kunden und deren Bedürfnisse deutlich besser kennen.

 

  1. Cloud Computing-Technologien

Kunden genießen die Vorteile eines schnellen Service – ist der jedoch nicht gegeben, kann dies dazu führen, dass Finanzdienstleister Kunden verlieren. Mithilfe von cloudbasierten Technologien können Finanzhäuser rasch auf Kunden- und Marktanforderungen reagieren und neue Finanzdienstleistungen und -angebote schneller als zuvor auf den Markt bringen. Anfangs wurde eine Auslagerung relevanter Daten in die Cloud skeptisch betrachtet. Inzwischen setzt sich allerdings die Erkenntnis immer weiter durch, dass durchdachte Sicherheitsmaßnahmen sowie die Kooperation mit einem verlässlichen Partner eventuelle Risiken oder Sicherheitsbedenken nichtig machen.

Die digitale Lösung zur Autofinanzierung von Peeled Finance ist ein Beispiel dafür, wie sich mithilfe smarter Finanztechnologien neue Wege der Kundenansprache finden lassen. Das Online-Finanzierungstool zieht Vorteile aus der PSD2 und innovativen Technologien, um Autokäufern unkompliziert einen Kredit zu ermöglichen. So können auch interessierte Unternehmen den Einstieg in den Kfz-Finanzierungsmarkt bewältigen, ohne Kosten oder Barrieren als Kreditgeber tragen zu müssen.

 

  1. Biometrische Authentifizierung

Laut einer Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken nutzen bereits über 60 Prozent der befragten Kunden das Online-Banking mehrmals im Monat. Dabei ist eine benutzerfreundliche Oberfläche zwingend erforderlich. So können Kunden bereits mithilfe von Fingerabdrücken oder Gesichtserkennung auf ihre Konten zugreifen. Doch neue Technologien wie biometrische Authentifizierungslösungen erhöhen nicht nur die Qualität des Benutzererlebnisses, sondern gewinnen auch immer mehr an Bedeutung in der Betrugsbekämpfung und Absicherung von Finanzprozessen.

 

Das Human-Authentifizierungsunternehmen Daon zeigt, wie wichtig Innovationsstärke und Weitsicht zum Schutz der Identität im heutigen Finanzumfeld sind. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem irischen Unternehmen und einer britischen Bank nutzen bereits über eine Million Menschen täglich biometrische Authentifizierung für ihre mobilen Bankgeschäfte. Mithilfe der Online-Verifizierung können Kunden schnell auf ihre Konten zugreifen, Geld im Handumdrehen überweisen und Transaktionen unkompliziert durchführen.

  1. Dynamische Währungsumrechnung

Ein besonderer Zusatzservice beim bargeldlosen Bezahlen ist die dynamische Währungsumrechnung DCC (Dynamic Currency Conversion). Diese Technologie erlaubt ausländischen Käufern, ganz bequem in ihrer Heimatwährung zu bezahlen. Der Zahlbetrag wird zum jeweils aktuellen Zeitpunkt in die entsprechende Währung umgewandelt. So sorgt DCC für mehr Transparenz beim Kauf im Ausland, denn der Kunde erfährt nicht erst mit der monatlichen Abrechnung, wie teuer das Shopping war.

 

Der irische DCC-Dienstleister Fexco ermöglicht Kunden einen direkten Überblick, wie viel sie in ihrer Landeswährung ausgeben. Doch auch Händler erhalten durch die schnelle Währungsumwandlung einen Mehrwert. Die vollständige End-to-End DCC-Lösung bietet neben Finanzmittel- und Kassendisposition auch die Kartenprüfung und Bereitstellung der Wechselkursinformationen in Echtzeit.

 

  1. Betrugserkennungs-Software

Um Kunden ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten, spielt die Erkennung und Prävention von Cyberkriminalität eine wichtige Rolle. Die rasanten Fortschritte von künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und dem Internet of Things werden tiefgreifende Auswirkungen auf die Themen Betrugserkennung und -absicherung haben – vor allem bei der Bekämpfung von Geldwäsche. Das irische Fintech-Unternehmen Kyckr hilft Banken und Finanzdienstleistern, sich gegen diese Gefahr zu rüsten. Durch die Echtzeit-Kundenprüfung in weltweiten Handelsregistern reduziert die Kyckr-Lösung das Risiko in der Handelsfinanzierung für Geschäftspartner, steigert die Transparenz im Know Your Customer-Prüfprozess und bietet Vorteile bei der Lieferkettenanalyse. So können die immer strengeren Vorschriften eingehalten und Kosten gesenkt werden.

 

Die Devise lautet: Bloß keine Zeit verlieren

Die fünf genannten Trends zeigen, mit welchen Fintech-Innovationen und Themen sich Banken und Finanzdienstleister in den kommenden Monaten beschäftigen sollten, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und den Kundenerwartungen gerecht zu werden. Im hart umkämpften und von vielen Veränderungen betroffenen Fintech-Sektor ist es für Finanzdienstleister unumgänglich, auf die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden einzugehen, bevor diese zur Konkurrenz zu wechseln. Daher wird eine Kooperation mit interessanten Fintech-Anbietern zur wertvollen Option für zukunftsorientierte Banken.

Ein Game Changer für grenzübergreifende Handelsbeziehungen: Von Deutschland bis an die Peripherie des europäischen Wirtschaftsraums ist der EU-Binnenmarkt seit seinem Start am 1. Januar 1993 zu einem echten Erfolgsmodell gereift. Laut Bundeswirtschaftsministerium ist er mit der Erweiterung der Europäischen Union auf 28 Mitgliedstaaten der größte gemeinsame Markt der Welt. Zu seinem 26. Geburtstag betont die irische Wirtschaftsförderungsorganisation Enterprise Ireland, welche Vorteile der Binnenmarkt Unternehmen bietet – ungeachtet des Gegenwinds, dem die europäische Idee vor allem in Zeiten des Brexits vielfach zu trotzen hat.

Mit 500 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern und einer Wirtschaftsleistung von rund 11,5 Billionen Euro ist der europäische Binnenmarkt einer der größten einheitlichen Märkte der industrialisierten Welt – ohne Zölle und mit vielen einheitlichen Regelungen und Normen. Vier Grundfreiheiten bilden die Grundlage des Binnenmarktes der Europäischen Union: freier Warenverkehr, Personenfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit sowie freier Kapital- und Zahlungsverkehr. Ihre rechtliche Grundlage findet sich im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Davon ausgehend entstehen folgende fünf Vorteile für Unternehmen, die im EU-Binnenmarkt aktiv sind:

 

  1. Keine Ein- und Ausfuhrzölle

Die Unternehmen mit Sitz innerhalb des EU-Binnenmarkts sparen unter dem Strich mehrere Milliarden Euro, die sie andernfalls für Grenzformalitäten beim Ex- und Import von Waren und Gütern ausgegeben hätten.

 

  1. Vergrößerter Absatzmarkt

Unternehmen werden durch die größere Marktnachfrage in die Lage versetzt, ihre Produkte in erhöhter Stückzahl herzustellen und damit die Kosten zu senken. Dies stärkt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.

 

  1. Einheitliche und rechtssichere Standards

Die Qualität der Waren und Vorprodukte, die Unternehmen beispielsweise von Zulieferern beziehen, wird durch die Richtlinien und Vorschriften der EU garantiert.

 

  1. Freier Zugang zu Jobs und Fachkräften

Arbeiternehmer benötigen keine spezielle Arbeitserlaubnis für ein anderes Land innerhalb des Binnenmarkts. Die Freiheit der Arbeitsplatzwahl gilt für alle Beschäftigten, Selbstständigen, Studenten, Rentner, Nichterwerbstätige und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die einen gewerblichen Beruf ausüben. Unternehmen können somit Fachkräfte aus anderen EU-Ländern einstellen.

 

  1. Kosteneinsparung durch Harmonisierung

Durch die europaweite Angleichung beispielsweise von gesundheitsrechtlichen Vorschriften, indirekten Steuern und technischen Normen müssen Unternehmen ein Produkt nicht mehr in verschiedenen Ausführungen für verschiedene Länder produzieren. Das führt zu einer erheblichen Reduzierung des Kostenaufwands für Unternehmen, die neue Produkte auf den Markt bringen.

 

„Wie alle anderen beteiligten Länder profitiert auch Irland vom EU-Binnenmarkt. Im Jahr 2002 sind wir als kleines Land mit überschaubarem Absatzmarkt, aber hoher Produktivität und Exportrate beigetreten – unter den gegebenen Rahmenbedingungen ideale Treiber für wirtschaftliches Wachstum“, erklärt Eddie Goodwin, Manager Germany, Switzerland & Austria bei Enterprise Ireland. „Insbesondere in den unwägbaren Zeiten des Brexits unterstützen wir von Enterprise Ireland unsere Klienten dabei, verstärkt in Länder des EU-Binnenmarkts zu exportieren. Vor allem nach Deutschland, um die dortige Wirtschaft mit hochwertigen Vorprodukten zu versorgen.“

Wer kennt das nicht? Der Urlaub oder die Geschäftsreise steht an und schon bei der Anreise treten die ersten Zwischenfälle auf: Der Überblick über die Hotelbuchung fehlt, die Auslandsgebühren der Kreditkarte sind unverständlich oder der Mietwagen entspricht nicht den Erwartungen. All dies kann kräftige Kopfschmerzen und unnützen Stress verursachen. Um für reibungslose Abläufe auf Reisen zu sorgen, haben fünf irische Unternehmen kundenfreundliche, innovative Softwarelösungen und Services auf Basis von künstlicher Intelligenz und Echtzeitinformationen entwickelt. Diese wurden erst jüngst auf der ITB Berlin am Pavillon von Enterprise Ireland präsentiert.

 

Dank Echtzeit-Preisüberprüfung bei der Hotelbuchung sparen

In vielen großen Unternehmen gehen Mitarbeiter regelmäßig auf Geschäftsreisen. Werden diese über verschiedene Portale gebucht, entsteht ein Mangel an Transparenz und die Kostenabwicklung wird erschwert. Die Plattform von Roomex bietet den weltweit größten Bestand an Businesshotels – rund 1,2 Millionen Hotels sind auf der Plattform registriert. Darüber können Reisen einfach gesucht, gefunden, gebucht, verwaltet und bezahlt werden. Dank der Echtzeit-Preisüberprüfung sparen Unternehmen bis zu 21 Prozent ihrer Reisekosten, die zudem durch eine einzige monatliche Abrechnung bezahlt werden können.

 

Einfaches und übersichtliches Buchen von Hotels

Eine weitere Lösung für einfache Buchungsprozesse stellt die von p3 Hotels entwickelte Suchmaschine dar. Sie steuert Besucher von Hotel-Websites während des gesamten Buchungsvorgangs im Corporate Design des Hotels. Dies ermöglicht es Hotelgruppen, ihre Sichtbarkeit zu verbessern und erhöht die Anzahl an Buchungen auf der eigenen Website, da eine Integration in die größten Hotelsuchmaschinen erfolgt.

Übersichtliche Koordination von Gruppenreisen

Neben Business-Trips bietet die Plattform von TravaPlan eine effiziente Lösung für das Buchen und Koordinieren von privaten Reisen, Mannschaftsreisen und Events. Nutzer erhalten in Echtzeit Informationen zu ihren Flügen sowie Wegbeschreibungen zu Hotels und Veranstaltungen auf ihr Smart Device. Zudem bietet die Lösung Unternehmen und Organisatoren eine aktuelle und umfassende Berichterstattung über Reiseausgaben und die Möglichkeit, Reisende im Notfall zu orten.

Sorgenfreies Bezahlen im Ausland

Dank Kreditkarten und Debitkarten können Reisende in Ländern mit Fremdwährung auf Bargeld verzichten. Allerdings schlagen Banken neben den Devisenkursen unterschiedlich hohe Fremdwährungsgebühren auf die Rechnungssumme. Die Dynamic Currency Conversion (DCC) des irischen Fintech-Unternehmens Monex ist ein Service, der es Händlern ermöglicht, ausländische Kreditkartentransaktionen in der Heimatwährung des Karteninhabers abzuwickeln. Nach der Annahme von DCC durch den Karteninhaber bleibt die Transaktion während der gesamten Bearbeitungs- und Abwicklungsphase in der ausgewählten Währungsoption. Sowohl der Händler als auch der Karteninhaber kennen den exakten autorisierten Transaktionsbetrag. Zudem wandelt der DCC-Prozess die Transaktion zu einem wettbewerbsfähigen Devisenkurs um. Händler können mithilfe der Lösung ihre Customer Experience verbessern und somit ihr Umsatzpotenzial steigern, während die Karteninhaber neben günstigen Umrechnungskursen von vollständiger Transparenz profitieren. Bislang wurden über 250 Millionen Kartentransaktionen in 49 Ländern auf fünf Kontinenten von Monex verarbeitet.

Den passenden Mietwagen im Ausland finden

Einen Mietwagen im Ausland zu buchen, gestaltet sich oft schwierig und zeitraubend: Die Auswahl an Modellen und Angebotspaketen ist groß, die Preisunterschiede ebenfalls riesig. Durch die intelligente Technologie von Mobacars können Kunden einfach mithilfe eines Erkennungsmechanismus auf KI-Basis das passende Mietwagen-Paket finden. Die Lösung basiert auf drei Ansätzen: Human Insights, künstliche Intelligenz und Verhaltensdatenbanken. Auf deren Grundlage wurde eine benutzerfreundliche Oberfläche entwickelt, die zu einer Steigerung des Umsatzes, der Rentabilität und der Kundenzufriedenheit führt. Durch KI-Einsatz werden für den Kunden die besten Mietwagen-Pakete basierend auf seinen Konsumgewohnheiten ermittelt. Ergänzt wird dies durch Erkenntnisse aus Verhaltensdatenbanken, die monatlich mehr als zwei Milliarden Interaktionen von Verbrauchern erfassen. Für diese Lösung wurde Mobacars 2018 von Deloitte mit dem Technology Fast 50 Award ausgezeichnet.

„Der irische Travel Tech-Sektor steckt voller Erfolgsgeschichten“, erzählt Jane Greene, führende Travel Tech und FinTech Marktberaterin bei Enterprise Ireland in Deutschland. „Da Unternehmen wie Monex und Mobacar weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es nicht verwunderlich, dass Irland als einer der weltweit stärksten Standorte in der Branche gilt.“

Mehr als 70 Millionen Menschen weltweit feiern am 17. März St. Patrick, den Schutzpatron Irlands. Keine Frage, der „Paddy’s Day“ ist eine echte irische Erfolgsgeschichte und ein guter Zeitpunkt, um sich der Erfolge bewusst zu werden, die irische Unternehmen bei Geschäftspartnern und Kunden auf der ganzen Welt erzielen. Im Zusammenhang mit dem Brexit und der Agenda von Enterprise Ireland, die Exporte außerhalb Großbritanniens zu steigern, war dies noch nie so wichtig wie heute. Auf der Agenda steht unter anderem der weitere Ausbau ihrer Innovationsstärke. Das „Innovation Scoreboard 2017“ der Europäischen Union ergab, dass kleine und mittelständische irische Unternehmen auf Platz eins in Sachen Innovationsstärke liegen. Dies gilt zum Beispiel für die Bereiche Medizin-, Agrar- und HighTech-Bautechnik. Die irische Regierungsorganisation Enterprise Ireland hat pünktlich zum irischen Nationalfeiertag ein Kleeblatt dreier Innovationen zusammengestellt, die zeigen, wie einfallsreich die Nation am äußersten Rand Europas ist, und wie stark sie auch deutsche Branchen beflügelt.

 

Innovative Medizintechnik: Sanftes Elektrodenset für Neugeborene 

Die irische Medizintechnik-Branche gilt im internationalen Vergleich als besonders innovativ und agil. Beispiel Pädiatrie: Das neonatale EEG ist ein sehr wertvolles diagnostisches Hilfsmittel. Gleichzeitig stellt es auch eine zeitaufwändige und technische Herausforderung dar, mehrere EEG-Sensoren auf der Kopfhaut des Säuglings zu befestigen. Das in Dublin ansässige Unternehmen Incereb entwickelt physiologische Überwachungssensoren für Neugeborene, die schnell und einfach zu bedienen sind. Eine besondere Technologielösung des irischen Anbieters für den Kopf des Säuglings ist das neon 12. Bis zu zwölf Sensoren lassen sich so in wenigen Minuten in der richtigen Position nicht-invasiv, also ohne Nadeln, nutzen. Ein spezielles neurophysiologisches Training ist nicht länger vonnöten. Ärzte und medizinisches Fachpersonal profitieren von detaillierten und stabilen Aufzeichnungen dank korrekter Sensorplatzierung. Incereb-Technologie wird in Deutschland erfolgreich über den in München ansässigen Distributor MedCare Visions vertrieben.

 

Zukunftsorientierte Landwirtschaft: Antibiotika-Alternative für die Tierhaltung

Auch im Bereich der Landwirtschaft gehören irische Unternehmen seit Jahren zu den Innovationsführern unter den Entwicklern und Anbietern. Dieses gilt im Besonderen auch für den Bereich der Tierhaltung und -produktion. Neue Produkte unterstützen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe und Akteure dabei, ihre Prozesseffizienz zu steigern und Zukunftssicherheit zu stärken. Beispiel Auranta: Das irische Unternehmen stellt eine Alternative zu den vielfach diskutierten Antibiotika her: Das Produkt besteht zu hundert Prozent aus pflanzlichen Extrakten und organischen Säuren, die die Darmgesundheit von Hühnern, Kälbern und Schweinen positiv beeinflussen. Zentrales Ziel ist es, mit Hilfe neuer patentierter Technologien Lösungen anzubieten, um bakterielle Erkrankungen in der Tierhaltung zu bekämpfen und durch kostengünstige und nachhaltige Alternativen den prophylaktischen und übermäßigen Einsatz von Antibiotika zu reduzieren.

 

Intelligentes Design: Smarte Glaspanels für moderne Wohn- und Branchenanforderungen

Open Plan-Living – offene Küchen-, Ess- und Wohnbereiche – ist einer der Bau- und Architekturtrends schlechthin. Genau diesen Wunsch nach großzügigen Räumen gepaart mit Sichtschutz bei Bedarf adressiert Smartglass International, ein in Dublin ansässiger Hersteller von elektrisch veränderbaren Glasprodukten wie Scheiben, die mit einem Knopfdruck von klar zu undurchsichtig wechseln. So schafft Smartglass multifunktionale Räume, die auf die Bedürfnisse der Benutzer eingehen. Smartglass-Panels, -Scheiben und -Lösungen finden breite Anwendung im Gesundheitswesen, im Gastgewerbe und im gehobenen Wohnbereich, wo Licht, Hygiene und innovatives Design eine wichtige Rolle spielen. Jedes Panel von Smartglass ist maßgeschneidert und somit auf die individuellen Kundenanforderungen zugeschnitten. Das Unternehmen unterstützt zahlreiche namhafte deutsche und internationale Firmen, darunter Maars Living Walls, Drum Systeme, RDL, Clestra und AGC. Gemeinsam mit dem ebenfalls innovationsfokussierten irischen Anbieter vStream und dem Installationspartner Belgo Glass betreut Smartglass aktuell ein Design-Projekt des Fußballclubs TSG 1899 Hoffenheim.

 

„In Zeiten, in denen der Brexit eine große Herausforderung für irische Unternehmen darstellt, müssen diese mehr denn je ihre Innovationsstärke ausbauen und in Forschung und Entwicklung investieren“, erklärt Eddie Goodwin, Manager Germany, Austria and Switzerland bei Enterprise Ireland. „Hierbei unterstützen wir mit unserer Prepare for Brexit Kampagne. Wir sind uns sicher, dass Unternehmen in Deutschland und weltweit von unseren Bemühungen und innovativen Produkten für die Behandlung ihrer Patienten oder das Wohlergehen von Tieren profitieren.

Aktuelles Whitepaper beleuchtet die prägende Rolle von Digital Farming für ertragreiche und zugleich ressourceneffiziente Agrarbetriebe.

Agrarwirtschaft im Wandel: Viele Herausforderungen für Landwirtschaftsbetriebe lassen sich nur noch mit leistungsstarken Agritech-Konzepten lösen. Das aktuelle Whitepaper „Agritech: The Future of Profitable Farming“ wagt einen Ausblick, wie der Alltag auf Feldern, Weiden und in Ställen übermorgen aussehen könnte. Zentrale Erkenntnis der Studie von Frost and Sullivan, in Auftrag gegeben von Enterprise Ireland: Die Akzeptanz agrartechnischer Lösungen wird künftig stark zunehmen.

Bereits heute gehören praktische Technologien zur Betriebsausstattung vieler Bauernhöfe und landwirtschaftlicher Großbetriebe. Landwirte stehen vor einer Reihe aktueller Herausforderungen. Zusätzlich sind einige Hürden zu meistern, sobald neue Technologien in der Praxis eingeführt werden sollen. Hier setzt das Whitepaper an.

Der Wettbewerb im Agrarsektor zwingt die Betriebe dazu, sich gegenüber der Konkurrenz abzusetzen. Eine geeignete Methode: die Einführungsschwierigkeiten neuer Technologien konkret zu adressieren. Viele Agritech-Hersteller von der grünen Insel gehen bereits in diese Richtung. In enger und vertrauensvoller Kooperation mit den Anwendern entwickeln sie kostengünstige Lösungen, die bei der Bereitstellung und im konkreten Einsatz wertvolle Unterstützung leisten und nur wenig technisches Fachwissen erfordern.

Agritech aus Irland setzt Impulse

Drei Beispiele von Unternehmen machen deutlich, wie enorm das Potenzial von Digital Farming für die Anforderungen von morgen ist. Das Kerngeschäft von Tanco bildet seit 25 Jahren die Entwicklung und Produktion von Ballenwicklern. Nicht zuletzt dank der Integration digitaler Anwendungskomponenten wird inzwischen unter der Marke Tanco Autowrap weltweit die breiteste Produktpalette im Bereich der Ballenwickeltechnik mit zahlreichen Patenten vertrieben und in mehr als 30 Länder exportiert.

Ein Best Practice aus der Milchwirtschaft liefert Dairymaster. Das Unternehmen hat sich national und international einen Ruf als Anbieter von Hightech-Lösungen in dem Marktsegment erworben und Innovationspreise auf der ganzen Welt gewonnen. Bestes Beispiel: Das Dairymaster Mission Control – ein System, das die Geschwindigkeit von Melkkarussellen optimiert.

Mit effizienten digitalen Lösungen für die Viehwirtschaft hat sich Moocall Ltd. einen Namen gemacht. Das Unternehmen entwickelt tragbare Geräte für die Rinderindustrie, die die tägliche Arbeit in den Betrieben erleichtern. Dazu zählen am Kuhschwanz montierte Kalbungssensoren, Brunsterkennungssysteme sowie eine Software für das Herdenmanagement.

Nachhaltige Landwirtschaft auf dem Vormarsch

Die drei genannten Unternehmen adressieren mit ihrem Lösungsportfolio drängende Zukunftsfragen hinsichtlich Nahrungsmittelversorgung und Nachhaltigkeit. Denn den Vereinten Nationen zufolge wird die Weltbevölkerung bis 2050 rund 9,8 Milliarden Menschen umfassen – ein Anstieg um 29,4 Prozent gegenüber 2017. Als Konsequenz müssen laut Food and Agriculture Organization (FAO) 2050 rund 70 Prozent mehr Nahrungsmittel als heute produziert werden. Zugleich verlangen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte verstärkte Berücksichtigung. Kurzum: Der Druck auf die Agrarindustrie wächst enorm.

Vorreiter bei Digital Farming

Gerade in puncto digitaler Lösungsstrategien stehen irische Agrartechnik-Unternehmen an der Spitze der Entwicklung hin zu IoT und Datenanalyse, wie vor allem das Beispiel MooCall zeigt. Und das macht durchaus Schule: Die Produkte des irischen Anbieters werden weltweit bereits in 40 Ländern eingesetzt. Daneben tragen noch zahlreiche weitere Unternehmen aktiv dazu bei, die Produktion von Lebensmitteln fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen. Sie entwickeln globale Lösungen, die Effizienz, Wachstum und Rentabilität fördern, und stellen so die Weichen für eine profitable und nachhaltige Landwirtschaft im 21. Jahrhundert.

 

Hier geht es zum vollständigen Whitepaper „Agritech: The Future of Profitable Farming“.

Zukunftsorientierte und effiziente Landwirtschaft 4.0 erfordert durchdachte Konzepte zur artgerechten Tierhaltung: Unternehmen aus Irland leisten Schützenhilfe

Woher kommt das Schnitzel auf dem Teller? Kann das Huhn, das das frische Frühstücksei geliefert hat, im Sand scharren? Verbraucher stellen sich vermehrt Fragen wie diese. Daher spielt das Thema Tierwohl eine immer wichtigere Rolle – beispielsweise auf der Grünen Woche in Berlin, die erst vor einigen Tagen zu Ende gegangen ist. Vielfach diskutiert wurde auf der Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau beispielsweise das geplante staatliche deutsche Tierwohl-Label für Fleisch im Supermarkt, das ab 2020 eingeführt werden soll.

Die Initiative Tierwohl hat in einer aktuellen Forsa-Umfrage in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass 89 Prozent der Interviewten bereit wären, mehr für Fleisch zu bezahlen, wenn dafür die Bedingungen in der Tierhaltung verbessert würden. Irische Agrartechnik und Agrarexpertise von der grünen Insel unterstützen Landwirte weltweit, den Spagat zwischen stetig steigender Nahrungsmittelproduktion, Wettbewerbsdruck, Verbraucheranforderungen und Tierwohl zu meistern.

Verantwortungsvolle Landwirtschaft 4.0 „made in Ireland“

Nach Angaben der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) soll die Fleischproduktion 2018 bei rund 335 Millionen Tonnen gelegen haben. Entwickelt sich die globale Nachfrage nach Fleisch so weiter, müssen Landwirte und Agrarbetriebe die Produktion bis zum Jahr 2050 auf 470 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen. Dies erfordert zukunftsorientierte Produktion und moderne Technologien, die industrielle Tierhaltung und Tierwohl in Einklang bringen. Die irische Agrarbranche ist ein Vorreiter in Sachen Innovation, Effizienz und Tierwohl. Das liegt auch daran, dass in Irland ein Großteil der Investitionen in die Entwicklung digitaler Agrarkonzepte fließt. Zentrales Ziel: Mit wenigen Ressourcen sollen möglichst viele, jedoch hochwertige Lebensmittel produziert werden.

Heike John, Senior Market Adviser Industrial DACH bei Enterprise Ireland, führt aus: „Tierwohl, Innovationsstärke, Effizienz und Nachhaltigkeit zeichnen das Portfolio der irischen Agritech-Branche aus. Hinzukommen langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet und Mitarbeiter, die ihr Know-how und ihren Elan dafür einsetzen, die Landwirtschaft der Zukunft zu gestalten und dabei auch das Wohlergehen der Tiere zu berücksichtigen. Deutsche und irische Landwirte und Agrartechniker profitieren immens von Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit.“

Die folgenden Beispiele zeigen, wie irische Entwicklungen dazu beitragen, das Tierwohl zu verbessern und die Nutztierhaltung in Deutschland, Europa und weltweit zukunftsfähig und wettbewerbsstark aufzustellen – und dies stets im Interesse von Mensch und Tier.

1.   Künstliche Intelligenz optimiert Melkabläufe

Auf künstlicher Intelligenz basierende Systeme und Lösungen sind aktuell in aller Munde, so auch im Stall und auf dem Hof. Ein gutes Beispiel ist diesbezüglich das Rotations-Melken. Das Mission Control-System von Dairymaster unterstützt Milchbauern dabei, Melkzeiten, Entscheidungsfindung und Steuerung zu optimieren. Über eine digitale Schnittstelle erhält der Anwender einen umfassenden Überblick und vollständige Kontrolle über den Melkvorgang. Das Mission Control von Dairymaster verarbeitet komplexe Datenbestände, die in einem nächsten Schritt in problemlos umsetzbare Handlungen überführt werden. Die Lösung nutzt künstliche Intelligenz, um den Melkdurchsatz zu maximieren. Durch die Steuerung der Melkrotationsgeschwindigkeit wird jede Einheit und jeder Cluster im Melkstand bestmöglich ausgelastet. Gleichzeitig können Landwirte die Standzeiten ihrer Kühe reduzieren und so das Tierwohl verbessern. 

2.   Nutrazeutika fördern Tiergesundheit

Qualitativ hochwertige Futtermittel und auf die Belange der jeweiligen Tiere abgestimmte Futterkomponenten sind ein weiterer Aspekt für verbessertes Tierwohl. Neben dem Grundnährwert kann Tiernahrung zusätzliche nutrazeutische Vorteile beinhalten. Hierzu zählen beispielsweise gute Verdaulichkeit oder hypoallergene Eigenschaften. Das irische Unternehmen Mervue Laboratories  hat sich auf diese Nutrazeutika spezialisiert und führt im Portfolio Futter für Pferde, Heimtiere, Wiederkäuer, Geflügel und sogar Kamele. Der Herstellungsprozess aller Mervue-Produkte beginnt mit der sorgfältigen Auswahl von Rohmaterialien. Jedes Produkt muss die höchsten europäischen Qualitätsstandards einhalten und jede Phase der Entwicklung und des Herstellungsprozesses wird sorgfältig überwacht.

3.   Sichere und komfortable Stallungen und Boxen

Ein weiterer Aspekt, der bei der art- und tiergerechten Haltung und Aufzucht eine große Rolle spielt, sind geeignete Stallungen. Liegeboxen mit einem Boden aus Gummi- statt Betonlamellen können dazu beitragen, Verletzungen signifikant zu minimieren. Die Liegeboxen des irischen Unternehmens EASYFIX sorgen dafür, dass die Tiere in der richtigen Position liegen. Das Gummilamellen-Auflagesystem auf dem Boden der Liegebucht verstärkt den Komfort der Tiere und erhöht ihre Sicherheit und Leistung. Die Liegeboxenbügel aus flexiblen Kunstoffrohren lassen sich individuell einstellen, was die Ruheposition für die Tiere optimiert. Gummischlaufen und Gumminackenhalterungen unterstützen die Bewegungsfreiheit in der Box und auch dann, wenn das Tier die Box verlässt.  

 

Blockchain-Experte aus Dublin wird für die Mitarbeit bei der Hilfe für syrische Flüchtlinge gewürdigt

Eine großartiger Monat für AID:Tech: Der innovative Software-Experte aus Dublin setzt Blockchain-Technologie ein, um internationale Hilfe zu leisten. Dafür wurde das Unternehmen nicht nur mit dem Irish Times Innovation Award belohnt, sondern auch von der Financial Times als einer der 100 europäischen Digital Champions ausgezeichnet. In der Kategorie „Using technology for social challenges“ wurde AID:Tech als eine von 18 Organisationen aufgeführt, die ihre digitale Expertise zur Lösung gesellschaftlicher Probleme einsetzen. Außerdem wurde der Erfinder des World Wide Web, Sir Tim Berners-Lee, in derselben Kategorie für seine Arbeit mit dem Open Data Institute prämiert.

Die Blockchain-Technologie ermöglicht es Menschen, Geld oder Daten auf eine offene, transparente und sichere Weise digital zu versenden. AID:Tech nutzte die Technologie bereits frühzeitig und war das erste Unternehmen weltweit, das im Auftrag des Irischen Roten Kreuzes finanzielle Hilfe über die Blockchain an syrische Flüchtlinge leistete.

Irlands Fintech-Vorteil

Irland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem renommierten Fintech-Standort entwickelt, an dem über 250 führende Finanzdienstleistungsunternehmen tätig sind. Dadurch ist das Land zum viertgrößten Exporteur von Finanzdienstleistungen in der EU geworden. Bereits im Oktober gewann Sedicii, ein weiteres innovatives irisches Fintech-Startup, in Madrid den BBVA Open Innovation Fintech for Future Award 2018. Die Auszeichnung, die im Rahmen einer der weltweit führenden Fintech-Wettbewerbe verliehen wurde, würdigte Sedicii für die Entwicklung einer Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, die Identität einer Person gegenüber einer vertrauenswürdigen Quelle nachzuweisen, ohne dass dabei sensible personenbezogene Daten überallhin gesendet werden müssen.

Ein weiteres führendes irisches Unternehmen im Fintech-Bereich ist CurrencyFair, eine Peer-to-Peer-Währungsaustauschplattform. Diese ermöglicht es Unternehmen und Verbrauchern, Geld bei internationalen Überweisungen zu sparen, indem sie auf Wechselkurse zugreifen, die niedriger sind als die von Banken und Brokern. Mit Niederlassungen in Irland, Großbritannien, Polen und Australien ist CurrencyFair weltweit präsent und hat bereits mehr als 5,5 Milliarden Euro im Auftrag seiner Kunden transferiert.

Regtech und die Zukunft der Finanzdienstleistungen

Technologien wie die Blockchain verändern die Funktionsweise von Finanzdienstleistungen. Seit dem Finanzcrash 2008 ist das regulatorische Risiko für Unternehmen zu einem wichtigen Thema geworden und wird heute ähnlich betrachtet wie beispielsweise das Kreditrisiko, das Fremdwährungsrisiko und das Aktienrisiko. Irische Regtech-Unternehmen stehen an vorderster Front, um Unternehmen dabei zu unterstützen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

So auch Corlytics: Das 2014 gegründete Unternehmen hilft Kunden auf der ganzen Welt, sich über die regulatorischen Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten. Durch die Zusammenarbeit mit Banken und Regulierungsbehörden wie der britischen Financial Conduct Authority (FCA) übersetzt das Unternehmen regulatorische Informationen in ein einheitliches Format. Hierzu nutzt es künstliche Intelligenz (KI) und weitere Systeme, um Kunden dabei zu unterstützen, relevante Mitteilungen leichter zu verstehen.

Das irische Unternehmen GECKO Governance hat eine Regtech-Fondsmanagementlösung entwickelt, die es den Nutzern ermöglicht, die regulatorischen und Compliance-Anforderungen von Investmentfonds-Portfolios in Echtzeit zu verwalten. Eines ihrer innovativen Produkte, das GECKO Crypto1-System, bietet ein überprüfbares, unabhängiges Blockchain-Audit, das für Finanzaufsichtsbehörden geeignet ist. Mit Unterstützung von Enterprise Ireland, der staatlichen Handels- und Innovationsagentur, ist das Unternehmen unter anderem in Singapur erfolgreich tätig.

„Die Auszeichnung irischer Fintech Unternehmen als vorbildliche Akteure im internationalen Marktumfeld ist ein greifbarer Beleg für die Leistungs- und Innovationsstärke der gesamten Branche“, erklärt Jane Green, Market Adviser Fintech bei Enterprise Ireland. „Vor diesem Hintergrund sehen wir unser Land und seine visionären Unternehmen auf einem guten Weg in Richtung Zukunft und sehen uns darin bestätigt, das kontinuierliche Engagement für Wachstum, Kooperation und Export weiter zu intensivieren.“