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Präsident Michael D. Higgins auf Staatsbesuch in Berlin

Seit dem Beschluss des britischen Referendums, die EU im Jahr 2016 zu verlassen, arbeitet Enterprise Ireland eng mit irischen Unternehmen zusammen, um sie auf einen harten Brexit vorzubereiten, indem sie wettbewerbsfähiger, innovativer und marktdiversifizierter sind. Zudem arbeitet die Organisation mit deutschen Unternehmen zusammen und hilft ihnen, vom „Irish Advantage“ zu profitieren. Die von Enterprise Ireland veröffentlichten Statistiken zeigen, dass diese Bemühungen schon Früchte tragen. Anlässlich des Staatsbesuchs von Präsident Michael D. Higgins lud Enterprise Ireland zu einem Wirtschaftsevent ein, bei der die zunehmende Zahl irischer Unternehmen in Deutschland und ihre große Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt hierzulande im Mittelpunkt standen.

 

Laut dem Central Statistics Office entfallen 51 Prozent der irischen Ausfuhren auf den europäischen Markt. Deutschland ist hierbei Irlands drittgrößter Exportmarkt sowie einer der wichtigsten Handelspartner. Auch die Klienten von Enterprise Ireland konnten 2018 eine Exportsteigerung von sechs Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro nach Deutschland verzeichnen. Der Hauptgrund? Deutschlands Wirtschaft wächst. Im Jahr 2020 soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent zulegen – eine große Chance für irische Unternehmen, sich hierzulande nieder zu lassen und lokale Arbeitsplätze zu schaffen: Mehr als 15.000 Mitarbeiter sind bereits für Klienten von Enterprise Ireland in Deutschland tätig.

 

Brexit als Motor für Exportbemühungen

Die von Enterprise Ireland veröffentlichten Ergebnisse ergaben zudem, dass die IKT-Exporte nach Deutschland, einschließlich Software, Elektronik und Fintech, im Jahre 2018 um 26 Prozent wuchsen. Auch die Exporte der Klienten aus den Bereichen Maschinenbau, Agrartechnik und Life Sciences nahmen um 18 Prozent zu. Als Reaktion auf den Brexit konzentriert sich Enterprise Ireland weiterhin darauf, Klienten dabei zu unterstützen, ihre Exportabhängigkeit vom Vereinigten Königreich zu verringern. Ziel ist es, die Exporte in den europäischen Markt bis 2020 um 50 Prozent zu steigern. Allein im vergangenen Jahr hat Enterprise Ireland mit mehr als 1.000 irischen Unternehmen zusammengearbeitet, die vom Brexit betroffen sein dürften. Die Organisation genehmigte Mittel in Höhe von 74 Millionen.

Euro für mehr als 500 der am stärksten vom Austritt Großbritanniens betroffenen Firmen. Im Jahr 2018 haben sich die Exporte in die Eurozone bereits um 8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro erhöht. Somit ist die EU Irlands zweitgrößter Exportmarkt nach dem Vereinigten Königreich.

 

Zusammenhalt ist essenziell

Ein harter Brexit würde auch die Wirtschaft der Bundesrepublik treffen, weiß Eddie Goodwin, Manager Germany, Switzerland and Austria bei Enterprise Ireland: „Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ist nicht nur eine Herausforderung für Irland, sondern für alle unsere europäischen Nachbarn. Aus diesem Grunde arbeiten wir immer enger beispielsweise mit der deutschen Industrie zusammen, um die Herausforderungen, vor die der Brexit die Beschaffungs- und Lieferketten stellt, zu lösen. Deutsche Unternehmen suchen gerade im Hinblick auf den Brexit zunehmend nach innovativen Lösungen und Partnern in Irland, was sich in dem Exportwachstum unserer Klienten nach Deutschland widerspiegelt.“

 

Rückblick auf lange Handelsfreundschaft

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Irland und der Bundesrepublik haben eine lange Tradition: Das erste Büro von Coras Trachtala Teo (CTT), die irische Außendienststelle in Frankfurt, wurde 1962 eröffnet. Heute ist sie unter dem Namen Enterprise Ireland bekannt, und feierte 2012 ihr 50-jähriges Bestehen. Ein weiterer Indikator für die enge, wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit: Im November 2018 verabschiedeten beide Länder einen gemeinsamen Aktionsplan. Dieser umfasste unter anderem die Förderung von Forschung, Innovation, kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Finanzthemen.

Der dreitägige Staatsbesuch des irischen Präsidenten in Deutschland wurde zudem von einem wirtschaftlichen Aspekt begleitet: Präsident Higgins nahm an einer Veranstaltung zu Ehren der deutsch-irischen Geschäftsbeziehungen von Enterprise Ireland teil. Unter dem Motto „Celebrating the Irish Industry’s Presence in the German Market“ haben Geschäftspartner beider Länder die gemeinsamen Erfolge gefeiert und Möglichkeiten zur weiteren Expansion auf dem deutschen Markt diskutiert.

„Enterprise Ireland befindet sich derzeit mitten in der Umsetzung der Strategie 2017 – 2020, in der Deutschland, als größter Markt innerhalb der EU, von höchster Priorität ist“, erklärte Präsident Higgins. „Daher ist es zeitlich passend, dass Enterprise Ireland im Rahmen der Regierungsinitiative „Global Footprint to 2025“ ein zweites Büro in Deutschland eröffnet. Die Eröffnung des neuen Büros mit Sitz in München ist ein wichtiger Schritt, der dazu dient, der irischen Industrie im Bundesland Bayern die Türen zu öffnen. Zusammen mit dem neuen irischen Generalkonsul in Frankfurt wird dies die Präsenz Irlands in Deutschland deutlich stärken.“

 

Zu den anwesenden Unternehmen gehören beispielsweise CupPrint und das deutsche Unternehmen FLYERALARM, die gemeinsam den ersten, vollständig recyclebaren Pappbecher re|UUSI auf den Markt gebracht haben. Dieser ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich – das Resultat einer erfolgreichen irisch-deutschen Zusammenarbeit, die bereits seit 2013 besteht. Die gemeinsam von CupPrint und FLYERALARM herausgebrachten Becher sind die weltweit ersten Papierbecher, die als normales, gemischtes Altpapier wiederverwertbar sind. Die Recyclingfähigkeit wurde von cyclos – HTP, dem Partnerinstitut des Grünen Punktes, getestet und mit einer AAA Zertifizierung bestätigt.

Darüber hinaus gibt der irische Anbieter einer ERP-Software Keelings Knowledge seine jüngst geschlossene Partnerschaft mit dem deutschen IT-Dienstleister RI-Solution bekannt. Der Softwarezweig des Frischwarenunternehmens Keelings Knowledge hat eine branchenspezifische ERP-Softwarelösung entwickelt. Die Partnerschaft zwischen Keelings Knowledge und RI-Solution ist ein Meilenstein für das Unternehmen, um im umkämpften Marktumfeld wichtige Marktanteile zu gewinnen. Die Zusammenarbeit stellt sicher, dass künftige deutsche Kunden von lokalen Branchenexperten die bestmögliche Unterstützung bei der Implementierung der ERP-Software erhalten.

Cubic Telecom, der führende Anbieter von Connectivity Management für die Automobil- und IoT-Industrie mit Sitz in Irland und München, hat jüngst außerdem die Zusammenarbeit mit dem Elektrofahrzeughersteller e.GO in Deutschland bekannt gegeben. Cubic Telecom betreut weitere deutsche Automobilkunden wie Audi, Porsche und Volkswagen. Mit der Konnektivität auf Basis der PACE-Plattform von Cubic Telecom bietet die Lösung das ultimative, vernetzte Fahrerlebnis und versorgt weltweit über zwei Millionen vernetzte Autos. Fahrer haben Zugriff auf stets verfügbare via LTE-verbundene Dienste, selbst wenn sie in andere Regionen reisen. Das Kernnetz von Cubic Telecom umfasst mehr als 180 Länder mit über 75 Mobilfunkbetreiber-Partnerschaften.

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