Mehr als 70 Millionen Menschen weltweit feiern am 17. März St. Patrick, den Schutzpatron Irlands. Keine Frage, der „Paddy’s Day“ ist eine echte irische Erfolgsgeschichte und ein guter Zeitpunkt, um sich der Erfolge bewusst zu werden, die irische Unternehmen bei Geschäftspartnern und Kunden auf der ganzen Welt erzielen. Im Zusammenhang mit dem Brexit und der Agenda von Enterprise Ireland, die Exporte außerhalb Großbritanniens zu steigern, war dies noch nie so wichtig wie heute. Auf der Agenda steht unter anderem der weitere Ausbau ihrer Innovationsstärke. Das „Innovation Scoreboard 2017“ der Europäischen Union ergab, dass kleine und mittelständische irische Unternehmen auf Platz eins in Sachen Innovationsstärke liegen. Dies gilt zum Beispiel für die Bereiche Medizin-, Agrar- und HighTech-Bautechnik. Die irische Regierungsorganisation Enterprise Ireland hat pünktlich zum irischen Nationalfeiertag ein Kleeblatt dreier Innovationen zusammengestellt, die zeigen, wie einfallsreich die Nation am äußersten Rand Europas ist, und wie stark sie auch deutsche Branchen beflügelt.

 

Innovative Medizintechnik: Sanftes Elektrodenset für Neugeborene 

Die irische Medizintechnik-Branche gilt im internationalen Vergleich als besonders innovativ und agil. Beispiel Pädiatrie: Das neonatale EEG ist ein sehr wertvolles diagnostisches Hilfsmittel. Gleichzeitig stellt es auch eine zeitaufwändige und technische Herausforderung dar, mehrere EEG-Sensoren auf der Kopfhaut des Säuglings zu befestigen. Das in Dublin ansässige Unternehmen Incereb entwickelt physiologische Überwachungssensoren für Neugeborene, die schnell und einfach zu bedienen sind. Eine besondere Technologielösung des irischen Anbieters für den Kopf des Säuglings ist das neon 12. Bis zu zwölf Sensoren lassen sich so in wenigen Minuten in der richtigen Position nicht-invasiv, also ohne Nadeln, nutzen. Ein spezielles neurophysiologisches Training ist nicht länger vonnöten. Ärzte und medizinisches Fachpersonal profitieren von detaillierten und stabilen Aufzeichnungen dank korrekter Sensorplatzierung. Incereb-Technologie wird in Deutschland erfolgreich über den in München ansässigen Distributor MedCare Visions vertrieben.

 

Zukunftsorientierte Landwirtschaft: Antibiotika-Alternative für die Tierhaltung

Auch im Bereich der Landwirtschaft gehören irische Unternehmen seit Jahren zu den Innovationsführern unter den Entwicklern und Anbietern. Dieses gilt im Besonderen auch für den Bereich der Tierhaltung und -produktion. Neue Produkte unterstützen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe und Akteure dabei, ihre Prozesseffizienz zu steigern und Zukunftssicherheit zu stärken. Beispiel Auranta: Das irische Unternehmen stellt eine Alternative zu den vielfach diskutierten Antibiotika her: Das Produkt besteht zu hundert Prozent aus pflanzlichen Extrakten und organischen Säuren, die die Darmgesundheit von Hühnern, Kälbern und Schweinen positiv beeinflussen. Zentrales Ziel ist es, mit Hilfe neuer patentierter Technologien Lösungen anzubieten, um bakterielle Erkrankungen in der Tierhaltung zu bekämpfen und durch kostengünstige und nachhaltige Alternativen den prophylaktischen und übermäßigen Einsatz von Antibiotika zu reduzieren.

 

Intelligentes Design: Smarte Glaspanels für moderne Wohn- und Branchenanforderungen

Open Plan-Living – offene Küchen-, Ess- und Wohnbereiche – ist einer der Bau- und Architekturtrends schlechthin. Genau diesen Wunsch nach großzügigen Räumen gepaart mit Sichtschutz bei Bedarf adressiert Smartglass International, ein in Dublin ansässiger Hersteller von elektrisch veränderbaren Glasprodukten wie Scheiben, die mit einem Knopfdruck von klar zu undurchsichtig wechseln. So schafft Smartglass multifunktionale Räume, die auf die Bedürfnisse der Benutzer eingehen. Smartglass-Panels, -Scheiben und -Lösungen finden breite Anwendung im Gesundheitswesen, im Gastgewerbe und im gehobenen Wohnbereich, wo Licht, Hygiene und innovatives Design eine wichtige Rolle spielen. Jedes Panel von Smartglass ist maßgeschneidert und somit auf die individuellen Kundenanforderungen zugeschnitten. Das Unternehmen unterstützt zahlreiche namhafte deutsche und internationale Firmen, darunter Maars Living Walls, Drum Systeme, RDL, Clestra und AGC. Gemeinsam mit dem ebenfalls innovationsfokussierten irischen Anbieter vStream und dem Installationspartner Belgo Glass betreut Smartglass aktuell ein Design-Projekt des Fußballclubs TSG 1899 Hoffenheim.

 

„In Zeiten, in denen der Brexit eine große Herausforderung für irische Unternehmen darstellt, müssen diese mehr denn je ihre Innovationsstärke ausbauen und in Forschung und Entwicklung investieren“, erklärt Eddie Goodwin, Manager Germany, Austria and Switzerland bei Enterprise Ireland. „Hierbei unterstützen wir mit unserer Prepare for Brexit Kampagne. Wir sind uns sicher, dass Unternehmen in Deutschland und weltweit von unseren Bemühungen und innovativen Produkten für die Behandlung ihrer Patienten oder das Wohlergehen von Tieren profitieren.

Aktuelles Whitepaper beleuchtet die prägende Rolle von Digital Farming für ertragreiche und zugleich ressourceneffiziente Agrarbetriebe.

Agrarwirtschaft im Wandel: Viele Herausforderungen für Landwirtschaftsbetriebe lassen sich nur noch mit leistungsstarken Agritech-Konzepten lösen. Das aktuelle Whitepaper „Agritech: The Future of Profitable Farming“ wagt einen Ausblick, wie der Alltag auf Feldern, Weiden und in Ställen übermorgen aussehen könnte. Zentrale Erkenntnis der Studie von Frost and Sullivan, in Auftrag gegeben von Enterprise Ireland: Die Akzeptanz agrartechnischer Lösungen wird künftig stark zunehmen.

Bereits heute gehören praktische Technologien zur Betriebsausstattung vieler Bauernhöfe und landwirtschaftlicher Großbetriebe. Landwirte stehen vor einer Reihe aktueller Herausforderungen. Zusätzlich sind einige Hürden zu meistern, sobald neue Technologien in der Praxis eingeführt werden sollen. Hier setzt das Whitepaper an.

Der Wettbewerb im Agrarsektor zwingt die Betriebe dazu, sich gegenüber der Konkurrenz abzusetzen. Eine geeignete Methode: die Einführungsschwierigkeiten neuer Technologien konkret zu adressieren. Viele Agritech-Hersteller von der grünen Insel gehen bereits in diese Richtung. In enger und vertrauensvoller Kooperation mit den Anwendern entwickeln sie kostengünstige Lösungen, die bei der Bereitstellung und im konkreten Einsatz wertvolle Unterstützung leisten und nur wenig technisches Fachwissen erfordern.

Agritech aus Irland setzt Impulse

Drei Beispiele von Unternehmen machen deutlich, wie enorm das Potenzial von Digital Farming für die Anforderungen von morgen ist. Das Kerngeschäft von Tanco bildet seit 25 Jahren die Entwicklung und Produktion von Ballenwicklern. Nicht zuletzt dank der Integration digitaler Anwendungskomponenten wird inzwischen unter der Marke Tanco Autowrap weltweit die breiteste Produktpalette im Bereich der Ballenwickeltechnik mit zahlreichen Patenten vertrieben und in mehr als 30 Länder exportiert.

Ein Best Practice aus der Milchwirtschaft liefert Dairymaster. Das Unternehmen hat sich national und international einen Ruf als Anbieter von Hightech-Lösungen in dem Marktsegment erworben und Innovationspreise auf der ganzen Welt gewonnen. Bestes Beispiel: Das Dairymaster Mission Control – ein System, das die Geschwindigkeit von Melkkarussellen optimiert.

Mit effizienten digitalen Lösungen für die Viehwirtschaft hat sich Moocall Ltd. einen Namen gemacht. Das Unternehmen entwickelt tragbare Geräte für die Rinderindustrie, die die tägliche Arbeit in den Betrieben erleichtern. Dazu zählen am Kuhschwanz montierte Kalbungssensoren, Brunsterkennungssysteme sowie eine Software für das Herdenmanagement.

Nachhaltige Landwirtschaft auf dem Vormarsch

Die drei genannten Unternehmen adressieren mit ihrem Lösungsportfolio drängende Zukunftsfragen hinsichtlich Nahrungsmittelversorgung und Nachhaltigkeit. Denn den Vereinten Nationen zufolge wird die Weltbevölkerung bis 2050 rund 9,8 Milliarden Menschen umfassen – ein Anstieg um 29,4 Prozent gegenüber 2017. Als Konsequenz müssen laut Food and Agriculture Organization (FAO) 2050 rund 70 Prozent mehr Nahrungsmittel als heute produziert werden. Zugleich verlangen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte verstärkte Berücksichtigung. Kurzum: Der Druck auf die Agrarindustrie wächst enorm.

Vorreiter bei Digital Farming

Gerade in puncto digitaler Lösungsstrategien stehen irische Agrartechnik-Unternehmen an der Spitze der Entwicklung hin zu IoT und Datenanalyse, wie vor allem das Beispiel MooCall zeigt. Und das macht durchaus Schule: Die Produkte des irischen Anbieters werden weltweit bereits in 40 Ländern eingesetzt. Daneben tragen noch zahlreiche weitere Unternehmen aktiv dazu bei, die Produktion von Lebensmitteln fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen. Sie entwickeln globale Lösungen, die Effizienz, Wachstum und Rentabilität fördern, und stellen so die Weichen für eine profitable und nachhaltige Landwirtschaft im 21. Jahrhundert.

 

Hier geht es zum vollständigen Whitepaper „Agritech: The Future of Profitable Farming“.

Die berühmten Höfe und landwirtschaftlichen Betriebe der grünen Insel Irland sind auf den ersten Blick nicht der typische Schauplatz für die digitale Revolution. Doch genau hier hat ein irisches Unternehmen die Führungsrolle für eine Agrarindustrie übernommen, die vor zahlreichen globalen Herausforderungen steht. KEENAN hat sich in den vergangenen Jahren von einem renommierten Hersteller von Futtermischwagen zu einem Landwirtschaftstechnik-Unternehmen entwickelt, das zukunftsweisende IoT-Technologien mit dem Ziel einer intelligenteren und profitableren Landwirtschaft in mehr als 40 Ländern realisiert.

Diese Entwicklung begann vor rund zehn Jahren, als das Unternehmen anfing, sich auf dem Markt für Futtermittelmaschinen zu etablieren, um eine Gesamtmischration für Milch- und Fleischtiere zu entwickeln. Vor kurzem hat KEENAN sein zuvor auf Hardware fokussiertes Angebot um Softwaredienstleistungen erweitert und eine marktführende Datenerfassungslösung für die Landwirtschaft geschaffen.

KEENAN bietet weit mehr als nur solide Technik

 

KEENAN-Geschäftsführer Robbie Walker erklärt den Wandel: „Vor zehn Jahren haben wir erkannt, dass sich Landwirte nicht länger alleinig mit solider Technik zufrieden geben. Sie suchen Lösungen, die gute Erträge bringen. Also begannen wir, verbesserte Tierleistung in den Fokus zu rücken und den Landwirten zu zeigen, dass sie mit unseren Maschinen tatsächlich bessere Ergebnisse bei der Tierleistung sehen würden.

Dann kam die Technik ins Spiel, und jetzt bieten wir zusätzlich zu den Maschinen auch Beratungsservices. Nun informieren, unterstützen und beraten wir den Landwirt, was wiederum eine Plattform für den Verkauf anderer Produkte schafft. Das war eine große Veränderung.“

KEENAN mit Sitz in Borris im irischen County Carlow ist eine Partnerschaft mit Intel eingegangen, um eine IoT-Technologie zu entwickeln, die Datenaustausch und -analyse automatisiert und optimiert. Das Ergebnis ist der Live-Review- und Supportservice  InTouch: Er ermöglicht es InTouch-Ernährungsberatern, mit den Landwirten zusammenzuarbeiten, um eine Echtzeit-Überwachung und Optimierung der Ernährung, Gesundheit und Leistung der Tiere zu erreichen.

Innerhalb von nur fünf Jahren ist das InTouch-Netzwerk auf mehr als 3.000 Betriebe angewachsen. Es liefert Daten und Informationen über mehr als 300.000 Rinder in Irland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Skandinavien, Südafrika, Neuseeland, Kanada, den USA und vielen anderen Ländern.

Kontinuierliche Verbesserung der Herdenleistung

 

Walker sagt: „InTouch nutzt die Daten aller Rinder im System, um Ratschläge zu geben und die Leistung der Herde stetig zu verbessern. Es verwendet Live-Daten, um Landwirte dabei zu unterstützen, bessere Entscheidungen bezüglich ihrer Tiere zu treffen. Sie können die Gesundheit der Herde, die Zusammensetzung der Futterration, die Gewichtszunahme und die Rendite sowie die Kosten kontrollieren, um den Cash-Flow zu erhöhen und die Erträge zu optimieren.

„In Bezug auf die tatsächliche Produktion erzielen Landwirte mit unserem System durchschnittlich 200 Gramm mehr Fleisch pro Rind und Tag und eine 16-prozentige Steigerung der Milchproduktion.“

Die Einfachheit des InTouch-Services ist der Schlüssel zu seinem Erfolg. Walker erklärt: „Es ist ein bisschen wie ein iPhone an der Seite einer Viehfütterungsanlage. Die Boxwaage an der Seite des Mischwagens hat nur wenige Tasten und ist sehr intuitiv und einfach zu bedienen. Sie sagt dem Landwirt Schritt für Schritt, welches Futtergemisch in die Maschine eingebracht werden soll, und zeichnet dann auf, was tatsächlich in die Maschine gefüllt wurde. Sollte etwas nicht stimmen oder verschlechtert sich die Tierleistung, erhält der Landwirt einen Anruf und unser Ernährungsberater ändert die Futterzusammensetzung in Echtzeit über die Cloud. Es ist, als hätte man einen eigenen Ernährungsberater auf dem Hof.

Die Waage sammelt genaue Daten darüber, was für die Tiere gemischt wird. Wir können auch die Daten aus der Milch- und Fleischproduktion abrufen, sodass unsere Ernährungsberater in der Lage sind, das Futter mit der Leistung des Tieres und aller anderen Tiere in unserem System zu korrelieren und dem Landwirt in Echtzeit Ratschläge zur Leistungssteigerung zu geben.

Das bedeutet, dass ein Landwirt in Frankreich oder Großbritannien von Informationen profitieren kann, die von Tieren aus Irland, Südafrika, Deutschland oder Australien stammen.“

Die digitale Lösung von KEENAN hat auch positive Folgen für Landwirte, die unter Druck stehen, den CO2-Ausstoß ihrer Herde zu reduzieren.

Walker erklärt: „Wenn man die Landwirte gezielt von einer Überfütterung mit Inhaltsstoffen abhält und sie dazu bringt, ihre Produktion zu optimieren, bedeutet das mehr Effizienz für sie. Effizientere Landwirte produzieren mehr Milch mit weniger Ressourcen, was bedeutet, dass sie eine bessere CO2-Bilanz vorweisen können und weniger Emissionen verursachen.“

Mit Blick auf die Zukunft will Walker das Wachstum von KEENAN vorantreiben, indem er die Ressourcen der Muttergesellschaft, des multinationalen Tiernahrungskonzerns Alltech, nutzt.

Walker führt aus: „Wir wollen uns mit mehr Datenströmen vernetzen und unsere digitale Box in weiteren Märkten einsetzen. Alltech ist in 128 Ländern auf der ganzen Welt präsent, und wir würden uns freuen, wenn wir mehr davon für unsere Produkte gewinnen können. In jedem dieser Märkte gibt es andere Datenströme über den Betrieb, seien es tragbare Geräte an Tieren, Daten aus der Analyse und Forschung von Alltech oder auch nur öffentlich zugängliche Daten, wie das Wetter. Wir wollen diese Daten in InTouch zusammenführen, denn je datenreicher unsere Dashboards sind, desto präziser kann die Beratung für den Landwirt sein.“

Zukunftsorientierte und effiziente Landwirtschaft 4.0 erfordert durchdachte Konzepte zur artgerechten Tierhaltung: Unternehmen aus Irland leisten Schützenhilfe

Woher kommt das Schnitzel auf dem Teller? Kann das Huhn, das das frische Frühstücksei geliefert hat, im Sand scharren? Verbraucher stellen sich vermehrt Fragen wie diese. Daher spielt das Thema Tierwohl eine immer wichtigere Rolle – beispielsweise auf der Grünen Woche in Berlin, die erst vor einigen Tagen zu Ende gegangen ist. Vielfach diskutiert wurde auf der Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau beispielsweise das geplante staatliche deutsche Tierwohl-Label für Fleisch im Supermarkt, das ab 2020 eingeführt werden soll.

Die Initiative Tierwohl hat in einer aktuellen Forsa-Umfrage in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass 89 Prozent der Interviewten bereit wären, mehr für Fleisch zu bezahlen, wenn dafür die Bedingungen in der Tierhaltung verbessert würden. Irische Agrartechnik und Agrarexpertise von der grünen Insel unterstützen Landwirte weltweit, den Spagat zwischen stetig steigender Nahrungsmittelproduktion, Wettbewerbsdruck, Verbraucheranforderungen und Tierwohl zu meistern.

Verantwortungsvolle Landwirtschaft 4.0 „made in Ireland“

Nach Angaben der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) soll die Fleischproduktion 2018 bei rund 335 Millionen Tonnen gelegen haben. Entwickelt sich die globale Nachfrage nach Fleisch so weiter, müssen Landwirte und Agrarbetriebe die Produktion bis zum Jahr 2050 auf 470 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen. Dies erfordert zukunftsorientierte Produktion und moderne Technologien, die industrielle Tierhaltung und Tierwohl in Einklang bringen. Die irische Agrarbranche ist ein Vorreiter in Sachen Innovation, Effizienz und Tierwohl. Das liegt auch daran, dass in Irland ein Großteil der Investitionen in die Entwicklung digitaler Agrarkonzepte fließt. Zentrales Ziel: Mit wenigen Ressourcen sollen möglichst viele, jedoch hochwertige Lebensmittel produziert werden.

Heike John, Senior Market Adviser Industrial DACH bei Enterprise Ireland, führt aus: „Tierwohl, Innovationsstärke, Effizienz und Nachhaltigkeit zeichnen das Portfolio der irischen Agritech-Branche aus. Hinzukommen langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet und Mitarbeiter, die ihr Know-how und ihren Elan dafür einsetzen, die Landwirtschaft der Zukunft zu gestalten und dabei auch das Wohlergehen der Tiere zu berücksichtigen. Deutsche und irische Landwirte und Agrartechniker profitieren immens von Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit.“

Die folgenden Beispiele zeigen, wie irische Entwicklungen dazu beitragen, das Tierwohl zu verbessern und die Nutztierhaltung in Deutschland, Europa und weltweit zukunftsfähig und wettbewerbsstark aufzustellen – und dies stets im Interesse von Mensch und Tier.

1.   Künstliche Intelligenz optimiert Melkabläufe

Auf künstlicher Intelligenz basierende Systeme und Lösungen sind aktuell in aller Munde, so auch im Stall und auf dem Hof. Ein gutes Beispiel ist diesbezüglich das Rotations-Melken. Das Mission Control-System von Dairymaster unterstützt Milchbauern dabei, Melkzeiten, Entscheidungsfindung und Steuerung zu optimieren. Über eine digitale Schnittstelle erhält der Anwender einen umfassenden Überblick und vollständige Kontrolle über den Melkvorgang. Das Mission Control von Dairymaster verarbeitet komplexe Datenbestände, die in einem nächsten Schritt in problemlos umsetzbare Handlungen überführt werden. Die Lösung nutzt künstliche Intelligenz, um den Melkdurchsatz zu maximieren. Durch die Steuerung der Melkrotationsgeschwindigkeit wird jede Einheit und jeder Cluster im Melkstand bestmöglich ausgelastet. Gleichzeitig können Landwirte die Standzeiten ihrer Kühe reduzieren und so das Tierwohl verbessern. 

2.   Nutrazeutika fördern Tiergesundheit

Qualitativ hochwertige Futtermittel und auf die Belange der jeweiligen Tiere abgestimmte Futterkomponenten sind ein weiterer Aspekt für verbessertes Tierwohl. Neben dem Grundnährwert kann Tiernahrung zusätzliche nutrazeutische Vorteile beinhalten. Hierzu zählen beispielsweise gute Verdaulichkeit oder hypoallergene Eigenschaften. Das irische Unternehmen Mervue Laboratories  hat sich auf diese Nutrazeutika spezialisiert und führt im Portfolio Futter für Pferde, Heimtiere, Wiederkäuer, Geflügel und sogar Kamele. Der Herstellungsprozess aller Mervue-Produkte beginnt mit der sorgfältigen Auswahl von Rohmaterialien. Jedes Produkt muss die höchsten europäischen Qualitätsstandards einhalten und jede Phase der Entwicklung und des Herstellungsprozesses wird sorgfältig überwacht.

3.   Sichere und komfortable Stallungen und Boxen

Ein weiterer Aspekt, der bei der art- und tiergerechten Haltung und Aufzucht eine große Rolle spielt, sind geeignete Stallungen. Liegeboxen mit einem Boden aus Gummi- statt Betonlamellen können dazu beitragen, Verletzungen signifikant zu minimieren. Die Liegeboxen des irischen Unternehmens EASYFIX sorgen dafür, dass die Tiere in der richtigen Position liegen. Das Gummilamellen-Auflagesystem auf dem Boden der Liegebucht verstärkt den Komfort der Tiere und erhöht ihre Sicherheit und Leistung. Die Liegeboxenbügel aus flexiblen Kunstoffrohren lassen sich individuell einstellen, was die Ruheposition für die Tiere optimiert. Gummischlaufen und Gumminackenhalterungen unterstützen die Bewegungsfreiheit in der Box und auch dann, wenn das Tier die Box verlässt.  

 

Egal, ob es um clevere Datenanalyse oder smarte Sensoren geht: Landwirte müssen sich derzeit riesigen Veränderungen stellen. Eine PwC-Studie kommt in diesem Zusammenhang zu dem Ergebnis, dass 54 Prozent der deutschen Landwirte im Moment in digitale Technologien investiert. Die Investitionen liegen bei durchschnittlich zehn Prozent des Jahresumsatzes. Milchbauern geht es, wenn sie sich mit Smart Farming beschäftigen, in erster Linie darum, Melkabläufe zu verbessern, Erträge zu steigern und die Gesundheit ihrer Tiere zu unterstützen. Das irische Unternehmen Dairymaster ist ein Vorreiter in Sachen Landwirtschaft 4.0. Das untermauert nun die Jury des Innovation Award EuroTier, die eine innovative Lösung der Melktechnikspezialisten für den renommierten Branchenpreis in Silber ausgewählt hat. Ausgezeichnet wird das neue Mission Control System, das mithilfe künstlicher Intelligenz die Milchviehwirtschaft in die Lage versetzt, die Melkzeit, die Entscheidungsfindung und die Steuerung von einem Standort aus zu optimieren.

Worum geht es bei Mission Control?

In Betrieben mit einem Melkkarussell hängt die Dauer des Melkens von der Laufgeschwindigkeit des Karussells ab. Diese zu optimieren ist selbst für erfahrene Melker nicht einfach. Das gilt besonders dann, wenn eine Kuh während des Melkens behandelt und das Karussell angehalten werden muss. Dairymaster setzt bei Mission Control auf ein innovatives Touchscreen-System. Aufgrund der Melkhistorie jeder einzelnen Kuh lässt sich die zu erwartende Milchmenge kalkulieren und mit der Restmelkzeit der Kühe verrechnen, die bereits im Karussell gemolken wurden. Zugleich wird die Karussellgeschwindigkeit beschleunigt.

Was zeichnet Dairymaster in Sachen Landwirtschaft 4.0 aus?

Die Produktpalette von Dairymaster umfasst fünf Kernbereiche: Melktechnik, automatisierte Fütterungssysteme, Gülleabstreifer, Gesundheitsüberwachung und Fruchtbarkeitskontrolle von Kühen sowie Milchkühlung und Wärmerückgewinnung. Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern der Branche forscht, entwickelt und produziert Dairymaster an einem Standort. Dieses integrierte Fertigungsmodell unterstützt die Weiterentwicklung besonderer Expertise, stärkt die Teambildung und trägt dazu bei, eine Kultur des Informations- und Ideenaustauschs zu schaffen.

Was ist die EuroTier und der Innovation Award?

Die EuroTier ist die globale Leitmesse für Tierhaltungsprofis und gleichzeitig wichtigste Plattform für die Präsentation von Neuheiten. Der Innovation Award untermauert diese Branchen- und Innovationsführerschaft. Er wird alle zwei Jahre anlässlich der Messe EuroTier verliehen. Hierbei ermittelt eine von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) eingesetzte neutrale Jury aus 250 Bewerbern die Gewinner des Neuheitenwettbewerbs. Es werden eine Gold- und 25 Silbermedaillen vergeben.

Wer erhält den Innovation Award EuroTier?

Dairymaster ist das einzige irische Unternehmen, das in diesem Jahr den Innovation Award EuroTier erhält. Mit diesem Preis wird eine innovative Technologie oder ein neuartiges Produkt im Bereich der Smart Agriculture ausgezeichnet. Es geht insbesondere um Weiterentwicklungen, die Verfahren oder Funktionen signifikant verbessern. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Bedeutung im praktischen Einsatz auf dem Hof, im Stall und auf der Weide. Zudem spielen Vorteile für Arbeitsleistung und Arbeitsqualität eine besondere Rolle.

Was macht das Mission Control System von Dairymaster so besonders?

Die smarte Melklösung hilft, die Effizienz von Melkkarussellen zu optimieren. Anwender erhalten bereits während des Melkens aktuelle Informationen zu einzelnen Tieren und zur gesamten Herde. Via Touchscreen lässt sich die Melkhistorie jeder Kuh in Echtzeit anzeigen und die zu erwartende Milchmenge berechnen. Künstliche Intelligenz und Algorithmen tragen außerdem dazu bei, die Geschwindigkeit des Karussells zu verbessern. Hinzukommen Informationen über die Ansetzzeit der Melkzeuge, Karussell-Stillstandszeiten, Kuhdurchsatz, erwartetes Melkzeitende, Status des Milchtanks, Restfuttermenge und mehr. Zudem informiert das System über den Gesundheitsstatus der Kühe. Im Verdachtsfall ist so ein sofortiges Eingreifen wie das Kontaktieren eines Tierarztes oder das Trennen der Melkzeuge möglich.

Und was haben Landwirte davon?

Automatisierte Abläufe, egal ob im Büro oder im Stall, sollen vor allem eins: die Effizienz steigern. Hiermit einher gehen Aspekte wie Kostenersparnisse, Umsatzsteigerungen und eine Entlastung der Mitarbeiter. Bei den Technologien von Dairymaster geht es zudem um die Gesundheit der Tiere. Durch die verbesserten Karusselllaufzeiten kann der Landwirt mithilfe des Mission Control-Systems mögliche Zeitverluste auffangen und die Produktivität steigern. Des Weiteren lassen sich Kühe rund eine Minute schneller und zugleich schonender melken. Damit nicht genug: Auch die Erträge steigen durch Einsatz der Dairymaster-Lösung um rund fünf Prozent. Da Anwender immer genau zum richtigen Zeitpunkt mit den für sie erforderlichen Informationen versorgt werden, haben sie außerdem mehr Zeit, sich um die Tiere zu kümmern, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Zusätzlich reduziert sich der Stromverbrauch bei einer um etwa 20 Prozent kürzeren Laufzeit deutlich. 

Wo können Sie Mission Control und irische Innovationsstärke kennenlernen?

Das Mission Control-System wird dem Fachpublikum erstmals auf der EuroTier 2018 an Stand B23, in Halle 13 vorgestellt. Die Messe findet vom 13. bis 16. November in Hannover statt. Weitere irische Innovationen, um Prozesse auf der Weide und im Stall zu automatisieren, finden sich am Stand E37 von Enterprise Ireland in Halle 27. Mit dabei sind Lir Agri, Cheetah Electronics und HerdInsights.

Wegweisende Agritech-Expertise am Messestand von Enterprise Ireland

In kaum einem anderen Wirtschaftszweig gibt es vergleichbar hohe Anforderungen an nachhaltige und saubere Herstellungsverfahren wie in der Nahrungsmittelbranche. Wie sich die zahlreichen Herausforderungen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung effizient bewältigen lassen, zeigt Enterprise Ireland auf der EuroTier 2018, die vom 13. bis 16. November 2018 in Hannover stattfindet. Der Fokus des Messeauftritts liegt auf sicherer Weidehaltung, hygienischen Ställen sowie datengestützter Gesundheitsüberwachung.

 

Smart Farming zum Tierwohl

Trends wie Farming 4.0 oder Smart Farming sind schon lange keine fernen Zukunftsvisionen mehr. Viele landwirtschaftliche Betriebe nutzen bereits Informationstechnologien wie professionelle Datenmanagementsysteme, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ein anschauliches Beispiel in puncto Innovation und Nutzerkomfort ist das intelligente Halsband von HerdInsights. Diese Technologie unterstützt Betriebe, das Verhalten ihrer Kühe kontinuierlich zu überwachen. Die Auswertung des Vieh- und Herdenverhaltens ermöglicht dem Bauern wertvolle Rückschlüsse auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit seiner Nutztiere. Bei Bedarf sendet das System Warnmeldungen direkt auf das Smartphone. So werden Landwirte in die Lage versetzt, unverzüglich und zielgerichtet Maßnahmen zum Wohl der Tiere zu ergreifen.

 

Biochemie für nachhaltige Nahrungsmittelproduktion

Gesunde Tiere sind die Grundvoraussetzung für hochwertige Produkte in der Fleisch- und Milchwirtschaft. Wie für alle Lebensmittelunternehmen gilt das EU-Hygienerecht auch für landwirtschaftliche Betriebe. Dementsprechend stehen sie in der Pflicht, sichere Lebensmittel in den Warenverkehr zu bringen und dies jederzeit belegen zu können. Zu den führenden Entwicklern wissenschaftlich ausgereifter Reinigungs- und Hygienelösungen für Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie gehört das irische Unternehmen Lir Agri. Die Experten erforschen und entwickeln chemische Lösungen für die Milchwirtschaft. Mit ihren Biosicherheitslösungen fördern sie Nachhaltigkeit in der globalen Nahrungsmittelproduktion. Denn diese tragen dazu bei, schädliche Bakterien im Kontext von Viehhaltung und Milchproduktion gezielt und umweltverträglich zu beseitigen.

 

Branchenexpertise bei Weideviehhaltung

Naturbewusst und nachhaltig geht es auch auf Irlands Weiden zu: Saftig grüne Wiesen und fruchtbare Weideflächen – hier wird das Vieh bis zu zehn Monate pro Jahr gehalten. Unverzichtbar für eine moderne Tierhaltung draußen sind zuverlässige und leistungsfähige Elektrozäune sowie entsprechendes Zubehör – seit 1973 das Spezialgebiet von Cheetah Electronics. Als führender irischer Lieferant von Elektrozäunen bietet das Unternehmen Betrieben aus der Weidewirtschaft ein umfassendes Portfolio: Dies reicht von netzbetriebenen Elektrozaunanlagen über batterie- und solarbetriebener Zaunsysteme inklusive hochwertiger Komponenten, wie etwa elektrisches Polytape, elastische elektrische Tore, doppelt isolierte Erdkabel und elektrische Schafnetze.

 

Die umfangreiche Agritech-Expertise irischer Unternehmen und ihr Lösungsangebot sind vom 13. bis 16. November 2018 das zentrale Thema an Stand E37 in Halle 27 auf der EuroTier. Wir von Enterprise Ireland freuen uns gemeinsam mit unseren ausstellenden Unternehmen auf Ihren Besuch, spannende Gespräche und einen informativen Austausch!

 

Übrigens: Neue Technologien und Innovationen rund um Farming 4.0 und Co. gab es auch bei den National Ploughing Championships in Irland. Für drei Tage wurde die Stadt Tullamore erneut zum Schauplatz der größten Ausstellung für Landwirtschaft und Agrartechnik in Irland.

Auf dem renommierten Branchen-Event in Irland präsentieren irische Agritech-Unternehmen die Zukunft der Landwirtschaft

Für drei Tage wird die Stadt Tullamore erneut zum Schauplatz der größten Ausstellung für Landwirtschaft und Agrartechnik in Irland: Vom 17. bis 19. September 2018 werden fast 300.000 Besucher zu den National Ploughing Championships erwartet, die sich auf einer Fläche von mehr als 600.000 Quadratmetern die Stände der rund 1.700 irischen Aussteller ansehen werden. Neben einem publikumswirksamen Wettbewerb im Pflügen bildet die Enterprise Ireland Innovation Arena das Herzstück des Events. Dort werden den internationalen Besuchern Produkte und Lösungen irischer Agrar-Spezialisten vorgestellt und die innovativsten Konzepte mit einem Award ausgezeichnet.

Irland ist weltweit bekannt für die Qualität seiner landwirtschaftlichen Produkte und Systemlösungen und gilt heute als globales Zentrum für Agritech-Innovationen. Auf den National Ploughing Championships haben Interessierte einmal im Jahr die Gelegenheit, die bahnbrechenden Produkte und Technologien von mehr als 100 führenden irischen Agritech-Unternehmen kennenzulernen – darunter neue Maschinen und Softwarelösungen, die Zeit sparen und die Effizienz in der Landwirtschaft steigern. Viele der Unternehmen nutzen dabei neueste Ergebnisse aus der Spitzenforschung an irischen Universitäten, um die Zukunft der Landwirtschaft zu gestalten.

Ein besonderes Highlight auf dem Event ist die Enterprise Ireland Innovation Arena. Dort können sich Besucher einen lebendigen Eindruck von der Expertise irischer Agritech-Unternehmen verschaffen. Auch in diesem Jahr stellen dort wieder nahezu 60 irische Unternehmen ihre neuen und leistungsstarken Produkte rund um effiziente Viehhaltung und landwirtschaftliche Erzeugnisse vor. Die besten Produkte werden in fünfzehn Kategorien mit einem Award ausgezeichnet. Ziel ist es, die Unternehmen mit den mehr als 100 internationalen Einkäufern aus aller Welt, einschließlich Europa, Nordamerika, China, Russland, Saudi-Arabien und Afrika, in Kontakt zu bringen.

Irische Agrartechnik im Einsatz

Die Produkte, die auf den National Ploughing Championships vorgestellt werden, zeichnen sich durch eine enorme Bandbreite aus, die das Anforderungsspektrum der gesamten Landwirtschaft abdeckt. Irlands Milchindustrie mit ihren optimalen Bedingungen für Gras- und Futtermittelproduktion sowie ihrer wissenschaftlichen Forschung hat zu erstklassigen Graserntemaschinen geführt, die von Qualitäts-Produzenten weltweit nachgefragt werden. Der irische Landmaschinensektor verfügt über ein hochwertiges Angebot an innovativen Ballen- und Wickelsystemen sowie Mähwerken und Zettwendern. Hinzu kommen robuste und effiziente Zero-Grazing-Lösungen. Zudem zeichnen sich irische Hersteller durch leistungsfähige Geräte für das Handling von Futtermitteln aus – darunter Mischwagen, Ladevorrichtungen und Strohgebläse. Aber auch spezielle sensorbasierte Halsbänder, um brünstige Kühe zu erkennen und die Aktivität von Bullen zu überwachen, finden immer mehr Anwender. Roboter oder Drohnen sind im Vergleich zwar noch eher selten im Einsatz, sollen künftig aber deutlich häufiger auf den Höfen anzutreffen sein. Melkroboter sind ein Beispiel, das sich immer mehr durchsetzt.

Ein weiterer Fokus der ausstellenden Unternehmen liegt auf den Aspekten Tiergesundheit und Tierschutz. Sie sind entscheidend für Effizienz und Qualität in der Nahrungskette. Die irische Agrarwissenschaft und die Agritech-Branche haben daher gemeinsam Lösungen und Geräte für die Tierhaltung entwickelt, die weltweit eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Stallkabinen, Kuhmatten und die Ausrüstung von Viehboxen, die auf die Gesundheit und Sicherheit der Tiere ausgerichtet sind.

Innovationen in der Landwirtschaft

Viel Gesprächsstoff liefert aktuell zudem das Thema Nachhaltigkeit. Prognosen zufolge soll die Weltbevölkerung bis 2050 auf rund zehn Milliarden Menschen anwachsen. Die Zunahme zwingt Landwirte weltweit, Pestizide und Düngemittel einzusetzen. Denn nur so kann der hohe Bedarf an Lebensmitteln annähernd gedeckt werden. Gleichzeitig sollen Böden geschützt und Artenvielfalt gewährleistet sein. Die irische Produktion ist führend im Nährstoffmanagement, sowohl für organische als auch für chemische Düngerstreuer. Hochwertige Güllewagen, gekoppelt an modernste Applikationstechniken mit Nabel- und Schleppschuhausrüstung bilden hierbei ein zentrales Anforderungsspektrum ab – ebenso wie chemische Düngung mit GPS und variabler Dosierung. Diese irischen Designs stellen sicher, dass eine optimale Pflanzenernährung bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt gewährleistet ist.

Wie sich die Produkte im täglichen Einsatz bewähren, können die Besucher der National Ploughing Championships sowohl praktisch als auch in verschiedenen Anwendungsvisualisierungen erleben. Durch die breite Auswahl an teilweise hochspezialisierten Anbietern gewinnen Besucher binnen kurzer Zeit einen profunden Einblick in die technologische Zukunft der Landwirtschaft.

Bei Interesse vereinbart Enterprise Ireland gerne Termine mit den Ausstellern. Bitte kontaktieren Sie hierzu: Heike John, Senior Market Adviser für den Agrarsektor bei Enterprise Ireland, unter heike.john@enterprise-ireland.com.

Dairymaster-Technologie MooMonitor+ optimiert und vereinfacht Herdenmanagement bei Heechhofster KG in Mecklenburg-Vorpommern

Smarte digitale Technologien bestimmen immer mehr Abläufe in landwirtschaftlichen Betrieben weltweit. Ein gutes Beispiel für die fortschreitende Digitalisierung der Agrarwirtschaft ist der MooMonitor+, eine Technologie des irischen Anbieters Dairymaster. In der Gemeinde Hornstorf nahe Wismar in Nordwestmecklenburg können sich die Mitarbeiter des Milchviehbetriebs Heechhofster KG ihren Arbeitstag ohne diese Technologie, die am Halsband der Kuh befestigt bei Brunsterkennung und Gesundheitsüberwachung unterstützt, kaum noch vorstellen. Egal, ob es um Wiederkauaktivität oder eine frühzeitige Krankheitsdiagnose geht: Wird ein Grenzwert unterschritten, teilt das Gerät dies sofort mit.

Heechhofster-Eigentümer ist die Familie Terpstra, die den MooMonitor+ auf ihrem Milchviehbetrieb seit 2014 nutzt. An den drei Standorten werden insgesamt 1.500 Kühe versorgt. „Wir sind ein großer Betrieb. Um immer einen guten Überblick über den Gesundheitszustand aller Kühe zu haben, ist eine Technologie wie der MooMonitor+ extrem hilfreich“, berichtet Tjeerd Terpstra. Die Daten, die pro Stunde im Gerät am Halsband gespeichert werden, können nach Ablauf einer zuvor definierten Zeit von der Basisstation heruntergeladen werden. Via PC lassen sich diese Informationen im Anschluss analysieren und vergleichen. Viermal am Tag erhalten die Anwender bei Heechhofster eine Benachrichtigung auf ihrem Handy, um über den aktuellen Gesundheitszustand und mögliche Veränderungen zeitnah informiert zu werden. Ohne IT wären Datenerfassung und Dokumentation deutlich aufwendiger und ungenauer.

 

Nahtlose und verlässliche Kontrolle

Mithilfe des MooMonitor+ verschaffen sich die Mitarbeiter bei Heechhofster jeden Morgen einen Überblick über mögliche Verhaltensänderungen. Auffällige Tiere fügen sie daraufhin in eine Beobachtungsliste ein. Tiere wie beispielsweise Frischabkalber oder Kühe, die mitten in der Laktation sind, werden in der Folge ausgesperrt, untersucht und falls nötig behandelt. Der MooMonitor+ unterstützt außerdem die automatische Brunsterkennung sowie die Früherkennung von Gesundheitsstörungen, indem es Wiederkauaktivität, Fressverhalten, Ruheverhalten und Tieraktivität erfasst.

Diese Überwachung und Dokumentation bewährt sich vor allem dann, wenn eine persönliche Kontrolle nicht möglich ist: Studien haben gezeigt, dass 70 Prozent der Kühe in der Nacht aktiv sind, also zu Zeiten, wenn sich kein Personal im Stall aufhält. Hier greift die innovative Technologie von Dairymaster ebenfalls. Darüber hinaus können sich Anwender mobil anzeigen lassen, bei welchen Kühen die künstliche Besamung ansteht oder welche Kühe aktiver sind als sonst, was ebenfalls ein Zeichen für Brunst sein kann. Hinzu kommen Verhaltensalarme, die Aufschluss über kranke Tiere oder abweichendes Verhalten geben. Des Weiteren zeigt die App, welche brünstigen Kühe beispielsweise automatisch nach dem Melken selektiert werden sollen. Der MooMonitor+ überwacht somit alle Geschehnisse in der Herde und liefert präzise Echtzeit-Informationen über jedes Tier.

 

Automatisierung als Zukunftsmotor der Landwirtschaft

Landwirte müssen derzeit aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdrucks umdenken und ein gewisses Maß an Automatisierung zulassen, um sich so zukunfts- und leistungsorientiert aufzustellen. Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom, unterstützt vom Deutschen Bauernverband (DBV), setzt jeder zweite befragte Landwirt (53 Prozent) bereits digitale Lösungen ein. Der MooMonitor+ ist eines dieser digitalen Tools, das hilft, Prozesse effizienter zu gestalten und Mitarbeiter zu entlasten. Zwar müssen die Halsbänder regelmäßig überprüft werden, beispielsweise damit sich kein Tier verletzt. Doch dies ist ein minimaler Aufwand im Vergleich zum großen Nutzen der Technologie. Terpstra erläutert: „Der MooMonitor+ ist eine Technologie, die wir nicht mehr missen möchten.“

Eddie Goodwin, Manager Germany, Switzerland and Austria bei Enterprise Ireland, schließt sich an: „Zukunftsweisende Technologie aus Irland unterstützt Unternehmen der verschiedensten Branchen und Größen. Der MooMonitor+ von Dairymaster zeigt eindrücklich, wie Landwirte weltweit produktiver, rentabler, nachhaltiger und effizienter agieren können.“ In Irland spielt die Landwirtschaft seit jeher eine zentrale Rolle. Rund 250.000 Irinnen und Iren sind derzeit in dem Bereich beschäftigt. Sie zeichnen sich durch ein besonderes Maß an Innovationsstärke und Einfallsreichtum, Expertise und Unternehmergeist aus.

Irische Unternehmen übernehmen zentrale Rolle bei Entwicklung nachhaltiger Technologien und Ansätze

Prognosen zufolge soll die Weltbevölkerung bis 2050 auf rund zehn Milliarden Menschen anwachsen. Die Versorgung all dieser Menschen ist eine globale Herausforderung, die auch deutsche Landwirte beschäftigt und sie dazu drängt, sich nachhaltigen Technologien zu öffnen. Diese kommen beispielsweise aus Irland, denn das Land zählt zu den Vorreitern für Agrarinnovationen. Enterprise Ireland erklärt, warum sich ein intensiverer Austausch zwischen deutschen und irischen Agrarexperten lohnt.

Die stetig wachsende Weltbevölkerung zwingt Landwirte weltweit, Pestizide und Düngemittel einzusetzen. Denn nur so kann der hohe Bedarf an Lebensmitteln annähernd gedeckt werden. Gleichzeitig sollen Böden geschützt und Artenvielfalt gewährleistet sein. An dieser Stelle kann der Einsatz innovativer Technologien die Balance zwischen Effizienz und Nachhaltigkeit schaffen. Es zeichnet sich ab, dass irische Agrartechnik-Unternehmen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle übernehmen werden. Langfristige Investitionen in Forschung und Entwicklung haben dazu beigetragen, einen florierenden irischen Agrarsektor zu schaffen. Als Ergebnis sind diese Unternehmen bereits heute führend in der spezialisierten Produktion von Maschinen, insbesondere bei Mischwagen für die Viehfütterung, hochwertigen Ballen- und Wickelsystemen, Gülleverteilern, landwirtschaftlichen Anhängern und Umschlaggeräten für Getreide.

Irische Automatisierungslösungen unterstützen Landwirte weltweit

Ein Großteil der Investitionen fließt in Irland zudem in die Entwicklung digitaler Agrarkonzepte. Ziel ist jedoch nicht allein, futuristische Technologien zu entwickeln, wie Drohnen, die Farmen kontrollieren. Vielmehr geht es darum, mit wenigen Ressourcen einen hohen Outcome an hochwertigen Lebensmitteln zu produzieren. Mit vernetzten und tragbaren Geräten unterstützen irische Agrartechniker Viehzüchter weltweit, Erträge zu steigern und Prozesse zu optimieren – egal, ob es sich dabei beispielsweise um den App-gesteuerten Milchtank oder Sensoren in der Tierhaltung handelt.

„Irland mag im weltweiten Vergleich zwar ein relativ kleiner Agrartechnikproduzent sein, aber was wir in Sachen Entwicklung erreichen, ist wegweisend. Unser Ziel ist es, dieses Know-how in andere Märkte zu tragen. Daher fördern wir den Austausch zwischen Agrarspezialisten aus Irland und Unternehmen aus Deutschland aktiv und bringen sie ins Gespräch“, erklärt Eddie Goodwin, DACH-Manager bei Enterprise Ireland. „Auf diese Weise möchten wir neue Impulse für die Agrarwirtschaft geben und sie für die Herausforderungen der Zukunft rüsten.“

Irische Agrar-Unternehmen, die deutsche Landwirte unterstützen

Enterprise Ireland, die nationale Exportagentur der irischen Regierung, arbeitet mit irischen Agritech-Unternehmen zusammen, um ihnen dabei zu helfen, Innovationen zu entwickeln und erfolgreich auf internationalen Märkten zu agieren. Die folgenden Firmen unterstützen deutsche und internationale Agrarbetriebe bei anstehenden und künftigen Herausforderungen:

  • Unternehmen wie Dairymaster haben sich mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung und einer starken Kundenorientierung mittlerweile auch in Deutschland einen Namen gemacht. Die neueste Innovation des Anbieters ist eine Smartphone-App, mit der Landwirte ihren Milchtank fernsteuern können.
  • Das Unternehmen Moocall hat ein Halsband für Bullen entwickelt, das brünstige Kühe erkennt und die Aktivität des Bullen überwacht.
  • Der InTouch-Service von Keenan Systems verbindet Mischwagen im Einsatz mit einem Rechenzentrum im irischen County Carlow und ermöglicht die Fernabstimmung von Futtermischungen zur Optimierung der Milchproduktion.
  • Die Equilume-Technologie, die ursprünglich für das Fruchtbarkeitsmanagement bei Pferden entwickelt wurde, steigert nachweislich die Milchleistung von Kühen um bis zu neun Prozent pro Jahr.
  • Eine Sprühsystemtechnologie als Alternative zu herkömmlichen Pflanzenschutzsystemen hat MagGrow Dabei wird mit magnetisierten Tröpfchen „gesprüht“, sodass sich die Spritzdrift um bis zu 70 Prozent reduziert. Landwirte erreichen so eine hervorragende Abdeckung und benötigen eine geringere Menge an Pflanzenschutzmittel.