Veränderung am globalen Finanzmarkt: Disruptive Technologien sorgen in der Finanzbranche für ein neudefiniertes Kundenerlebnis. Großen Wert legen die Kunden vor allem auf einen reibungslosen Ablauf ihrer Bankgeschäfte. Dabei gilt dem bargeldlosen Zahlungsverkehr besondere Aufmerksamkeit. Die Folge: ein Wettlauf aller Branchenakteure um die Einführung innovativer Zahlungsprodukte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Dies belegt auch die aktuelle Studie Paytech: Neuerfindung der Finanztransaktion von Frost & Sullivan und Enterprise Ireland. Der rasche Wandel und die fortschreitende Digitalisierung drängen etablierte Banken und Fintechs dazu, ihr Know-how zusammenzuführen und eine erfolgreiche Partnerschaft zum Wohle des Kunden einzugehen – eine wertvolle Chance für beide Seiten.

Für Banken lohnt es sich, voll auf die Trends der Digitalisierung zu setzen: Eine Studie von BLC zeigt, dass rund 40 Prozent der Teilnehmer offen für innovative, digitale Bankenservices sind. Zusätzlich gaben 51,7 Prozent der Befragten im World Retail Banking Report 2018 an, positive Erfahrungen beim Online-Banking gemacht zu haben – eine gute Basis für neue Geschäftsmodelle: Kundenwünsche können erfüllt und -erlebnisse verbessert werden. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen traditionellen Finanzhäusern und Fintechs unerlässlich. Kunden erwarten Zahlungslösungen, die rund um die Uhr auf verschiedenen Kanälen verfügbar sind. Mit der passenden Verbindung von Know-how und Agilität können Banken den Übergang zu transparenteren und sichereren Methoden für grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen reibungslos bewältigen.

Neue Technologien revolutionieren den Zahlungsverkehr

Um im Wettbewerb zu bestehen, ist es dringend notwendig, dass etablierte Banken ihr Geschäftsmodell an die Kundennachfrage anpassen und disruptive Technologien integrieren. Unterstützung leisten hierbei innovative Zahlungsdienstleister: Fintechs entwickeln digitale Zahlungslösungen und bieten traditionellen Banken dadurch dynamische, skalierbare und technologieunabhängige Prozesse. Laut der Studie im Auftrag von Enterprise Ireland wird besonders durch die Einführung neuer Vorgaben und Bestimmungen wie der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Nutzung von modernen Transformationstechnologien wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz vorangetrieben. Kunden können damit Zahlungen deutlich flexibler abwickeln, unter anderem mithilfe von E-Wallets oder Social Media.

 

Kundenfreundliche Zahlungslösungen für effiziente Abwicklung

Durch die Zusammenarbeit von multinationalen und irischen Zahlungsunternehmen trägt Irland dazu bei, sämtliche Zahlungsarten weltweit zu vereinfachen, und wird somit zur treibenden Kraft für den globalen Wandel der Branche.

Ein anschauliches Beispiel ist Realex Payments mit Hauptsitz in Irland: Das Unternehmen bietet Online-Firmen Anwendungen, Services und Cloud-Lösungen, die die Annahme von Kundenzahlungen und die Abläufe für kundenfreundliches Bezahlen erleichtern. In die Software sind weitere Zahlungsdienstleister integriert. Dadurch werden Kunden in die Lage versetzt, ihre Bezahlungen auf mehr als 140 Wege online abzuwickeln. Zu den zahlreichen Zahlungsmethoden gehören auch E-Wallets und physische sowie virtuelle Prepaid-Karten.

Digitales Zahlen mit Bargeld möglich machen – das ist die Devise des irischen Dienstleisters PiP iT. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine private Online-Zahlungsplattform für Firmen und deren Kunden eingerichtet. Damit können insbesondere Personen Geld versenden, die in verschiedenen Ländern leben und arbeiten und möglicherweise keinen uneingeschränkten Zugang zu Bankeinrichtungen haben. Die Plattform ermöglicht es den Kunden, ihre Rechnungen grenzüberschreitend sicher zu begleichen, ohne dass ein Bankkonto erforderlich ist.

Auch MiFinity bietet eine Reihe von Services an, die den Kunden Zugang zu kosteneffizienten Zahlungslösungen wie zum Beispiel E-Wallets und virtuellen Prepaid-Karten verschafft. Das Unternehmen legt Wert auf globale Beziehungen, um in bestehenden und neuen Branchen zu wachsen und seine sichere und regulierte Technologieplattform weiter auszubauen.

 

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Kooperieren statt konkurrieren lautet die neue Devise bei Fintechs und etablierten Banken – doch daran müssen sich die Banken erst noch gewöhnen. Nichtsdestotrotz steht fest, dass sowohl Fintech Start-ups als auch Banken den Mehrwert einer Zusammenarbeit bereits erkannt haben und eine gelungene Partnerschaft zum Wohle des Kunden anstreben. Dies geht auch aus dem World Fintech Report 2018 hervor: Mehr als 75 Prozent der Fintechs gaben an, ihr primäres Geschäftsziel in der Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzdienstleistern zu sehen. Durch das Zusammenlegen der Geschäftsmodelle von Fintechs und etablierten Banken können Innovationen gemeinsam vorangetrieben und den Kunden ein reibungsloser Rundum-Service sowie neue Zahlungslösungen geboten werden.

Doch welche Technologien gilt es hierbei besonders im Auge zu behalten? Außer Frage steht: Es geht um weitaus mehr als um clevere mobile Bezahllösungen wie die Funktion für kontaktloses Zahlen oder Mobile Payment. Enterprise Ireland verschafft einen Überblick über jene Trends, mit denen sich zukunftsorientierte Banken und Finanzdienstleister schnellstmöglich beschäftigen sollten.

 

  1. Intelligente Datenmanagementsysteme

Für die Fintech-Branche sind Daten unerlässlich: Jede noch so kleine Geldbewegung wird aufgezeichnet und abgespeichert. Allerdings führen zu große Datenberge dazu, dass Daten nicht effektiv analysiert werden können und für die Kundenbindung bedeutende Informationen untergehen. Die in Dublin entwickelte Lösung von DataChemist schafft Abhilfe: Durch optimierte Informationsrecherche und ein verbessertes Datenmanagement im Finanzumfeld unterstützt sie Banken dabei, chaotische und unstrukturierte Datensätze in konsistente, saubere und integrierte Informationen zu transformieren. Die intelligente Datenmanagementlösung durchsucht Daten aus unterschiedlichen Quellen und hilft, Zusammenhänge aufzudecken, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Dadurch können die Entscheidungsfindung optimiert und Kosten gesenkt werden. Zudem verbessert eine effiziente Datenverwaltung die „Know-Your-Customer“-Performance signifikant, denn Finanzunternehmen lernen ihre Kunden und deren Bedürfnisse deutlich besser kennen.

 

  1. Cloud Computing-Technologien

Kunden genießen die Vorteile eines schnellen Service – ist der jedoch nicht gegeben, kann dies dazu führen, dass Finanzdienstleister Kunden verlieren. Mithilfe von cloudbasierten Technologien können Finanzhäuser rasch auf Kunden- und Marktanforderungen reagieren und neue Finanzdienstleistungen und -angebote schneller als zuvor auf den Markt bringen. Anfangs wurde eine Auslagerung relevanter Daten in die Cloud skeptisch betrachtet. Inzwischen setzt sich allerdings die Erkenntnis immer weiter durch, dass durchdachte Sicherheitsmaßnahmen sowie die Kooperation mit einem verlässlichen Partner eventuelle Risiken oder Sicherheitsbedenken nichtig machen.

Die digitale Lösung zur Autofinanzierung von Peeled Finance ist ein Beispiel dafür, wie sich mithilfe smarter Finanztechnologien neue Wege der Kundenansprache finden lassen. Das Online-Finanzierungstool zieht Vorteile aus der PSD2 und innovativen Technologien, um Autokäufern unkompliziert einen Kredit zu ermöglichen. So können auch interessierte Unternehmen den Einstieg in den Kfz-Finanzierungsmarkt bewältigen, ohne Kosten oder Barrieren als Kreditgeber tragen zu müssen.

 

  1. Biometrische Authentifizierung

Laut einer Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken nutzen bereits über 60 Prozent der befragten Kunden das Online-Banking mehrmals im Monat. Dabei ist eine benutzerfreundliche Oberfläche zwingend erforderlich. So können Kunden bereits mithilfe von Fingerabdrücken oder Gesichtserkennung auf ihre Konten zugreifen. Doch neue Technologien wie biometrische Authentifizierungslösungen erhöhen nicht nur die Qualität des Benutzererlebnisses, sondern gewinnen auch immer mehr an Bedeutung in der Betrugsbekämpfung und Absicherung von Finanzprozessen.

 

Das Human-Authentifizierungsunternehmen Daon zeigt, wie wichtig Innovationsstärke und Weitsicht zum Schutz der Identität im heutigen Finanzumfeld sind. Durch die Zusammenarbeit zwischen dem irischen Unternehmen und einer britischen Bank nutzen bereits über eine Million Menschen täglich biometrische Authentifizierung für ihre mobilen Bankgeschäfte. Mithilfe der Online-Verifizierung können Kunden schnell auf ihre Konten zugreifen, Geld im Handumdrehen überweisen und Transaktionen unkompliziert durchführen.

  1. Dynamische Währungsumrechnung

Ein besonderer Zusatzservice beim bargeldlosen Bezahlen ist die dynamische Währungsumrechnung DCC (Dynamic Currency Conversion). Diese Technologie erlaubt ausländischen Käufern, ganz bequem in ihrer Heimatwährung zu bezahlen. Der Zahlbetrag wird zum jeweils aktuellen Zeitpunkt in die entsprechende Währung umgewandelt. So sorgt DCC für mehr Transparenz beim Kauf im Ausland, denn der Kunde erfährt nicht erst mit der monatlichen Abrechnung, wie teuer das Shopping war.

 

Der irische DCC-Dienstleister Fexco ermöglicht Kunden einen direkten Überblick, wie viel sie in ihrer Landeswährung ausgeben. Doch auch Händler erhalten durch die schnelle Währungsumwandlung einen Mehrwert. Die vollständige End-to-End DCC-Lösung bietet neben Finanzmittel- und Kassendisposition auch die Kartenprüfung und Bereitstellung der Wechselkursinformationen in Echtzeit.

 

  1. Betrugserkennungs-Software

Um Kunden ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten, spielt die Erkennung und Prävention von Cyberkriminalität eine wichtige Rolle. Die rasanten Fortschritte von künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und dem Internet of Things werden tiefgreifende Auswirkungen auf die Themen Betrugserkennung und -absicherung haben – vor allem bei der Bekämpfung von Geldwäsche. Das irische Fintech-Unternehmen Kyckr hilft Banken und Finanzdienstleistern, sich gegen diese Gefahr zu rüsten. Durch die Echtzeit-Kundenprüfung in weltweiten Handelsregistern reduziert die Kyckr-Lösung das Risiko in der Handelsfinanzierung für Geschäftspartner, steigert die Transparenz im Know Your Customer-Prüfprozess und bietet Vorteile bei der Lieferkettenanalyse. So können die immer strengeren Vorschriften eingehalten und Kosten gesenkt werden.

 

Die Devise lautet: Bloß keine Zeit verlieren

Die fünf genannten Trends zeigen, mit welchen Fintech-Innovationen und Themen sich Banken und Finanzdienstleister in den kommenden Monaten beschäftigen sollten, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und den Kundenerwartungen gerecht zu werden. Im hart umkämpften und von vielen Veränderungen betroffenen Fintech-Sektor ist es für Finanzdienstleister unumgänglich, auf die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden einzugehen, bevor diese zur Konkurrenz zu wechseln. Daher wird eine Kooperation mit interessanten Fintech-Anbietern zur wertvollen Option für zukunftsorientierte Banken.

Blockchain-Experte aus Dublin wird für die Mitarbeit bei der Hilfe für syrische Flüchtlinge gewürdigt

Eine großartiger Monat für AID:Tech: Der innovative Software-Experte aus Dublin setzt Blockchain-Technologie ein, um internationale Hilfe zu leisten. Dafür wurde das Unternehmen nicht nur mit dem Irish Times Innovation Award belohnt, sondern auch von der Financial Times als einer der 100 europäischen Digital Champions ausgezeichnet. In der Kategorie „Using technology for social challenges“ wurde AID:Tech als eine von 18 Organisationen aufgeführt, die ihre digitale Expertise zur Lösung gesellschaftlicher Probleme einsetzen. Außerdem wurde der Erfinder des World Wide Web, Sir Tim Berners-Lee, in derselben Kategorie für seine Arbeit mit dem Open Data Institute prämiert.

Die Blockchain-Technologie ermöglicht es Menschen, Geld oder Daten auf eine offene, transparente und sichere Weise digital zu versenden. AID:Tech nutzte die Technologie bereits frühzeitig und war das erste Unternehmen weltweit, das im Auftrag des Irischen Roten Kreuzes finanzielle Hilfe über die Blockchain an syrische Flüchtlinge leistete.

Irlands Fintech-Vorteil

Irland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem renommierten Fintech-Standort entwickelt, an dem über 250 führende Finanzdienstleistungsunternehmen tätig sind. Dadurch ist das Land zum viertgrößten Exporteur von Finanzdienstleistungen in der EU geworden. Bereits im Oktober gewann Sedicii, ein weiteres innovatives irisches Fintech-Startup, in Madrid den BBVA Open Innovation Fintech for Future Award 2018. Die Auszeichnung, die im Rahmen einer der weltweit führenden Fintech-Wettbewerbe verliehen wurde, würdigte Sedicii für die Entwicklung einer Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, die Identität einer Person gegenüber einer vertrauenswürdigen Quelle nachzuweisen, ohne dass dabei sensible personenbezogene Daten überallhin gesendet werden müssen.

Ein weiteres führendes irisches Unternehmen im Fintech-Bereich ist CurrencyFair, eine Peer-to-Peer-Währungsaustauschplattform. Diese ermöglicht es Unternehmen und Verbrauchern, Geld bei internationalen Überweisungen zu sparen, indem sie auf Wechselkurse zugreifen, die niedriger sind als die von Banken und Brokern. Mit Niederlassungen in Irland, Großbritannien, Polen und Australien ist CurrencyFair weltweit präsent und hat bereits mehr als 5,5 Milliarden Euro im Auftrag seiner Kunden transferiert.

Regtech und die Zukunft der Finanzdienstleistungen

Technologien wie die Blockchain verändern die Funktionsweise von Finanzdienstleistungen. Seit dem Finanzcrash 2008 ist das regulatorische Risiko für Unternehmen zu einem wichtigen Thema geworden und wird heute ähnlich betrachtet wie beispielsweise das Kreditrisiko, das Fremdwährungsrisiko und das Aktienrisiko. Irische Regtech-Unternehmen stehen an vorderster Front, um Unternehmen dabei zu unterstützen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

So auch Corlytics: Das 2014 gegründete Unternehmen hilft Kunden auf der ganzen Welt, sich über die regulatorischen Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten. Durch die Zusammenarbeit mit Banken und Regulierungsbehörden wie der britischen Financial Conduct Authority (FCA) übersetzt das Unternehmen regulatorische Informationen in ein einheitliches Format. Hierzu nutzt es künstliche Intelligenz (KI) und weitere Systeme, um Kunden dabei zu unterstützen, relevante Mitteilungen leichter zu verstehen.

Das irische Unternehmen GECKO Governance hat eine Regtech-Fondsmanagementlösung entwickelt, die es den Nutzern ermöglicht, die regulatorischen und Compliance-Anforderungen von Investmentfonds-Portfolios in Echtzeit zu verwalten. Eines ihrer innovativen Produkte, das GECKO Crypto1-System, bietet ein überprüfbares, unabhängiges Blockchain-Audit, das für Finanzaufsichtsbehörden geeignet ist. Mit Unterstützung von Enterprise Ireland, der staatlichen Handels- und Innovationsagentur, ist das Unternehmen unter anderem in Singapur erfolgreich tätig.

„Die Auszeichnung irischer Fintech Unternehmen als vorbildliche Akteure im internationalen Marktumfeld ist ein greifbarer Beleg für die Leistungs- und Innovationsstärke der gesamten Branche“, erklärt Jane Green, Market Adviser Fintech bei Enterprise Ireland. „Vor diesem Hintergrund sehen wir unser Land und seine visionären Unternehmen auf einem guten Weg in Richtung Zukunft und sehen uns darin bestätigt, das kontinuierliche Engagement für Wachstum, Kooperation und Export weiter zu intensivieren.“

Corlytics liefert die evidenzbasierten Informationen, die Unternehmen benötigen, um positive regulatorische Ergebnisse zu erzielen. Das Unternehmen überwacht fortlaufend regulatorische Aktivitäten weltweit und stellt sicher, dass Kunden stets über den neuesten Kenntnisstand verfügen, damit sie sich optimal positionieren und Risiken proaktiv managen können. Im Jahr 2014 ist Corlytics gegründet worden und unterstützt seither Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche bei der Bewältigung regulatorischer Risiken, die nach dem Finanzcrash von 2008 zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. „Aufsichtsrechtliche Risiken gab es schon immer, aber sie standen bis 2008 eher im Hintergrund“, berichtet John Keane, Chief Operating Officer von Corlytics. „Danach haben sie schnell an Bedeutung gewonnen, und jetzt gibt es einen kontinuierlichen Strom von neuen Vorschriften und Änderungen bestehender Vorschriften, die Unternehmen unter Umständen gar nicht bewusst sind.“ Das birgt ernsthafte Risiken für Banken und Finanzdienstleister.

Kosten der Compliance

„Bußgelder für Verstöße können enorm hoch sein“, sagt Keane. „Wir haben es mit sehr großen Beträgen zu tun. Allein die geschätzten jährlichen Kosten für die Einhaltung der Vorschriften im Bankensektor belaufen sich auf Milliarden von Dollar.“ Das regulatorische Risiko ist inzwischen genauso bedeutsam wie die anderen Schlüsselrisiken in der Branche. „Es gibt viele potenzielle Stolperfallen für Banken und Finanzinstitute“, stellt Keane fest. „Risiken wie Kreditrisiko, Wechselkursrisiko und Aktienrisiko sind gut modelliert und werden prinzipiell gut verstanden. Doch plötzlich kam das aufsichtsrechtliche Risiko hinzu, das jetzt denselben Grad an analytischem Verständnis wie traditionelle Risiken der Finanzbranche verlangt.“ Eine Herausforderung für Banken und Finanzinstitute im Umgang mit regulatorischen Risiken ist die Sprache, die sie adäquat beschreibt.

Die Kluft zwischen Banken und Aufsichtsbehörden überbrücken

„Vorschriften werden in der Regel von Experten für Aufsichtsrecht verfasst. Ihre Auslegung beruht auf dem geschriebenen Text und darauf, wie unterschiedliche Lesergruppen diesen verstehen. Banken können besser mit Zahlen umgehen und benötigen einen auf Zahlen basierenden Ansatz, um aufsichtsrechtliche Risiken und ihre wahrscheinlichen Auswirkungen zu analysieren und zu quantifizieren. Corlytics hilft, die Kluft zwischen beiden Seiten zu überbrücken. Wir sind hier, um Banken dabei zu unterstützen, regulatorische Risiken zu quantifizieren und besser zu verstehen. Zu diesem Zweck arbeiten wir auch mit den Aufsichtsbehörden zusammen. Ein Beispiel ist unsere sehr enge Kooperation mit der Financial Conduct Authority in Großbritannien. Die Organisation gilt als Vordenker in puncto Regulation .“ Vor diesem Hintergrund versteht sich Corlytics als Teil des regulatorischen Ökosystems. „Wir übersetzen aufsichtsrechtliche Hinweise in ein gemeinsames Format. Und wir verfügen über eine Technologie, die regulatorische Inhalte global überwacht.  Es gibt täglich Hunderte von regulatorisch relevanten Mitteilungen auf der ganzen Welt. Wir verwenden eine Reihe von KI-basierten Systemen und andere Lösungen, um unsere Kunden dabei zu unterstützen, Mitteilungen zu identifizieren, die für sie von Belang sind. Damit dies optimal gelingt, setzen wir auf eine globale Taxonomie, die durchgängig angewendet wird. So können Organisationen die für sie relevanten Inhalte auf standardisiertem Weg betrachten und erkennen, wann Risiken wahrscheinlich auftreten, welche Auswirkungen sie haben können und wie sie sich am besten minimieren lassen.“ Der Zielmarkt des Unternehmens sind die weltweit führenden Finanzinstitute. „Unsere Lösung ist global aufgestellt“, sagt Keane. „Wir haben 38 Mitarbeiter in unserem Team mit Hauptsitz in Dublin und Niederlassungen in London, New York, Boston und Sydney. Der Kernmarkt sind die Tier-1- und die erfolgreichsten Tier-2-Finanzdienstleistungsunternehmen. Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf die USA, Großbritannien und Europa. Darüber hinaus erhalten wir Anfragen aus Asien – insbesondere Hongkong und Singapur. Wir haben aber auch Interessenten in Australien.“ Enterprise Ireland, die nationale irische Exportagentur, hat das Unternehmen dabei unterstützt, internationale Verbindungen zu knüpfen. „Mit Expertise und Engagement trägt Enterprise Ireland wesentlich dazu bei, dass wir international wachsen können. Die Organisation bietet praktische Hilfe wie beispielsweise Räume, in denen wir dank eines ausgezeichneten Netzwerks von Büros im Ausland Besprechungen durchzuführen können. Außerdem arrangieren die Experten für uns Treffen mit Unternehmen und leitenden Führungskräften. Im Rahmen der Konferenz MoneyConf, die jüngst in Dublin stattfand, hatte Enterprise Ireland zu einer Veranstaltung am Vorabend eingeladen, bei der Regtech- und Fintech-Unternehmen Kontakte zu potenziellen Kunden und Partnern knüpfen konnten. Das ist genau die Art von proaktiver Unterstützung, die für Unternehmen wie uns und unsere internationalen Partner von unschätzbarem Wert ist“, resümiert Corlytics COO Keane.

 

Zeit ist eine knappe Ressource in der Finanzbranche – auch oder gerade in Zeiten fortschreitender Automatisierung. Inzwischen ist fast jede Finanztransaktion ganz oder teilweise automatisiert, und dennoch werden neue Kunden oft immer noch manuell angelegt und hinsichtlich der Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche überprüft. Dieser Prozess kann bis zu 26 Tage dauern. Know Your Customer wurde vor zweieinhalb Jahren in Hongkong gegründet und hat eine effiziente High-Tech-Lösung entwickelt. Damit lassen sich von Neukunden eingereichte Dokumente überprüfen und die Onboarding-Zeit auf nur einen Tag reduzieren.

„Wir arbeiten als Technologiepartner für Unternehmen in den Bereichen Bankwesen, Recht, Versicherungen, Rechnungswesen und anderen Bereichen, die eine effiziente Überprüfung ihrer Kunden-IDs benötigen“, erklärt Claus Christensen, CEO und Mitbegründer von Know Your Customer. „Zunächst sind wir in einem ganz anderen Kontext auf das Problem gestoßen und waren der Meinung, dass wir es mit der geeigneten Technologie lösen können. In den darauffolgenden 18 Monaten haben wir unsere Ideen in ein Produkt einfließen lassen, das wir im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht haben.“

Die Sprache der Finanzinstitute sprechen

Die Reaktion des Marktes auf das Produkt war zwar ausgesprochen positiv, dennoch lief die Erteilung verbindlicher Aufträge nur langsam an.

„Wir stellten schnell fest, dass der Markt das Produkt wollte und bereit war, dafür zu zahlen. Allerdings fanden wir auch heraus, dass der Vertrieb an Finanzinstitute nicht so einfach und problemlos ist wie der Vertrieb an Unternehmen in anderen Branchen“, fügt Christensen hinzu.

„Man benötigt vor allem Vertriebsmitarbeiter, die Erfahrung mit großen Unternehmen haben – und die gleiche Sprache wie die Finanzinstitute sprechen. In diesem Wissen haben wir ein qualifiziertes Team aufgestellt, allerdings dauerte der Vertriebszyklus immer noch sechs bis neun Monate. Das ist eine ziemliche Herausforderung für ein junges Start-up wie Know Your Customer. Trotzdem haben wir jetzt, nur ein Jahr später, 19 zahlende Kunden. Inzwischen sind wir bereit, die nächsten entscheidenden Schritte zu tun.“

Bei seiner Wachstumsstrategie ist das Unternehmens vor allem auf die internationale Expansion ausgerichtet.

Enterprise Ireland die nationale irische Exportagentur, hat uns sehr dabei geholfen, Business-Kontakte außerhalb Irlands herzustellen“, sagt Christensen.,</15 „Die Organisation leistet vor allem für Start-ups tolle Arbeit. Die Investition von Enterprise Ireland in Höhe von 250.000 Euro hat ein starkes Signal an den internationalen Markt ausgesendet, auf dem wir uns als Player etablieren wollen. Außerdem hat sie dazu beigetragen, andere potenzielle Investoren auf uns aufmerksam zu machen. Enterprise Ireland hat uns die richtigen Branchenmessen empfohlen und uns bei potenziellen Neukunden ins Spiel gebracht – vor allem in Asien.“

Aufbau von Fintech-Partnerschaften in Asien

Asien ist Christensen zufolge sehr interessant für Regtech-Unternehmen wie Know Your Customer.

„Der Kontinent ist sehr stark reguliert und die Vorschriften sind unseren sehr ähnlich“, erläutert er. „Darüber hinaus ist Englisch die Sprache, die auch in Hongkong und Singapur gesprochen wird. All dies macht Asien zu einem sehr interessanten Zielmarkt für uns. Im vergangenen Jahr waren wir auf einer Messe in Singapur vertreten und haben unseren Radius anschließend auf Hongkong ausgedehnt. Die Vertreter von Enterprise Ireland sind mit der Fintech-Branche in Hongkong gut vernetzt. Sie haben uns geholfen, Kontakte zu knüpfen und zu Gesprächen mit Kunden begleitet.

Christensen nahm in der ersten Hälfte des Jahres 2018 drei Monate lang am Fintech Supercharger Accelerator-Programm in Hongkong teil.

„Es wurde von Liberty Investments und Standard Chartered gesponsert und war für uns sehr erfolgreich. Wir haben unseren ersten Kunden Neat.hk, einen lokalen Anbieter von digitalen Banklösungen, innerhalb von drei Monaten gewonnen. Normalerweise dauert ein Geschäftsabschluss viel länger.

Asien bietet dem Unternehmen bedeutende Geschäftschancen.

„In Asien zu sein, verschafft uns Zugang zu einer Reihe von Ländern mit schnell wachsenden Märkten. Zugleich ist Hongkong ein Tor nach China, der zweitgrößten und am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft der Welt. Die Metropole ist der perfekte Ort für unsere Branche, da Chinas wichtigste Finanzinstitutionen alle ins Ausland expandieren. Dies führt dazu, dass sie mit sehr unterschiedlichen Regeln konfrontiert werden. Die Vorschriften in China selbst sind sehr kompliziert und Hongkong ist der erste Ort, an dem sie Erfahrungen mit internationalen regulatorischen Gepflogenheiten sammeln. Wir sind perfekt aufgestellt, um dort zu wachsen. Das wird für die Zukunft unseres Unternehmens eine große Rolle spielen – Expansion nach Europa inklusive.“

„Perspektivisch werfen wir ein Auge auf die deutsch- und französischsprachigen Märkte. Enterprise Ireland hilft uns auch dort, Verbindungen zu potenziellen Partnern zu knüpfen.“

Frank Schwab, Aufsichtsratsvorsitzender von Hufsy, ehemaliger CEO von Fidor TecS und ehemaliger Chefarchitekt der Privatkundensparte der Deutschen Bank zur Zukunft des Privatkundengeschäfts von Banken.

Früher mussten Privatkunden von Banken für eine Kontoeröffnung und ein Beratungsgespräch zu Geldanlagen in die Filiale. Doch heutzutage können Konten schnell und einfach online eröffnet werden und Computerprogramme, basierend auf künstlicher Intelligenz, beraten in finanziellen Angelegenheiten. Während sich traditionelle Banken mit der digitalen Transformation noch schwertun, haben Fintech Startups das veränderte Kundenverhalten längst erkannt und bieten Technologien und Dienstleistungen an, die ein flexibles und einfaches Bankingerlebnis ermöglichen.

Herr Schwab, welche Trends prägen das Privatkundengeschäft („Retailbanking“) derzeit am meisten?

Schwab: Zu den Megatrends, die das Retailbanking prägen, gehört vor allem das Ablösen von Altsystemen. Diese sind sowohl kostenintensiv als auch unflexibel. Doch insbesondere bei den traditionellen Banken sind diese alten Systeme immer noch im Einsatz und behindern ihre digitale Transformation.

Crowd Lending ist ein weiterer Megatrend, der ein völlig neues Bankingerlebnis bietet. Ein Beispiel ist eine Aktion des Berliner Fußballclubs Hertha BSC: Dieser sammelte mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform Kapilendo kurz vor einem Fußballspiel an einem Samstagnachmittag Spenden in Höhe von einer Million Euro, und das innerhalb von gerade einmal neun Minuten.

Auch die Kryptowährungen nehmen weiterhin an Bedeutung zu: Derzeit werden über 1.600 Kryptowährungen in mehr als 10.000 Märkten gehandelt – und dabei handelt es sich nur um die gelisteten. Ein Beweis für die zunehmende Bedeutung ist Binance, die mittlerweile größte Kryptobörse der Welt: Diese erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von 200 Millionen Euro. Die Deutsche Bank erwirtschaftete im gleichen Zeitraum 146 Millionen Euro. Der Gesamtmarktwert aller Kryptowährungen beträgt 400 Milliarden US-Dollar. Der gesamte Geldmarkt beläuft sich auf 83 Billionen US-Dollar, sodass die Kryptowährungen derzeit 0,5 Prozent davon ausmachen – Tendenz steigend. Auch prognostiziert das Weltwirtschaftsforum, dass bis 2025 bis zu 25 Prozent aller Werte in der Blockchain gespeichert werden könnten. Das ist ein Schritt von 0,5 Prozent auf 20 Prozent und gibt eine Vorstellung, welche Chance Kryptowährungen darstellen.

Mit welchen Herausforderungen sehen sich die traditionellen Banken konfrontiert?

Schwab: Das anhaltend niedrige Zinsniveau stellt eine Herausforderung dar, da es die traditionelle Einnahmequelle von Banken gefährdet. Das veränderte Kundenverhalten verschärft das Problem: Durch das Smartphone, den Aufstieg von Social Media und Onlineshops erwarten Kunden, dass Banken dieselben digitalen Services anbieten. Zentral für das Problem der traditionellen Banken ist zudem, dass niemand gerne Überweisungen tätigt. Niemand wacht auf und denkt: „Toll, heute werde ich Geld überweisen!“

Wie sieht der Zahlungsverkehr der Zukunft aus?

Schwab: Kunden wünschen sich eine einfache Bezahlung. Moderne Technik kann dies leisten. Wenn Sie einen Service wie Uber haben, können Sie Ihren Fahrer anrufen, er oder sie wird Sie zu Ihrem Ziel fahren und die Zahlung ist im Service inbegriffen. Sobald Sie das Fahrzeug verlassen, erfolgt die Bezahlung ohne Knopfdruck, denn das Smartphone erkennt, wann Sie ein- und aussteigen. Darum geht es beim Banking der Zukunft. Natürlich wird es weiterhin Überweisungen geben, aber sie werden in den Dienst eingebettet sein. Ebenfalls ermöglicht die Technik eine hundertprozentige Automatisierung. Wenn Ihnen zum Beispiel an einem Sonntagnachmittag das Geld ausgeht, aber Sie wissen, dass Sie Ihr Gehalt morgen erhalten, dann kann eine Online-Bank wie Fidor Ihnen einen Kredit an einem Sonntagnachmittag in Echtzeit liefern. Dieser Notfall-Bargeldservice steht seit drei Jahren allen Kunden zur Verfügung, die vorab geprüft wurden.

Warum fällt es Banken so schwer, von den vorgestellten Megatrends zu profitieren?

Das Problem liegt in der Kultur der Banken. Wir können von ihnen nicht erwarten, dass sie von heute auf morgen ihr bisheriges Geschäftsmodell einschließlich der Unternehmenskultur, Systeme und Prozesse über den Haufen werfen. Doch selbst der traditionelle Vorteil, den die Banken im Hinblick auf das Vertrauen der Verbraucher genießen – ein sicherer Ort für ihr Geld zu sein – wird ausgehöhlt: Durch die Blockchain wird man in Zukunft keinen Vermittler mehr brauchen und es gibt somit keinen Grund mehr für Banken, den täglichen Geldtransfer abzudecken. In zwanzig oder dreißig Jahren werden wir alle unsere Krypto-Geldbörsen auf mobilen Geräten, höchstwahrscheinlich als Ring am Finger, bei uns tragen. Wir werden täglich Peer-to-Peer-Zahlungen durchführen können und Banken für den täglichen Zahlungsverkehr somit nicht mehr brauchen. Für Großkunden- oder Ländertransaktionen bleibt das traditionelle Bankgeschäft weiterhin wichtig, doch das Privatkundengeschäft wird seine aktuelle Bedeutung verlieren.

Besitzt das Privatkundengeschäft noch Zukunft?

Natürlich werden die Banken in den nächsten zehn Jahren weiterhin einen bedeutenden Anteil an Finanzdienstleistungen im Privatkundengeschäft besitzen. Einige werden sich verändern und ein Geschäftsmodell finden, das auch in Zukunft funktioniert. Jedoch ist jetzt schon zu erkennen, dass die Mehrheit veraltet sein wird und sich konsolidieren wird. Vor zehn Jahren gab es in Deutschland mehr als 3.000 Banken. Jetzt sind es nur noch 1.500. Dem stehen mehr als 800 Fintech Startups gegenüber, von denen sich einige in naher Zukunft in große Unternehmen verwandeln werden.

Wie sind die irischen Fintech Startups aufgestellt?

Die irischen Fintech Startups sind gut positioniert, um die Chancen der genannten Megatrends und der digitalen Transformation zu nutzen und ihre Technologien und Dienstleistungen sowohl an Fintech-Unternehmen als auch an den gesamten Finanzdienstleistungssektor zu verkaufen. Irland hat im Vergleich zu Deutschland eine sehr entgegenkommende Regulierung für Finanzdienstleistungen, besitzt qualifizierte Mitarbeiter sowie fortschrittliche Technologien und Prozesse. Das ist der Grund, weshalb so viele Dienstleistungs- und Betriebszentren dort angesiedelt sind und es für irische Fintech Startups einfacher ist, in das Bankwesen einzusteigen.

Infokasten:

Irische Fintech Startups

Know Your Customer bietet eine vollautomatische Applikation zur Legitimationsprüfung von Neukunden und Anti-Geldwäsche-Verifikation an. Compliance-Teams in Unternehmen können den Genehmigungsprozess nach höchsten internationalen Standards schnell abschließen und ihren Kunden täglich Berichte zur Verfügung stellen. Dies ermöglicht den Kunden, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren und Personalressourcen im Bereich Compliance auf ertragreiche Geschäftsbereiche umzuverteilen. Gleichzeitig werden die Kosten für die Zusammenstellung und Prüfung von Legitimationsdokumenten gesenkt.

ID-Pal ist eine Applikation, die es Unternehmen ermöglicht, die Identität ihrer Kunden schnell und einfach zu überprüfen, während die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Mit ID-Pal können Kunden Identitätsinformationen in weniger als fünf Minuten in vier Schritten mit Hilfe eines Smartphones oder Tabletts jederzeit und überall hochladen. Somit bietet die Applikation eine einfache, sichere und bequeme Alternative zur manuellen Verarbeitung der Identitätsinformationen von Kunden, spart Zeit und bietet ein verbessertes Onboarding-Erlebnis für Unternehmen und ihre Kunden.

Die irische Fintech-Branche unterstützt Banken beim Open Banking mit digitaler Expertise und intelligenten Konzepten für Reporting, Monitoring und Alert

Open Banking liegt zunehmend im Trend: Irische Fintech-Experten entwickeln schon heute erfolgreich Lösungen, mit denen sich externe Technologien per Plug-in-Verfahren bequem in eine bestehende System-Infrastruktur einfügen lassen. Auf diese Weise können Bankkunden beispielsweise über ein externes Dashboard ihre Bankdaten und den Kontostand abrufen, ohne dass die Bank selbst das Dashboard zur Verfügung stellen muss – wie es im Online-Banking zurzeit noch der Standard ist. Allerdings müssen Banken, die den Schritt in Richtung Open Banking gehen möchten, die erforderliche Transformation mit Compliance-Vorgaben in Einklang zu bringen.

Für bindende Vorgaben im EU-weiten Geldtransfer und Zahlungsverkehr sorgt die Payment Service Directive 2 (PSD2), die seit dem 13. Januar 2018 in Kraft ist. Auf Initiative der EU-Kommission berücksichtigt die modernisierte Fassung der existierenden Richtlinie nun auch neue Arten von Zahlungsdiensten. Ziel ist es, zu einem stärker integrierten und effizienteren europäischen Zahlungsverkehrsmarkt beizutragen. Der Hintergrund: Viele Anbieter entsprechender Services haben sich in der Vergangenheit belebend auf Innovation und Wettbewerb im Zahlungsverkehr ausgewirkt, waren aber bislang nicht reguliert. Dadurch dass die neue PSD2 sie nun einbezieht, werden Transparenz, Innovation und Sicherheit im Binnenmarkt gefördert und gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen verschiedenen Zahlungsdienstleistern geschaffen.

Mehr Transparenz und Rechtssicherheit

Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht, warum eine Anpassung an die Entwicklung unvermeidlich wurde: Beispielsweise setzten EU-Mitgliedstaaten früher die Regeln für Zahlungsdienste, die in einem abgegrenzten Netz oder über Mobiltelefone oder andere IT-Geräte erbracht wurden, unterschiedlich um oder wandten sie uneinheitlich an. Dies hatte unter anderem opportunistisches Verhalten und Rechtsunsicherheit aufseiten vieler beteiligter Akteure zur Folge.

In manchen Bereichen hat die Situation auch zu einer Beeinträchtigung des Verbraucherschutzes und zu Wettbewerbsverzerrungen geführt. Grund genug, die Chancengleichheit für Zahlungsdienstleister einschließlich neuer Akteure strukturell und verbindlich zu verbessern. Dementsprechend gewährleistet die aktualisierte PSD2 identische Wettbewerbsbedingungen zwischen den verschiedenen Anbietern, sorgt zugleich für einen effizienteren Schutz der Verbraucher und macht Zahlungen sicherer. Darüber hinaus beschert der Wettbewerb zwischen den Fintech-Start-ups den Verbrauchern perspektivisch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die angebotenen Dienstleistungen in hoher Qualität: Maßgeschneiderte Angebote empfehlen sich als Mittel, die Kundenbindung zu erhöhen.

Die neuen EU-Vorschriften der PSD2 dürften nun dazu beitragen, den Wettbewerb auf dem Markt für den elektronischen Zahlungsverkehr anzukurbeln, indem sie den Unternehmen die erforderliche Rechtssicherheit bieten, damit sie in den Markt eintreten oder ihn weiterführen können. Dies würde es den Verbrauchern ermöglichen, mehr und bessere Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Arten von Zahlungsdiensten und Dienstanbietern zu nutzen.

Vorteile für Bankkunden und effizientere Prozesse

Darüber hinaus kann die PSD2 dazu beitragen, die Gebühren für Verbraucher zu senken und Zuschläge für Kartenzahlungen in den meisten Fällen sowohl online als auch im stationären Handel abzuschaffen. In einigen Mitgliedstaaten sind Zuschläge üblich, insbesondere für Online-Zahlungen und bestimmte Sektoren wie die Reise- und Gastgewerbebranche. In allen Fällen, in denen die den Händlern auferlegten Kartengebühren gemäß der ergänzenden Verordnung über die Interbankenentgelte für kartenbasierte Zahlungstransaktionen gedeckelt werden, ist es den Händlern nicht mehr gestattet, die Verbraucher für die Verwendung ihrer Zahlungskarte zu belasten. Dies gilt sowohl für inländische als auch für grenzüberschreitende Zahlungen.

Die Verbraucher werden auch besser geschützt, wenn der Transaktionsbetrag nicht im Voraus bekannt ist. Diese Situation kann bei Autovermietungen, Hotelbuchungen oder an Tankstellen auftreten. Der Zahlungsempfänger darf nur dann Gelder auf dem Konto des Zahlers sperren, wenn der Zahler genau den Betrag genehmigt hat, der gesperrt werden kann. Die Bank des Zahlers gibt die gesperrten Gelder unverzüglich nach Erhalt der genauen Betragsangabe und spätestens nach Erhalt des Zahlungsauftrags frei.

Außerdem stärkt die neue Richtlinie die Rechte der Verbraucher beim Versand von Überweisungen und Geldüberweisungen außerhalb der EU oder bei Zahlungen in Nicht-EU-Währungen. PSD1 betraf nur Überweisungen innerhalb der EU und war auf die Währungen der Mitgliedstaaten beschränkt. Dagegen dehnt PSD2 die Anwendung der bestehenden Regeln zur Transparenz aus und erfasst auch den Zahlungsverkehr mit Personen außerhalb der EU. Dies trägt zu einer besseren Information der Geldüberweiser bei und sollte die Kosten von Geldüberweisungen aufgrund der höheren Transparenz auf dem Markt senken.

Schulterschluss von Banken und Fintechs

Intensive Kooperationen zwischen Banken und Fintechs bieten eine aussichtsreiche Option, die Kundenzufriedenheit zu steigern. Die PSD2 bietet Banken die Möglichkeit, eine Bankenplattform aufzubauen, eng mit Fintechs zusammenzuarbeiten und innovative Technologien zu nutzen. Neue Chancen für Fintechs im Zahlungsverkehrsmarkt werden beispielsweise dadurch geschaffen, dass Banken nach der Zustimmung der Kunden dazu verpflichtet sind, ihre Systeme zu öffnen und Kundendaten über APIs an Drittanbieter (TPPs) weiterzugeben. Zusätzlich verändert die Einführung von PSD2 die Wettbewerbslandschaft für Banken. Die Vorteile für beide Seiten liegen auf der Hand: Den Banken ermöglichen Fintech-Kooperationen einen Zugang zu agilen Innovationen. Für Fintechs bieten Banken einen großen Kundenstamm, eine umfassende Infrastruktur und große Datenmengen. Jede Partei kann sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und sowohl relevante Datenbestände als auch die Kosten fair aufteilen.

Irisches Know-how bewährt sich im Wettbewerb

Als Hub für eine Vielzahl international operierender Banken verfügt Irland über ein großes Lösungsangebot für die drängenden Fragen, denen sich Banken in puncto Reporting, Monitoring und Alert stellen müssen. Irische Unternehmen bieten aufgrund ihres Technologievorsprungs einen besonders praxisnahen Zugang zu neuen Technologien. Die Folge: Immer mehr Banken verlagern ihre Zentralen nach Irland, um diesen Vorteil zu nutzen. Die PSD2 belebt den Wettbewerb im Bereich Zahlungsverkehrslösungen zusätzlich, indem die bestehenden Strukturen aufbrechen und sich der Markt für mehr Akteure öffnet. Gleichzeitig werden ein intensiver Austausch und Innovationen in Form neuer Services gefördert.

Ein wichtiges Element in dieser Entwicklung stellen sogenannte IESP Service Provider dar, die effiziente Technologien anbieten, um finanzielle Informationen von verschiedenen Quellen im Rahmen von Open Banking zusammenzuführen. „Das Beispiel vieler irischer Fintech-Start-ups macht deutlich: Moderne Lösungen, die den internationalen Geldtransfer und Zahlungsverkehr erleichtern, müssen nicht von den Banken kommen“, erklärt Jane Greene, Market Advisor Fintech bei Enterprise Ireland. „Angesichts der zu erwartenden Nachfrage der Endkunden nach modernen Dashboards, mit denen beispielsweise die eigenen Kontostände bei unterschiedlichen Banken gleichzeitig eingesehen werden können, vergrößert sich allerdings die Erwartung an die Banken, ein gutes Tool zu bieten, um die Kundenzufriedenheit und -bindung zu gewährleisten. Hier und bei allen daran anknüpfenden Fragen zum Thema Sicherheit steht die irische Fintech-Branche mit ihrem Technologievorsprung als verlässlicher Partner bereit.“

  • Strategische, IT-gestützte Regulierung für Zukunftsfähigkeit deutscher Banken wird immer wichtiger
  • Enterprise Ireland fasst zentrale Regtech-Erkenntnisse in neuem Whitepaper zusammen

 Finanzdienstleister und Banken weltweit sind tiefgreifenden Veränderungen und immer strikteren Compliance-Vorgaben unterworfen. Wertvolle Unterstützung bietet Regtech, eine Kopplung aus „Regulatory“ und „Technology“: Denn mit technologiebasierten Lösungen können Unternehmen regulatorischen Anforderungen flexibler begegnen. In diesem Bereich haben sich irische Unternehmen in den vergangenen Jahren einen erstklassigen Ruf erworben: Sie unterstützen Kunden von Finanzdienstleistern weltweit bei der Bewältigung der immer komplexeren Regulierungsherausforderungen. Enterprise Ireland, einer der weltweit größten Investoren im Fintech-Sektor, erläutert, wie Regtech-Lösungen bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften unterstützen und Innovationen sowie betriebliche Effizienz in der Finanzbranche vorantreiben.    

  1. Regtech unterstützt Entscheidungsfindung

Die steigenden Anforderungen in der Finanzbranche verlangen von Unternehmen, eine digitale Infrastruktur zu schaffen und bestehende Ressourcen zu erweitern. Die riesige Datenmenge, über die viele Banken verfügen, ist eine inhärente Stärke und bietet großes Potenzial. Der Einsatz fortschrittlicher Technologien zur Verbesserung von Regtech-Lösungen und die Nutzung dieser Daten, um Erkenntnisse zur Steigerung der betrieblichen Effizienz zu liefern, werden daher künftig zunehmen. Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML), Datenanalyse und Blockchain werden Regtech-Lösungen in die Lage versetzen, intelligentere Entscheidungen zu treffen.

  1. Robuste Backends, flexible Prozesse und Kunden im Fokus

In einer aktuellen Umfrage unter Endnutzern in der Banken-, Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche (BFSI) erklärten 19 Prozent der Befragten, dass die Einhaltung von Standards und Regulierungsmaßnahmen eine ihrer drei größten Herausforderungen sei. Der digitale Wandel fördert in diesem Zusammenhang Agilität und beschleunigt Innovationen. Neue Technologien eröffnen interessante Möglichkeiten, um dem wachsenden Kostendruck und dem Ruf nach mehr Prozesseffizienz zu begegnen. Damit dies gelingt, müssen Banken und Finanzdienstleister vermehrt auf robuste Backends, flexible Prozesse und innovative sowie kundenzentrierte Lösungen setzen.

  1. Hohe Strafen und Imageschäden vermeiden

Laut Thomson Reuters Cost of Compliance Survey 2017 erwarten 67 Prozent der Banken einen Anstieg ihres Compliance-Budgets, um dem regulatorischen Druck gerecht zu werden. Schätzungen gehen davon aus, dass Unternehmen bis 2022 zehn Prozent ihrer Einnahmen für die Einhaltung der Vorschriften ausgeben werden. Trotz dieser Bemühungen zahlen Unternehmen noch immer hohe Strafen für fehlerhafte Berichte und die Nichteinhaltung gesetzlicher Vorgaben. Moderne Regtech-Lösungen ermöglichen es, Compliance zu verbessern und ein Umfeld zu schaffen, das der Einhaltung von Vorschriften förderlich ist.

Jane Greene, Fintech Market Advisor bei Enterprise Ireland Deutschland, kommentiert: „Experten sagen voraus, dass die Regtech-Branche immer schneller wachsen und bis 2020 weltweit Umsätze von 6,46 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Regtech wird die Prozesseffizienz fördern, da Unternehmen Datenanalysen und die hiermit einhergehenden Erkenntnisse für die Verbesserung bestehender Produkte und Dienstleistungen nutzen können. Flexible und innovative Regtech-Lösungen lassen sich zudem auch für Aktivitäten und Prozesse innerhalb einer Organisation nutzen, um so Markt und Kunden besser verstehen zu lernen.“

Whitepaper beantwortet Kernfragen rund um Regtech

Weitere Informationen über die Herausforderungen und Chancen durch Regtech-Konzepte bietet Enterprise Ireland in einem neuen Whitepaper. Darin wird deutlich, wie stark sich der irische Markt durch fundiertes regulatorisches Fachwissen auszeichnet. Anfang 2018 kündigte die irische Zentralbank an, einen Fintech-Innovationshub einzurichten, der die Zusammenarbeit mit allen Unternehmen, die Innovationen im gesamten Finanzdienstleistungssektor anbieten, stärken soll. Das vollständige Whitepaper „Beyond Compliance: RegTech Delivering Transformative Innovation Across Financial Services” steht unter IrishAdvantage.com/RegTech zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Irische Regtech-Branche punktet mit Innovationsfokus und Expertise

Irland ist eine wichtige Drehscheibe für einige der größten Finanzdienstleister, von der Bank of America Merill Lynch bis zu Barclays und Sumitomo Mitsui, und ist der viertgrößte Exporteur von Finanzdienstleistungen weltweit. Hinzu kommt eine lange Tradition in der Fondsindustrie – so werden über 40 Prozent des globalen Hedgefonds-Vermögens in Irland betreut.

Die irischen Marktführer in diesem Bereich vereinen fundiertes regulatorisches Fachwissen mit Technologieexpertise. Dies nutzen Unternehmen wie Know Your Customer, Corlytics, Governor Software, Fenergo und Gecko Governance, um führenden Fonds, Banken und Versicherungsgesellschaften weltweit dabei zu helfen, effizient mit Compliance umzugehen und gleichzeitig bessere, datengesteuerte Managemententscheidungen zu treffen.

 

Weitere Informationen unter: www.irishadvantage.de/fintech

Eoin Fitzgerald, Senior Development Advisor für den Fintech-Sektor bei Enterprise Ireland, erklärt, warum Fintech-Investoren genau beobachten sollten, worin die Regierungsbehörde investiert.

Enterprise Ireland ist wahrscheinlich der größte Fintech-Investor, von dem Sie noch nie gehört haben. Während Y Combinator eine Start-up-Maschine sein mag, ist Enterprise Ireland ist eine Fintech-Fabrik.

Die irische Regierungsbehörde, die irische Unternehmen unterstützt, international erfolgreich zu agieren und zu wachsen, ist auch einer der größten und erfolgreichsten Fintech-Investoren der Welt.

Enterprise Ireland hilft mehr als 1.500 Unternehmen aktiv und zu jedem Zeitpunkt durch Kapitalbeteiligungen – großen und kleinen Unternehmen aus nahezu allen Branchen ebenso wie sogenannten „High Potential Start-Ups“ (HPSUs).

Im vergangenen Jahr hat Enterprise Ireland mehr als 30 Millionen Euro in über 200 Unternehmen investiert, darunter 90 HPSUs.

Eoin Fitzgerald, Senior Development Advisor für den Fintech-Bereich bei Enterprise Ireland.

Einige der von Enterprise Ireland unterstützten Unternehmen sind reine Finanzdienstleister, andere konzentrieren sich auf den Verkauf von ICT-Lösungen für Finanzdienstleister. Über 200 sind Fintechs, und ungefähr die Hälfte davon Start-ups.

Zweitwichtigster Fintech-Investor der Welt war Enterprise Ireland mit 23 Beteiligungen.

Damit steht die Behörde vor profilierten Playern wie Digital Currency Group und Accel Partners, die jeweils 19 Unternehmen unterstützten, oder bekannten Silicon-Valley-Akteuren wie 500 Startups (17) und Risikokapital-Titanen wie Sequoia (15).

Während sich andere Investoren ausschließlich auf Finanz- und Umsatzzahlen konzentrieren, geht es uns als staatlicher Institution in erster Linie um Jobwachstum. Doch selbstverständlich schließen sich diese beiden Ziele nicht aus.

Sie sind vielmehr zwei Seiten derselben Medaille. Das lässt sich auch gut an den Treffer- und Erfolgsquoten von Enterprise Ireland sehen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren liegt der ROI für Fintech bei uns deutlich über dem Branchenschnitt.

Es begann mit Fexco

Wir blicken auf langjährige Erfahrungen zurück: Alles begann mit dem ersten irischen Fintech, einem Unternehmen für internationale Zahlungen, das 1981 gegründet wurde: Fexco.

Heute bietet das Fintech-Expertenteam von Enterprise Ireland allen Unternehmen der Branche – vom Zwei-Mann-Start-up bis zum wachsenden 500-Mitarbeiter-Unternehmen – ein konkurrenzlos umfassendes Wissen.

Dahinter steckt derselbe ganzheitliche Ansatz, den Enterprise Ireland bei irischen Lebensmitteln verfolgt, die seit vielen Jahren weltweit für ihre erstklassige Qualität geschätzt werden.

Zudem wird die irische Fintech-Exzellenz international immer bekannter, wobei Enterprise Ireland eine aktive, zentrale Rolle spielt.  Zu den Aktivitäten gehören dabei sowohl Beiträge zur nationalen Politik durch Tools wie IFS2020, Irlands „gesamtstaatlichem Ansatz“ zur Förderung des Wachstums im Finanzdienstleistungssektor als auch aktive Beteiligungen an vielversprechenden Fintechs.

2017 erzielte das Fintech-Portfolio ein Umsatzvolumen von einer Milliarde Euro.

Im Jahr 2017 erwirtschaftete das Enterprise-Ireland-Portfolio mit mehr als 200 Fintech-Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Euro: Eine riesige Erfolgsgeschichte für Irland, die aber längst nicht so bekannt ist, wie sie sein sollte.  Fintech-Investoren aus der ganzen Welt sollten wissen, dass die Unterstützung ihres Unternehmens durch Enterprise Ireland ein Gütesiegel für sie ist.

Ein solches Unternehmen ist zwangsläufig international ausgerichtet und erobert bereits frühzeitig weltweit die Märkte.

Außerdem verschafft die umfangreiche Erfahrung von Enterprise Ireland bei Geschäftsverhandlungen einen klaren Vorteil.

Normalerweise schließen Venture-Capital-Investoren zwei oder drei Fintech-Deals pro Jahr ab. Im Vergleich hierzu haben die großen Player der Branche, wie 500 Startups oder Y Combinator, zwischen 2014 und 2017 jeweils 105 bzw. 102 Abschlüsse getätigt. Enterprise Ireland war an 85 von ihnen beteiligt.

Was spricht in Sachen Fintech für Irland?

Was macht ein kleines Land wie Irland, das gerade mal 4,5 Millionen Einwohner hat, zum perfekten Standort für Fintechs?  Es ist das einzigartige Zusammenspiel bester Voraussetzungen.

Zum einen profitiert der irische Fintech-Sektor von einer außerordentlichen Kultur der Zusammenarbeit. Ungewöhnlich für unternehmerische Ökosysteme beinhaltet dieser kollaborative Ansatz signifikante staatliche und behördliche Förderungen: Das Thema Fintech hat nationale Priorität.

Große Namen in Technologie und globalen Finanzdienstleistungen

Irland profitiert auch von der außergewöhnlichen Zusammenstellung internationaler Akteure. Hier finden sich neun der Top-10-Technologieunternehmen der Welt, unter anderem Facebook, Google und Amazon. Dieses ist die „Tech“-Seite.

Irland ist darüber hinaus Heimat für einige der größten Namen globaler Finanzdienstleistungen – von Bank of America Merill Lynch bis Barclays und Sumitomo Mitsui. Irland ist der viertgrößte Exporteur von Finanzdienstleistungen weltweit. Das ist die „Fin“-Seite.

Alle diese internationalen Technologie- und Finanzdienstleistungsunternehmen sitzen zwar in Irland, konkurrieren hier aber nicht um Kunden. Das ermöglicht eine außergewöhnlich enge Zusammenarbeit.

Irische Fintechs können so Fachwissen erwerben, wie es sonst nicht möglich ist. Viele irische Fintech- und Regtech-Gründer kennen die schwierigen und wichtigen Themen der Branche, da sie zuvor Führungspositionen bei großen Playern innehatten.

Enterprise Ireland unterstützt sie aktiv. Wir wollen nicht im Aufsichtsrat von Beteiligungsgesellschaften sitzen. Wir sind auch nicht, wie andere Investoren, vom üblichen Renditestreben getrieben. Wir möchten vor allem erfolgreichen, aufstrebenden, internationalen Unternehmen zur Seite stehen.

Das ist unser tägliches Geschäft. Keine andere Organisation auf der Welt fördert den Erfolg von Fintechs wie Enterprise Ireland.  Y Combinator mag eine Start-up-Maschine sein. Enterprise Ireland ist eine Fintech-Fabrik.

Seit seiner Gründung 2009, als es durch den Firmengründer Marc Murphy aus der Software-Firma Ergo ausgegliedert wurde, führt Fenergo die irische Fintech-Revolution an.

„Wir kauften den Code für die Software eines Kontoeröffnungssystems, das ursprünglich für Lloyds Bank entwickelt worden war. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt als die Welt sich schlagartig veränderte und niemand mehr Kredite oder ein neues Konto wollte“, erinnert sich Murphy. „Wir mussten uns sehr schnell mit dem regulierten Bereich beschäftigen.”

Die Regtech-Lösungen adressierten zunächst die nordamerikanische Region. Nachdem ein paar Jahre lang am Aufbau der Produkt- und Marktposition des Unternehmens gearbeitet worden war, gelang 2012 mit den neuen Kunden Scotiabank und SunTrust der große Durchbruch.

„Dass diese Banken an Bord sind, hat dem Markt bewiesen, dass wir glaubwürdig und skalierbar sind“, kommentiert Murphy.

Kurz danach Fenergo fragte OSFI, die kanadische Aufsichtsbehörde, an, gemeinsam mit Scotiabank, der Bank of Montreal und der Royal Bank of Canada eine Regtech-Lösung zu entwickeln, mit der alle Beteiligten arbeiten würden.

Fenergo’s software and services help financial firms centralise client information and enable the firms to comply with complex regional and global regulations efficiently and quickly

Heute helfen Software und Dienstleistungen von Fenergo Finanzinstituten bei der Zentralisierung von Kundeninformationen und ermöglichen es ihnen, rasch und effizient komplexe regionale und globale Bestimmungen zu erfüllen.  Dieser automatische Prozess reduziert Betriebskosten, mindert Risiken und ermöglicht es Finanzinstituten, freiwerdende Mittel und Ressourcen wichtigeren Aktivitäten zuzuweisen. Zu Fenergos Kunden gehören unter anderen Santander, BBVA, BNY Mellon, ABN AMRO und Scotiabank.

Fenergos Erfolg in den USA

Der Schritt in den US-Markt war für das Unternehmen lukrativ. „Mit ihren zahlreichen Aufsichtsbehörden, die sich um Prozesse wie Kundenakquise, Kundendatenschutz, Geldwäschebekämpfung, Anlegerschutz, Risikoaufklärung, Steuervorschriften und mehr kümmern, zwingen die USA Banken und Finanzinstitute, Compliance an erste Stelle zu setzen“, erklärt Murphy.  „US-Banken haben die Vorteile erkannt, die ihnen Fenergos Automatisierung und Zentralisierung des Compliance-Prozesses bringen.  Unsere US-Kunden sind Tier-1-Institute, die viele unterschiedliche Systeme unterhalten. Mit der Implementierung von Fenergo rationalisieren und zentralisieren sie nicht nur die Akquise, sondern stellen auch sicher, dass sie gesetzeskonform handeln.”

US banks have seen the benefits that Fenergo provides in automating and centralising the compliance process

Wichtiger Teil des Unternehmenserfolges ist die enge Zusammenarbeit mit den Kunden. „Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von Fenergo sind die von uns geschaffenen Regulierungsforen“, erklärt Murphy.  „Fenergos Regulierungsforum bringt eine weltweite Gemeinschaft aus mehr als 20.000 Risiko- und Compliance-Experten zusammen, die die Herausforderungen bestehender und neuer Finanzvorschriften diskutieren.”

Auch Enterprise Ireland, die nationale Exportagentur, spielt hierbei laut Murphy eine wichtige Rolle. „Enterprise Ireland unterstützt unsere F & E-Bestrebungen, sodass unsere Produkte zu den besten der Welt werden konnten. Eine der vielen Stärken von Enterprise Ireland ist seine weltweite Marktpräsenz. Seine Berater haben uns geholfen, Kontakte mit den richtigen internationalen Kunden und Partnern zu knüpfen.”

Für die Zukunft sieht Murphy kontinuierliches weltweites Wachstum. „Wir haben 2015 eine Finanzierungsrunde in Höhe von 85 Miliionen US-Dollar mit Insight Venture Partners und Aquiline Capital Partners abgeschlossen“, berichtet er. „Das war äußerst wichtig. Bei unseren Kunden geht es um bis zu 50 Millionen US-Dollar, die sie über fünf Jahre bei uns ausgeben. Für sie ist wichtig zu wissen, dass wir finanziell so gut aufgestellt sind, dass uns selbst unvorhergesehene Einbrüche nichts anhaben können. Diese finanzielle Stärke hat uns geholfen, im vergangenen Jahr an 25 Ausschreibungen teilzunehmen und 23 davon zu gewinnen. Nur eine haben wir verloren, eine weitere wurde zurückgestellt. Bei uns arbeiten aktuell 600 Mitarbeiter, davon 300 in Irland, und wir wachsen weiter. Ein Team – eine Vision.“

Viele irische Branchen und Unternehmen sehen dem Brexit ängstlich entgegen, doch für Fintech schafft er neue Chancen.

In seiner Keynote für Enterprise Ireland beim Kongress ‘Future of Fintech’ in Dublin erklärte der in Großbritannien ansässige Fintech-Experte Chris Skinner, dass der Verlust der europäischen Passrechte für in Großbritannien ansässige Finanzdienstleister ein Segen für Irland sei.

„Es ist ein großer Verlust für Großbritannien, einen Markt von 28 Ländern auf nur einen zu reduzieren.” Für Dublin aber, so Skinner, sei es ein „Geschenk“, das bereits geliefert worden sei.

Für die Zeit nach dem Brexit ist Irland der beste Standort für US-Banken.

„US-Banken verlagern zentrale europäische Dienstleitungen bereits jetzt nach Irland. Das höre ich nicht nur, das sehe ich“, sagte er.

„Das heißt aber nicht, dass sie ihren gesamten Betrieb nach Dublin verlegen. London gilt immer noch als globales Finanzzentrum. Wenn wir jedoch, was den Zugang zum europäischen Markt betrifft, davon ausgehen, dass dieser London bald nicht mehr zur Verfügung steht, ist der beste Standort für US-Banken Irland – nicht nur Dublin, sondern auch die gesamte Westküste.”

In der Zwischenzeit eröffnen sich im Fintech-Bereich neue Chancen, da Banken diesem Bereich immer mehr Bedeutung zumessen.

„Für mich ist Fintech wie eine Eltern-Kind-Beziehung, wobei die Banken die Eltern und Fintech das Kind sind. Vor fünf Jahren sagten alle, dass Fintech dafür sorge, Banken loszuwerden. Doch fünf Jahre später sind die Banken immer noch hier, genauso groß und genauso mächtig wie zuvor.”

Das Ergebnis ist ein fortschrittlicher und reiferer Diskurs zwischen Fintech-Unternehmen über Partnerschaften, Mitgestaltung und Zusammenarbeit mit Banken.

Banken als Verwalter von Fintech-Lösungen

Aus seiner Sicht ist damit der Weg für die Zukunft der Banken als „Kuratoren“ zahlreicher intelligenter Fintech-Lösungen geebnet. Mit einer Reihe innovativer Dienstleistungen werden Banken in der Lage sein, sich auf dem Markt zu differenzieren. Gleichzeitig sichert die Partnerschaft mit einer vertrauenswürdigen, bekannten Bank Fintech-Unternehmen ihren Erfolg.

All dies geschieht bereits: Fintech „hat aktuell den stärksten Einfluss dort, wo neue Märkte erschlossen werden. Märkte, die vom traditionellen Finanzsystem bislang nicht oder zu wenig erreicht wurden, sei es bei Privatdarlehen, Krediten für kleine Unternehmen, Studentendarlehen oder P2P-Zahlungen und -Kredite“, führt er aus.

Fintech treibt auch Verbesserungen des bestehenden Finanzsystems voran. „Da Banken staatliche Lizenzen haben, vertrauen Kunden ihnen ihr Geld an. Als Verbraucher wissen Sie, dass Sie Ihre 100.000 Euro zurückbekommen, wenn die Bank in Schwierigkeiten gerät. Bei nicht regulierten Unternehmen haben Sie diese Garantie nicht, und das wissen Kunden“, sagte er.

Die Menschen haben auch „irgendwie Angst vor Geld, und es ist ihnen zuwider, den Kontoanbieter zu wechseln“, erläutert Skinner.

„Um Menschen von einem Bankwechsel zu überzeugen, gibt es in Großbritannien seit fünf Jahren Regeln für den Kontowechsel. Im Moment wechseln allerdings weniger Leute die Bank als vor Einführung der Bestimmungen. Kunden fragen sich, weshalb sie ihre Bank wechseln sollen, wenn sie sich eigentlich nur wünschen, dass alles sicher und glatt läuft.“

Wie gewinnt also ein Fintech-Unternehmen Kunden? „Das ist sehr schwierig, zumal die meisten Fintechs keine Geschichte, keine Marke und keine Vertrauensbasis haben, während Banken von einer Jahrhunderte alten Geschichte, Millionen Kunden und Milliarden Euro profitieren.”

Fintech-Innovationen sorgen für bessere Kundenerlebnisse

Diese Erkenntnis hat Fintechs bestärkt, Wachstumsvorhaben umsichtiger anzugehen. „Sie sind allmählich an einem Punkt angelangt, an dem sie sagen: Okay, ich werde die Bank nicht ersetzen, aber ich kann Dienste der Banken übernehmen und verbessern. Und in diesen Bereichen sind Fintechs wirklich erfolgreich. Sie verbessern das Kundenerlebnis, indem sie den Umgang mit Bankgeschäften erleichtern.”

Sie beseitigen Ineffizienzen und Fehler von Bankprozessen die, wie Skinner hervorhebt, noch aus der industriellen Revolution stammen. Ein Beispiel sind Kontoeröffnungen, bei denen Kunden noch persönlich samt Ausweis und Identitätsnachweis antreten müssen.

Einige Fintech-Innovationen leiden jedoch noch an Kinderkrankheiten. „Blockchain wurde hochgejubelt, dann sind die Menschen schwer enttäuscht worden – vor allem, weil in den Jahren 2015 und 2016 so viel darüber geredet wurde und dann die harte Realität im Weg stand. Es ist immer noch eher ein Experiment“, erklärte Skinner.

„Die Weiterentwicklung bleibt schwierig, weil die Zusammenarbeit vieler verschiedener Drittparteien nötig ist, damit es sich wirklich lohnt. Der ganze Sinn von Blockchain besteht ja darin, eine Vertrauensbasis zwischen Menschen zu schaffen, die einander ansonsten nicht vertrauen.“

Bei der Erstellung einer internen Datenbank brauchen Sie das nicht, da Sie Ihrer eigenen Organisation ja schon vertrauen. Wenn Sie beispielsweise finanzielle Gegenparteien in Russland, China, den USA und Dublin haben, die sich nicht vertrauen, ist dies notwendig“, betont er.

„Im Moment ist es SWIFT, und morgen wird es Ripple oder das SWIFT-Netzwerk in einer Blockchain. Doch das zu entwickeln dauert Jahre, da so viele Drittparteien daran beteiligt sind; und auch die Technik ist noch nicht einsatzbereit.”

Auch wenn noch experimentiert wird: In irgendeiner Form werden Buchhaltungs- und verteilte Finanztechnologien einen Hauptteil der Kerninfrastruktur zwischen Institutionen, insbesondere zwischen Regierungen, Unternehmen und Banken, verändern“, bekräftigte er. „Der Grundstein ist bereits gelegt, doch es wird noch drei bis fünf Jahre dauern, bis die Idee zur Realität wird.”

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Irlands einzigartiges wirtschaftliches Umfeld hat zur Entwicklung eines erstklassigen Fintech-Sektors geführt. Als eines der wichtigsten Finanzdienstleistungszentren in der EU, mit der weltweit höchsten Konzentration von Technologieunternehmen, vereint Irland das technische und finanzielle Know-how, das globale Fintech-Kunden suchen.

Über 40 Prozent der globalen Hedge-Fonds-Assets werden in Irland betreut. Mit ihrem regulatorischen Know-how helfen irische Regtech-Unternehmen führenden Fonds, Banken und Versicherungsunternehmen, Vorschriften effizient umzusetzen und bessere, datengesteuerte Managemententscheidungen zu treffen.

Banken und Finanzunternehmen können sich jederzeit auf die Hilfe von Irlands Fintech- und Regtech-Unternehmen verlassen, wenn es darum geht, die Chancen der voranschreitenden Digitalisierung und veränderter Kundennachfrage zu nutzen. Eine engagierte Mitgliedschaft in der Euro-Zone, vielfältig talentierte und gut ausgebildete Mitarbeiter und das dynamische Innovationsumfeld festigen Irlands Position als eines der weltweit wichtigsten Fintech-Zentren.

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