„Welche Zukunft wünschen wir uns für uns – und für unseren Planeten? Wie können wir die Lebensqualität aller Menschen verbessern? Das ist genau die Art zukunftsgerichteter Fragen, die innovative irische Unternehmen derzeit beantworten wollen“, sagt Julie Sinnamon, CEO von Enterprise Ireland, der Agentur für Handel und Innovation.

„Es sind schwerwiegende, wichtige Fragen. Sie sind herausfordernd und verwirren uns alle, aber sie bringen uns auch voran, um schwerwiegende, wichtige Antworten zu finden. Diese Antworten werden uns dabei helfen, für jeden eine bessere Zukunft zu schaffen.“

Da das Tempo der Veränderung immer schneller wird, wächst die Notwendigkeit, Dinge zu hinterfragen. „Die Leute suchen zunehmend nach Möglichkeiten, aus Änderungen Kapital zu schlagen und dabei gleichzeitig sicherzustellen, dass es die richtige Art von Änderung ist – eine Veränderung, die Menschen und Umwelt hilft, die Vielfalt fördert oder Bedingungen für Menschen in Not verbessert“, sagt Sinnamon.

Derart existentielle Fragen erfordern Visionen von Innovatoren, die in die Zukunft blicken und das große Allgemeine sehen, sich aber gleichzeitig auch hier und jetzt um Angelegenheiten kümmern.

„Irische Unternehmen befinden sich im Zentrum technologischer Innovation und werden von wirtschaftlichen Notwendigkeiten und dem Wunsch getrieben, eine gerechtere Zukunft zu schaffen“, berichtet Sinnamon.

„Dies ist nicht nur ein Bestreben. Es ist das, was irische Unternehmen jetzt gerade erreichen. Das ist der Grund, warum Irland der zweitgrößte Exporteur von Medizintechnik in Europa und ein Marktführer im Bereich der Finanztechnik bei Zahlungen, Regtech und Fonds ist. Irland ist zudem ein globales Zentrum für Agritech-Innovation und verfügt über eine erstklassige Erfolgsbilanz bei der Fertigstellung großer und komplexer High-Tech-Bauvorhaben in aller Welt“, erklärt Sinnamon.

„Egal, in welcher Branche – Irische Unternehmen sind aktuell dabei, Lösungen zu entwickeln, um die größten Herausforderungen bewältigen zu können, denen sie gegenüberstehen, um den Geschäftspartnern in aller Welt den „irischen Vorteil“ zu verschaffen.”

Irische Unternehmen erzielen derzeit internationale Umsätze auf Rekordniveau. „Das gelingt ihnen, indem sie Innovation voranbringen“, erklärt Carol Gibbons, Department Manager Digital Technology and Director ICT Commercialisation bei Enterprise Ireland.

„Innovation ist das essentielle Kriterium für die Fähigkeit eines Unternehmens, wettbewerbsfähig zu sein. Im Europäischen Innovationsanzeiger 2017 wurde Irland für seine Innovationskraft auf Platz eins eingestuft. Das ist es, was uns unterscheidet und uns dabei hilft, uns auf globalen Märkten zu behaupten.“

Das sagt nicht nur Enterprise Ireland. „Wir sind mit Niederlassungen und Mitarbeitern vor Ort weltweit vertreten. Wir verbringen viel Zeit mit Gesprächen mit den internationalen Klienten unserer Kundenunternehmen. Hierbei erhalten wir stets das Feedback, dass irische Unternehmen immer einen Schritt weiter gehen“, sagt Gibbons.

„Wir hören auch immer wieder, dass irische Unternehmen als vertrauenswürdige Partner auftreten. Sie haben stets die Bedürfnisse ihrer Kunden im Blick, reden mit ihnen über die Märkte, in denen sie tätig sind, und die Produkte, die sie benötigen, und entwickeln dann maßgeschneiderte neue Produkte und Dienstleistungen. So agieren irische Unternehmen weltweit und deshalb sind so viele von ihnen Marktführer in ihrem Bereich, wobei Technologie eine zentrale Rolle einnimmt.“

 

Wie wollen wir nun die Lebensqualität aller Menschen verbessern?

Innovatoren wie Aerogen, das weltweit führende Medizintechnik-Unternehmen, das sich auf Systeme für die Aerosol-Medikamentengabe spezialisiert hat, und Nuritas, das künstliche Intelligenz mit Genomforschung kombiniert, um natürliche bioaktive Peptide zu entdecken und freizusetzen, verändern das Leben von Milliarden Menschen auf der ganzen Welt.

 

Wie wollen wir unsere wachsende Weltbevölkerung versorgen?

Mithilfe von Unternehmen wie Moocall, ein Spezialist für sensorbasierte Herdenmanagement-Software, und TerraNutriTECH, das die Tierernährung automatisiert, um so die Gesundheit der Herde zu verbessern.

 

Wie können wir wachsen und gleichzeitig die Umwelt für die nächste Generation bewahren?

Dank Unternehmen wie NVP Energy, dessen intelligente Geschäftslösungen Abwässer von Produktionsanlagen in eine Energiequelle umwandeln.

 

Können wir das Optimum aus Maschinen herausholen, ohne dabei die Essenz unserer Menschlichkeit zu verlieren?

Absolut – das ist möglich mit Unternehmen wie Aylien, einem Entwickler KI-gestützter Lösungen zur Inhaltsanalyse, die dabei helfen, große Mengen menschlichen Textes zu verstehen, indem sie Deep Learning und eine fortschrittliche Verarbeitung natürlicher Sprachen nutzen; Artomatix, Erfinder der weltweit ersten 3D-ArtEngine; und Pointy, ein revolutionäres neues System, das automatisch die Produkte eines Einzelhändlers online anzeigt, indem es Algorithmen und maschinelles Lernen einsetzt, um Lagerbestände zu schätzen und herkömmlichen Einzelhändlern dabei zu helfen, mit E-Commerce-Unternehmen konkurrieren zu können.

 

Wie kann unsere physische Welt mit unserer digitalen Welt verschmelzen?

Mit der Hilfe von Innovatoren wie etwa Soapbox Labs, das Spracherkennungslösungen speziell für Kinderstimmen entwickelt, um die höchstmögliche Genauigkeit zu gewährleisten; RecommenderX, das maschinelles Lernen einsetzt, um Unternehmensteams zu besseren datengestützten Entscheidungsfindungen zu verhelfen; und VR Education, dessen virtuelle erweiterte Software die Art und Weise verändert, wie Bildung und Schulungen durchgeführt werden.

 

Ist es möglich, Menschen für eine einfachere, sicherere und fairere Interaktion zu vernetzen?

Ja, das haben Pioniere erreicht wie AID:Tech, das Blockchain-Technologie einsetzt, um die Art und Weise zu revolutionieren, wie Regierungen, Unternehmen und Hilfsorganisationen weltweit wohltätige Hilfen und Zuwendungen bereitstellen; und Sysnet Global Solutions, ein Entwickler von Compliance-Sicherheitslösungen, die uns online schützen.

Und es gibt noch viele weitere dieser innovativen irischen Unternehmen. Dieser Umstand ist der Tatsache ihres einmaligen Umfelds geschuldet. „Irland hat eine starke unternehmerische Ausrichtung. Es sucht sehr proaktiv und agil nach internationalen Gelegenheiten und verfügt über sehr gut ausgebildete, flexible und zukunftsorientierte Arbeitskräfte“, sagt Gibbons.

„Sie werden von Initiativen – wie beispielsweise Technology Centres – unterstützt, die Wirtschafts-Know-how mit akademischer Forschung verbinden und sicherstellen, dass irische Unternehmen für künftige Entwicklungen gerüstet sind, insbesondere in den Bereichen künstlicher Intelligenz und maschinelles Lernen.“

Irlands Geschäftswelt wird von einem erstklassigen System in Bezug auf Forschung und Entwicklung unterstützt und arbeitet mit einigen der weltweit größten Namen in den Bereichen Technologie, Biowissenschaften und Finanzdienstleistungen zusammen. Für all diese Fachgebiete ist Irland ein wichtiger globaler Knotenpunkt. Als Ergebnis können irische Unternehmen kontinuierlich wachsen und die Standards der globalen Marktführer erfüllen.

Irland ist ein Land, in dem Unternehmer ein hohes Ansehen genießen und ambitioniert sind, auch im Ausland Erfolge einzufahren.

Sie sind nicht erfolgreich, auch wenn sie nur von einer kleinen Insel im Atlantik kommen, sondern gerade weil sie von dieser kleinen Insel kommen. „Wir haben uns schon immer nach außen orientiert“, meint Gibbons. „Wir sind von Natur aus Netzwerker und profitieren von unseren Verbindungen. Das bedeutet, dass wir schnell und einfach einen neuen Markt betreten können, wenn wir das beabsichtigen. Das ist ein großer Vorteil.“

Irland beeinflusst weltweit die unterschiedlichsten Bereiche des Lebens, von Kunst und Literatur bis hin zu humanitären Aspekten. Daher überrascht es nicht, dass Irland auch die internationale Wirtschaft beeinflusst. „Wir sind ein kleines Land, haben aber große Ideen – von weltweitem Ausmaß“, sagt Gibbons.

„Lassen Sie sich nicht von unserer Größe täuschen“, rät auch Sinnamon: „Wir sind ein kleines Land mit großer Wirkung.“

Ein Game Changer für grenzübergreifende Handelsbeziehungen: Von Deutschland bis an die Peripherie des europäischen Wirtschaftsraums ist der EU-Binnenmarkt seit seinem Start am 1. Januar 1993 zu einem echten Erfolgsmodell gereift. Laut Bundeswirtschaftsministerium ist er mit der Erweiterung der Europäischen Union auf 28 Mitgliedstaaten der größte gemeinsame Markt der Welt. Zu seinem 26. Geburtstag betont die irische Wirtschaftsförderungsorganisation Enterprise Ireland, welche Vorteile der Binnenmarkt Unternehmen bietet – ungeachtet des Gegenwinds, dem die europäische Idee vor allem in Zeiten des Brexits vielfach zu trotzen hat.

Mit 500 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern und einer Wirtschaftsleistung von rund 11,5 Billionen Euro ist der europäische Binnenmarkt einer der größten einheitlichen Märkte der industrialisierten Welt – ohne Zölle und mit vielen einheitlichen Regelungen und Normen. Vier Grundfreiheiten bilden die Grundlage des Binnenmarktes der Europäischen Union: freier Warenverkehr, Personenfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit sowie freier Kapital- und Zahlungsverkehr. Ihre rechtliche Grundlage findet sich im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Davon ausgehend entstehen folgende fünf Vorteile für Unternehmen, die im EU-Binnenmarkt aktiv sind:

 

  1. Keine Ein- und Ausfuhrzölle

Die Unternehmen mit Sitz innerhalb des EU-Binnenmarkts sparen unter dem Strich mehrere Milliarden Euro, die sie andernfalls für Grenzformalitäten beim Ex- und Import von Waren und Gütern ausgegeben hätten.

 

  1. Vergrößerter Absatzmarkt

Unternehmen werden durch die größere Marktnachfrage in die Lage versetzt, ihre Produkte in erhöhter Stückzahl herzustellen und damit die Kosten zu senken. Dies stärkt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.

 

  1. Einheitliche und rechtssichere Standards

Die Qualität der Waren und Vorprodukte, die Unternehmen beispielsweise von Zulieferern beziehen, wird durch die Richtlinien und Vorschriften der EU garantiert.

 

  1. Freier Zugang zu Jobs und Fachkräften

Arbeiternehmer benötigen keine spezielle Arbeitserlaubnis für ein anderes Land innerhalb des Binnenmarkts. Die Freiheit der Arbeitsplatzwahl gilt für alle Beschäftigten, Selbstständigen, Studenten, Rentner, Nichterwerbstätige und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die einen gewerblichen Beruf ausüben. Unternehmen können somit Fachkräfte aus anderen EU-Ländern einstellen.

 

  1. Kosteneinsparung durch Harmonisierung

Durch die europaweite Angleichung beispielsweise von gesundheitsrechtlichen Vorschriften, indirekten Steuern und technischen Normen müssen Unternehmen ein Produkt nicht mehr in verschiedenen Ausführungen für verschiedene Länder produzieren. Das führt zu einer erheblichen Reduzierung des Kostenaufwands für Unternehmen, die neue Produkte auf den Markt bringen.

 

„Wie alle anderen beteiligten Länder profitiert auch Irland vom EU-Binnenmarkt. Im Jahr 2002 sind wir als kleines Land mit überschaubarem Absatzmarkt, aber hoher Produktivität und Exportrate beigetreten – unter den gegebenen Rahmenbedingungen ideale Treiber für wirtschaftliches Wachstum“, erklärt Eddie Goodwin, Manager Germany, Switzerland & Austria bei Enterprise Ireland. „Insbesondere in den unwägbaren Zeiten des Brexits unterstützen wir von Enterprise Ireland unsere Klienten dabei, verstärkt in Länder des EU-Binnenmarkts zu exportieren. Vor allem nach Deutschland, um die dortige Wirtschaft mit hochwertigen Vorprodukten zu versorgen.“