Innovation bekämpft weltweiten Mangel: Combilift erweitert Beatmungsgeräte Construction Medizintechnik High-Tech-Bau

Innovation bekämpft weltweiten Mangel: Combilift erweitert Beatmungsgeräte

Mai. 26 2020 No Comments

Überall auf der Welt werden die Beatmungskapazitäten und die Zahl der Intensivbetten aufgrund der Covid-19-Pandemie erhöht. Unklar ist jedoch, ob die Maßnahmen für alle Erkrankten ausreichen. Die Nachfrage nach Beatmungsgeräten bleibt hoch. Das irische Unternehmen Combilift, hat sein Fachwissen in Softwaredesign und Mechatronik genutzt, um den Combi-Ventilate zu entwickeln: Die Splittereinrichtung erweitert Beatmungsgeräte zu einer Beatmungsstation, die mehrere Beatmungspatienten versorgen kann.

Combilift ist der weltweit größte Hersteller von multidirektionalen Gabelstaplern und führender Anbieter von Lösungen für das Handling von Langgut. Das Unternehmen hat die durch Corona global gestiegene Nachfrage nach Beatmungsgeräten aufmerksam verfolgt und schnell erkannt, dass eine andere Lösung im Gesundheitswesen erforderlich ist, als neue Beatmungsgeräte zu produzieren, um den Bedarf zu decken.

Der Experte für Staplerlösungen hatte bislang wenig Berührungspunkte mit dem Medtech-Sektor. Die Iren kennzeichnet jedoch seit ihrer Gründung 1998 eine unkonventionelle und problemorientierte Arbeitsweise. Diese Eigenschaften kamen bei der Entwicklung des Combi-Ventilates zum Tragen: In Zusammenarbeit mit der nationalen Gesundheitsbehörde Irlands, dem Health Service Executive (HSE), hat das Unternehmen die weltweite Neuheit in nur fünf Wochen entwickelt. Als Zusatzgerät kann der Combi-Ventilate an jedes Beatmungsgerät angeschlossen werden, unabhängig vom Hersteller. Die Kosten liegen weit unter denen des eigentlichen Beatmungsgeräts – bei einer gleichzeitigen Verdopplung der Leistung. Das Gerät wird derzeit im Beaumont Krankenhaus in Dublin belastbaren Labortests unterzogen.

Zusatzgerät rettet Leben

Der Combi-Ventilate für Beatmungsgeräte nutzt Standardrohre und Fittings für eine einfache Montage. Die individuellen Patientenfilter verhindern eine Kreuzkontamination. Zu den weiteren Besonderheiten gehören Rückschlagventile, HEPA-Filter, Flusssensoren und ein automatisches Flusskontrollventil. Jeder Patient hat einen eigenen Bildschirm, über den das medizinische Fachpersonal seine Vitaldaten überwachen kann. Dazu zählen Echtzeit-Werte, Informationen zur Patientengeschichte und -statistik sowie die Möglichkeit eines Alarms bei Abweichungen der Werte. Diese erkennt das Gerät sofort und löst nur beim betroffenen Patienten ein Warnsignal aus. Zudem verfügt der Combi-Ventilate über automatisch einstellbare Durchflussregelventile, mit denen das Fachpersonal das Atemzugvolumen für jeden Patienten elektronisch einstellen kann, ohne manuelle Einstellungen vornehmen zu müssen.

„Den Combi-Ventilate haben wir mit dem gleichen Ziel entwickelt wie alle unsere Produkte: mit weniger mehr erreichen.“, sagt Martin McVicar, CEO und Gründer von Combilift. „Die Entwicklung von medizinischen Geräten ist nicht unser Kerngeschäft. Dennoch liegt unser Fokus auf der Herstellung von Produkten, die Menschen Sicherheit bieten. Der Combi-Ventilate spiegelt das wider, was unsere Forschung und Entwicklung in den letzten 20 Jahren geleistet haben.”

„Combilift ist eigentlich im Gabelstapler- und Handhabungssektor tätig. Dennoch nutzt das Unternehmen sein Fertigungs-Know-how, um den Combi-Ventilate zu entwickeln und somit den weltweit erhöhten Bedarf an Beatmungsgeräten zu decken“, erklärt Heike John, Senior Market Advisor bei Enterprise Ireland. „Daher gilt das Unternehmen mit seiner flexiblen und auf Problemlösungen ausgerichteten Art als Paradebeispiel für innovative Produkte aus Irland.“

 

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