PFS Fintech

PFS: Von einer einzigen Firmenkarte zum europäischen Marktführer für Finanztechnologie

Juli. 11 2019 No Comments

Der globale Sektor für Finanztechnologie (Fintech) wächst derzeit rasant. Dies ist insbesondere der steigenden Verbrauchernachfrage nach Alternativen zu Barzahlungen und traditionellen Bankgeschäften geschuldet. Einer der Branchenführer ist das irische Unternehmen Prepaid Financial Services Ltd (PFS) mit seinen preisgekrönten Lösungen wie Cyberwallets, physischen und virtuellen Prepaid-Karten sowie IBAN-Konten in Großbritannien und der gesamten Eurozone.

PFS wurde vor zehn Jahren von dem irischen Vordenker Noel Moran in London als Herausforderung und Alternative zu traditionellen Banken gegründet. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 162 Mitarbeiter („ein wesentlicher Meilenstein“, so Moran) an Standorten in Malta, London und Wilmslow in Großbritannien sowie im irischen Navan.

„Zu Beginn verkauften wir eine Firmenkarte an eine Gruppe kleiner bis mittelgroßer Unternehmen, beispielsweise an Unternehmen, die eine Karte für Reisen oder Spesen oder aber als Dankeschönprogramm für Kunden benötigten. Wir gaben ihnen quasi eine Prepaid-Karte Mastercard, die wie alle anderen Debit- und Kreditkarten funktionierte“, so Moran, der aktuelle Chief Executive Officer des Unternehmens.

„Seither gab es enorme Entwicklungen. Wir haben zahlreiche Funktionen ergänzt und bieten inzwischen über 20 Produkte an – neben den anfänglichen Firmenkarten auch Reisekarten, Karten zur Lohn- und Gehaltsabrechnung, Mehrwährungskarten, Kontokorrent-Konten, wir bekommen unsere eigenen Abrechnungskonten bei der Bank of England und wir verfügen über eine Lizenz zur Kreditgewährung. Wir sind nun tatsächlich auf dem Weg, uns zu einer echten Bank zu entwickeln, die in der Lage ist, fast alles anzubieten, was auch eine Bank anbietet.“

Großbritannien ist weiterhin ein sehr wichtiger Markt für PFS. „Die Aufsichtsbehörde in Großbritannien ist sehr proaktiv und dies hat den Markt für Hunderte von alternativen Finanzdienstleistern geöffnet, die mit den Banken konkurrieren wollen. Hieraus haben sich sicherlich die meisten Chancen entwickelt.“

Mehr Chancen führen auch zu mehr Mitbewerbern, doch PFS ist weiterhin marktführend.

„Wir sind schon viel länger dabei. Viele dieser neuen Banken sind erst vor drei oder vier Jahren an den Start gegangen und für uns ist dies inzwischen das elfte Jahr unseres Bestehens. Wir sind außerdem sehr profitabel und haben stets Gewinne gemacht – das hebt uns deutlich von den anderen ab. Wir sind wahrscheinlich der drittgrößte Emittent für Mastercard in Europa und daher ein wichtiger Akteur auf dem Markt.“

PFS ist ein europäischer Vorreiter im Fintech-Sektor

PFS ist ein Fintech führendes europäisches Fintech-Unternehmen, das die Zukunft fest im Blick hat.

„Wir haben eine Lizenz für 35 europäische Länder. In 24 dieser Länder sind wir derzeit aktiv und in etwa fünf oder sechs dieser Länder – unter anderem Frankreich, Island, Spanien und Slowenien – der wahrscheinlich größte Anbieter. Außerdem haben wir mit 3Money das größte Prepaid-Programm Irlands. Momentan arbeiten wir daran, in den elf europäischen Ländern, in denen wir aktuell nicht tätig sind, aktiv zu werden.“

Ein wesentlicher Meilenstein für das Unternehmen war es, die spanische Post, Correos, als Kunden zu gewinnen und so die Betreuung von hunderttausenden Correos Prepaid Mastercard-Kunden zu übernehmen.

„Correos verfügt über das größte Prepaid-Programm Spaniens“, erklärt Moran. „Wir arbeiten auch eng mit der Regierung in Großbritannien. Wir betreuen mehr als 120 lokale Behörden und sind so der mit Abstand größte Dienstanbieter staatlicher Auszahlungen in Großbritannien. In Frankreich arbeiten wir mit dem größten Prepaid-Kartenprogramm zusammen, das unter der Marke CreaCard läuft. Wir kooperieren zudem mit vielen humanitären Organisationen – UNHCR ist beispielsweise einer unserer Kunden, zusammen mit dem Roten Kreuz, Save the Children und rund 10 bis 15 anderen. Des Weiteren haben wir Partnerschaften mit vielen Banken in Frankreich, Spanien und Slowenien; auch mit einigen Mobilfunkanbietern wie Three Ireland.“

Anerkennung als Fintech-Vorreiter

Es überrascht nicht, dass sowohl Moran als auch PFS bereits für ihre bedeutenden Leistungen und als Vorreiter im Fintech-Sektor geehrt worden sind.

„Wir haben bei den European Business Awards im Wettbewerb mit Tausenden anderen Unternehmen eine bedeutende Auszeichnung für Innovation und Technologie erhalten. Darüber hinaus wurde ich als ein europäischer Unternehmer des Jahres ausgezeichnet.“

Anschließend wurde Moran den Teilnehmern von Davos 2019, einem exklusiven Treffen des Weltwirtschaftsforums, zu dem ausschließlich geladene Gäste anwesend waren, vorgestellt.

„Im vorigen Jahr haben wir als Unternehmen außerdem einige wesentliche Meilensteine erreicht“, fährt Moran fort. „Wir haben im vergangenen Jahr Transaktionen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Pfund Sterling bearbeitet. Für die erste Milliarde haben wir neun Jahre gebraucht – und nur zwölf Monate für die zweite. Dieses Jahr wird das Volumen auf über drei Milliarden Pfund steigen.“

Von Europa aus auf die weltweite Bühne

In Europa ist PFS bereits ein etablierter Marktführer. Nun will das Unternehmen weltweit wachsen.

„Wir beantragen Lizenzen in zehn bis zwölf anderen Ländern, in denen die regulative Landschaft im Umbruch ist. Viele folgen dem Beispiel Großbritanniens, da wir hier in Bezug auf E-Geld so weit vorne liegen. Wir haben derzeit Kunden aus Asien, können jedoch momentan nur innerhalb Europas [für sie] tätig sein. Daher suchen wir aktiv nach Lizenzen auch außerhalb Europas. Zudem bemühen wir uns um Lizenzen in Ghana und an der Elfenbeinküste (die darüber hinaus sieben weitere Länder abdecken würden). Damit nicht genug: Wir arbeiten auch aktiv an Anwendungen in den USA, wo das regulative Umfeld sehr speziell ist – und verfolgen in Asien Aktivitäten in Singapur, Malaysia und Thailand sowie diversen weiteren Ländern, die sich noch nicht in einem so weit fortgeschritten Stadium befinden. In all diesen Fällen haben wir entweder einen Antrag gestellt oder werden innerhalb der kommenden zwei Monate einen Antrag einreichen.“

Der Erwerb von Lizenzen in neuen Gebieten ist eine zentrale Komponente der PFS-Strategie für das kommende Jahr. „Als Unternehmen wollen wir in verschiedene Länder und Gebiete expandieren und neue Produkte und Dienstleistungen lancieren. In diesem Jahr werden wir vermutlich zwei oder drei neue Produkte auf den Markt bringen. Eines unserer Hauptziele 2019 ist der Erwerb von Lizenzen in acht bis zu zehn neuen Ländern. Im vorletzten Jahr haben wir außerdem zwei Übernahmen abgeschlossen. Diese sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Anfang 2019 sind wir mit einer weiteren wichtigen Übernahme gestartet und es sollen ein oder zwei weitere folgen. Der Börsengang ist für Juli oder August anvisiert.“

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