Warum Vernebler aus Irland derzeit weltweit gefragter sind denn je Medizintechnik

Vernebler für die Welt

Mai. 4 2020 No Comments

Die COVID-19-Pandemie stellt Medizintechnik-Hersteller weltweit vor große Herausforderungen: Lieferketten müssen aufrechterhalten und gleichzeitig die Produktionskapazitäten in vielen Bereichen erhöht werden. Dabei gilt es, die Gesundheit von Mitarbeitern und Zulieferern nicht zu gefährden. Irlands vielseitige Medtech-Unternehmen befinden sich bei der Bekämpfung des Virus an vorderster Front und bieten mit ihren innovativen Produkten zahlreiche Lösungen, um der Pandemie Herr zu werden und den Betroffenen zu helfen. Anhand von Aerogen, einem Produzenten von Vernebler-Vorrichtungen und Zerstäubern zur Verabreichung von Medikamenten in Aerosolform für beatmutspflichtige Patienten, lässt sich beispielhaft zeigen, wie Medtech-Firmen in der aktuellen Situation mit den gestiegenen Anforderungen an sie und ihre Produkte umgehen.   

Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie steht Aerogen, der weltweit führende Anbieter von Produkten zur Medikamentenapplikation in Aerosolform für beatmungspflichtige Patienten, ähnlich wie viele andere Medtech-Unternehmen vor einer gewaltigen Herausforderung. Denn die Nachfrage nach Aerogens Produkten ist im Zuge der Ausbreitung des Virus exponentiell gestiegen.

Bereits vor dem Ausbruch des Virus hat Aerogen Krankenhäuser und Kliniken in mehr als 75 Ländern mit seinen wegweisenden Produkten, darunter Vernebler, beliefert und somit bislang etwa 10 Millionen Patienten geholfen. Aerogen Solo ist der einzige Vernebler mit geschlossenem System, der für die Behandlung des beatmeten Patienten auf der Intensivstation zur Verfügung steht. Da es sich um ein geschlossenes Kreislaufsystem handelt, können Aerosolmedikamente verabreicht werden, ohne dass der Atemkreislauf geöffnet werden muss, wodurch das Pflegepersonal vor der Ansteckung mit luftübertragenden Viren geschützt wird. John Power, CEO von Aerogen, geht davon aus, dass das Unternehmen dieses Jahr bis zu vier Millionen Einheiten liefern wird – doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, sind innovative und teils ungewöhnliche Ideen gefragt.

Innovative Lösungen zur Eindämmung von COVID19

So untersuchen die Experten von Aerogen derzeit wie durch die Anpassung von nicht invasiven Beatmungssystemen auf den derzeit weltweit vorherrschenden Mangel an Beatmungsgeräten reagiert werden kann. Durch die Anpassung der „offenen“ Geräte verringert sich auch das Risiko einer Übertragung von Infektionen, wie etwa dem Coronavirus, von Patienten auf das medizinische Fachpersonal. Noch zu Beginn der Pandemie blieben nicht invasive Beatmungssysteme vielerorts aus Angst vor einer Kontamination der Umgebungsluft ungenutzt, wodurch die Beatmungs-Kapazitäten zusätzlich reduziert wurden.

Aerogen arbeitet darüber hinaus gemeinsam mit Krankenhäusern und akademischen Partnern daran, nicht invasive Beatmungsprodukte, die Gesichtsmasken und Nasenbrillen nutzen, so anzupassen, dass die Gefahr einer Kontaminierung der Umgebungsluft durch das Coronavirus gesenkt und die nötige Sicherheit für eine COVID-19-Behandlung für Krankenhauspersonal und Patienten gewährleistet ist.

Reibungslose Versorgungsketten sichern

Aerogen steht aktuell vor einer organisatorischen und logistischen Herausforderung, die bis dato beispiellos ist. Während sich gefühlt die gesamte Welt in einem „Lock-Down“ befindet, müssen Aerogens Kapazitäten in kürzester Zeit hochgefahren werden, um der aktuell hohen Nachfrage gerecht zu werden. Dafür werden die Produktionskapazitäten aktuell um 50 Prozent gesteigert. Darüber hinaus wurde Personal umgeschichtet und zusätzliche Schichten und Produktionslinien eingeführt. Auch die Zulieferer von Aerogen werden in die Pflicht genommen und darum gebeten, der Produktion von Komponenten, die für die Herstellung der Aerosol-Vernebler notwendig sind, Vorrang einzuräumen und so eine Fertigung rund um die Uhr zu ermöglichen.

Faire und ausgewogene Verteilung 

Power und sein Team bemühen sich die noch nie zuvor dagewesene Nachfrage nach Verneblern zu erfüllen. „Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir die Pflicht der Nachfrage aus der ganzen Welt gleichmäßig nachzukommen“, sagt Power. „Wir bitten Kunden und Händler daher direkt mit den Krankenhäusern vor Ort abzuklären, ob der angegebene Bedarf realistisch ist und dem entspricht, was aktuell benötigt wird, oder ob die Bestellung schrittweise und über mehrere Wochen verteilt geliefert werden kann. Da jedes unserer Produkt, das wir ausliefern, einem Patienten eine höhere Chance ermöglicht, das Virus zu besiegen, versuchen wir, unsere Systeme gleichmäßig auf alle Händler und OEM-Partner zu verteilen.“

Eddie Goodwin, Manager Deutschland, Schweiz und Österreich bei Enterprise Ireland, zeigt sich von Aerogens Innovationskraft beeindruckt: „Die Mitarbeiter und das Management von Aerogen meistern die aktuelle Herausforderung vorbildlich und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung von COVID19 und zum Schutz von Menschenleben.“

 

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