Universitätsklinikum Essen setzt auf Verneblungstechnologie aus Irland Medizintechnik

Universitätsklinikum Essen setzt auf Verneblungstechnologie aus Irland

Juli. 12 2018 No Comments

Vibrierende Membran statt lauter Beatmungsgeräte: Irischer Medtech-Anbieter Aerogen revolutioniert Medikamentengabe auf Intensivstationen und in der Pflege

Dass sich Technologien und Abläufe in Krankenhaus und Pflege immer schneller weiterentwickeln, steht außer Frage. Wollte ein Pfleger im Jahr 1990 beispielsweise Medikamente wie Antibiotika oder bronchienerweiternde Mittel verabreichen, geschah dies zumeist via Beatmungsgerät. Die irischen Medtech-Pioniere von Aerogen wollten diesen Prozess vereinfachen und effizienter machen: Sie entwickelten die sogenannte Vibronic-Technologie. Mit ihren Aerosol-Verneblungsgeräten lassen sich Medikamente schonend und effizient in die Lunge kranker Patienten verabreichen. Wie diese Technologie funktioniert und welche Vorteile sie im Vergleich zu herkömmlichen Verneblungstechnologien bietet, zeigt sich am Beispiel des Universitätsklinikums Essen. Hier werden die Aerogen-Geräte seit nunmehr zwei Jahren genutzt.

„Kern der Vibronic-Technologie ist ein vibrierendes Palladium-Netz“, berichtet John Power, CEO und Managing Director bei Aerogen. „Die zentrale Lochblende hat einen Durchmesser von lediglich fünf Millimetern und verfügt über 1.000 präzisionsgeformte Löcher. Diese Blende vibriert pro Sekunde 128.000 Mal und sorgt so für eine optimale Partikelgröße des Aerosols für ein tiefes Eindringen in die Lunge.“

Innovative neue Verneblungstechnolgie aus Irland

Effizienz und geringe Laustärke überzeugen

Im Klinikum der Metropole Ruhr, besser bekannt als Universitätsklinikum Essen, werden vor allem Antibiotika, gefäß- sowie bronchienerweiternde Substanzen vernebelt. Dr. Frank Herbstreit, Oberarzt der Intensivstation, führt aus: „Mitarbeiter und Patienten wollen die Aerogen-Geräte nicht mehr missen. Insbesondere ihre einfache Anwendung, ihre Effizienz und ihre geringe Lautstärke überzeugen.“ Medikamentenverneblung via Beatmungsgerät oder Ultraschall kann sich in dieser Klinik, in der pro Jahr über 50.000 Patientinnen und Patienten in 1.300 Betten stationär und 195.000 ambulant behandelt werden, niemand mehr vorstellen. Da Innovations- und Patientenfokussierung in Essen eine zentrale Rolle spielen, wurde vor einiger Zeit die Medikamentenverneblung auf den Prüfstand gestellt. Daher hat das Krankenhaus 40 neue Aerosol-Verneblungsgeräte von Aerogen eingeführt.

Bei der traditionellen Verneblungsmethode via Beatmungsgerät sind die Tröpfchen oft sehr groß und werden vom Patienten als unangenehm wahrgenommen. Außerdem beschlägt der Beatmungsschlauch, und das Gerät ist sehr laut. Durch pneumatische Bestäubung gelangen Medikamente zumeist nicht tief genug in die Lunge. Bei der Ultraschallverneblung stören hingegen vor allem die komplizierte Anwendung und der eingeschränkte Bewegungsfreiraum, da das Gerät am Bett des Patienten befestigt wird. Ist der Patient intubiert, erschwert dies die Anwendung zusätzlich. Die Aerogen-Technologie ist im Vergleich nicht nur deutlich kleiner und handlicher, sie zieht auch nicht am Tubus. Zudem sind die Aerogen-Geräte schneller als andere Methoden einsatzbereit, Medikamente wirken schneller. „Aufgrund unserer Erfahrungen kann ich sagen, dass sich diese innovative Verneblungstechnologie künftig durchsetzen wird“, resümiert Dr. Herbstreit.

Aerogen – ein gutes Beispiel für innovative Medizintechnik aus Irland

Seit 20 Jahren gehört der Medtech-Anbieter Aerogen zu den innovativsten Firmen auf dem Gebiet der Aerosol-Verneblungstechnologie. Immer mehr Krankenhäuser, Healthcare-Spezialisten und Firmen weltweit interessieren sich für die neuartigen Produkte. Im Vergleich zu herkömmlichen Verneblern verringern sie Patienteneinweisungsraten beispielsweise um 32 Prozent, verkürzen die Verweildauer in der Notaufnahme und reduzieren den Arzneimittelverbrauch um bis zu 75 Prozent.[1] Eddie Goodwin, Manager Germany, Austria, Switzerland bei Enterprise Ireland, erklärt: „Irland ist trotz verhältnismäßig kleiner Größe mittlerweile der zweitgrößte Exporteur von Medizintechnologie in Europa. Aerogen ist in diesem Zusammenhang ein gutes Beispiel für erfolgreiche irische Medizintechnik und Innovationsstärke.“

[1] Robert B. Dunne, Sandra Shorttc, Comparison of bronchodilator administration with vibrating mesh nebulizer and standard jet nebulizer in the emergency department, The American Journal of Emergency Medicine.

 

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