Irland hilft bei der Eindämmung von Covid-19 Neuigkeiten

Tracking, Training und Transparenz: Irische Innovationskraft weist Wege aus der Coronakrise

Digitale Techniken aus Irland helfen weltweit bei der Eindämmung von Covid-19

Innovative Unternehmen aus Irland nehmen den Kampf gegen das Coronavirus auf. Die Dynamik der im Zuge der Pandemie entwickelten Tools und Services ist beispiellos. Eine Reihe vielversprechender Lösungen ist bereits verfügbar, weitere stehen für den kurzfristigen Einsatz bereit.

Technik zum Nachverfolgen warnt und grenzt ein

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Tracking der Bewegungsdaten von Infizierten und ihren Kontaktpersonen ein wirkungsvolles Werkzeug, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen. Das irische Softwareentwicklungsunternehmen NearForm aus Waterford entwickelt aktuell gemeinsam mit der nationalen Gesundheitsbehörde Irlands, dem Health Service Executive (HSE), eine mobile Tracking-App, die Standort- und Infektionsdaten auswertet. Das Ziel: Über die App sollen Personen schnellstmöglich informiert werden, die mit einem positiv auf das neuartige Coronavirus Getesteten Kontakt hatten. So lässt sich das Virus eindämmen und die Entstehung von neuen regionalen Epizentren verhindern.

Außer dem HSE arbeitet NearForm auch mit renommierten internationalen Unternehmen wie der New York Times, Walmart oder Uber zusammen. Zuletzt wurden die NearForm -Experten von IBM zum „Call For Code“ in Genf eingeladen. Die globale Entwicklerinitiative sucht nach technischen Lösungen, die Regionen dabei helfen können, sich vor u.a. Naturkatastrophen zu schützen, auf sie zu reagieren und sich wieder von ihnen zu erholen.

Social Distancing-Regeln einhalten und Pandemie eindämmen

Neben dem digitalen Tracking ist das sogenannte Social Distancing ein effektives Mittel, um Covid-19 einzudämmen. Eine neue Lösung des irischen IoT-Experten Taoglas hilft Organisationen aus dem öffentlichen wie dem privaten Sektor dabei, die Regeln einzuhalten und zu kontrollieren. Die cloudbasierte Analyseplattform CROWD von Taoglas misst Verstöße, überwacht Bewegungsdaten, stellt Prognosen und kann Ansammlungen melden – sowohl drinnen als auch draußen. Taoglas arbeitet mit einem der größten irischen Krankenhäuser zusammen und bietet die Technologie bald auch für Gemeinden, Regierungen und Unternehmen sowie Organisationen des Gesundheitswesens an. Die Analyseplattform nutzt vorhandene WLAN-Systeme und erfasst anonymisierte Daten über Smartphones.

„Wir glauben, dass es in den kommenden Tagen und Monaten besonders wichtig ist, dass sich Menschen überall auf der Welt wieder sicher und ohne Angst vor Ansteckung bewegen können und die Wirtschaft wieder anläuft“, sagt Ronan Quinlan, Co-Chief Executive und Gründer von Taoglas. „Mit einem kostengünstigen Werkzeug zum Messen, Überwachen und Auswerten der Mobilität von Menschen wollen wir dazu beitragen, dass Privatpersonen und Unternehmen schnell wieder in den Alltag zurückkehren können.“

Selbstisolierung muss nicht einsam machen

Zum Alltag gehört es auch, Familie, Freunde und Kollegen zu treffen. Digitale Kommunikationsmittel lindern jetzt die Folgen des Distanzgebots, können ein echtes Zusammensein aber nicht ersetzen. Zudem setzen Videotelefonie, Streams und Messenger eine funktionierende technische Infrastruktur voraus wie eine stabile Internetverbindung, Strom und vielfach auch Telefonguthaben.

Ding, ein Anbieter zum Aufladen von Mobiltelefonen, hilft Menschen, die hier Probleme haben . Drei Viertel der fünf Milliarden Mobiltelefone weltweit sind Prepaid-Modelle, die ohne Guthaben keine Verbindung aufbauen. Ein Viertel dieser Geräte ist nach Schätzungen immer zu irgendeiner Zeit offline, bis es wieder mit Guthaben freigeschaltet wird. Ohne das können viele Menschen nur eingeschränkt mit anderen in Kontakt treten oder digitale Dienste nutzen. Im März hat Ding eine Initiative gestartet, damit Menschen auch ohne Guthaben während einer besonders kritischen Phase der Krankheitsausbreitung in Kontakt bleiben konnten.

Aktuell konzentriert sich Ding auf sein gemeinnütziges Programm „Access For Good“ in Zusammenarbeit mit „Ärzte ohne Grenzen“. Das Unternehmen spendet für jede Nutzung seiner Dienste einen Betrag im Kampf gegen Covid-19 an die NGO.

Hygiene hilft gegen das Virus

Handhygiene ist für die öffentliche Gesundheit wichtig – nicht nur in Zeiten von Covid-19. Das weiß auch das irische MedTech-Unternehmen SureWash und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen das richtige Händewaschen beizubringen. Gute Handhygiene schützt vor krankheitserregenden Keimen. Studien zeigen, dass sie bei der Vermeidung von Infektionen eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent erreichen kann. Entscheidend ist jedoch die richtige Technik. SureWash hat eine eine Augmented-Reality-Händewasch-App entwickelt, die medizinischem Fachpersonal, Patienten und Besuchern von Krankenhäusern weltweit korrekte Handhygiene vermittelt.

Die App erklärt das Händewaschen den WHO-Normen entsprechend spielerisch und anschaulich. Sie trainiert den Nutzer und gibt Feedback in Echtzeit, damit jeder die eigene Handwasch-Technik verbessern kann. Die zugrunde liegende Software stellt zudem die notwendigen Daten bereit, um den Fortschritt bei der Handhygiene zu messen und so positive Effekte zu erreichen.

Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hat SureWash seine App der Öffentlichkeit uneingeschränkt zur Verfügung gestellt.

Fakten statt Fake-News

Die irische Nachrichtenanalyseplattform NewsWhip hat sich zum gefragten Ansprechpartner für Medienorganisationen auf der ganzen Welt entwickelt, die gerade in unübersichtliche Zeiten den Überblick behalten müssen. Bei der Fülle an neuen Informationen und Entwicklungen, die weltweit rund um Covid-19 veröffentlicht werden, ist es auch für Experten eine Herausforderung, Fake-News von echten Nachrichten zu unterscheiden. Hier setzt NewsWhip an: Die Iren analysieren mithilfe spezieller Algorithmen in Echtzeit, welche Inhalte zu bestimmten Themen online kommuniziert werden und wie sie sich verbreiten. Pro Tag sind das mehrere Millionen Datenpunkte. Auf Basis dieser Daten lassen sich Prognosen darüber erstellen, welche Nachrichten zu einem konkreten Anlass wie Covid-19 geteilt und weiterverbreitet werden und welche Reaktionen sie hervorrufen. So lässt sich auch die Verbreitung von Falschmeldungen über das Virus erkennen und aktiv gegensteuern.

Nicht nur Medien, auch Unternehmen setzen auf NewsWhip. Sie müssen in Zeiten einer weltweiten Krise ihre Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen anpassen, um sichtbar zu bleiben und ihre Zielgruppe mit den passenden Botschaften zu erreichen.

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